Startseite    Kontakt    Impressum    Sitemap

Gingen stellt sich vor

Druckversion

Heimatbrief 2003



 

Liebe ehemalige Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Sie werden es gehört und gelesen haben: Dem Bund, den Ländern, den Kreisen, den Städten und Gemeinden geht es finanziell so "dreckig" wie noch nie, so dass auf viele – sinnvolle und lieb gewordene - aber vom Gesetz nicht ausdrücklich vorgeschriebene Leistungen verzichtet werden muss.

Der "Heimatbrief" ist vielen (Absendern und Empfängern!) aber so ans Herz gewachsen, dass wir den Weihnachtsgruß – wie Sie merken, äußerlich bescheidener – auch in finanziell schwierigen Zeiten beibehalten wollen.

In diesem Jahr orientiert sich unser Bericht an den Themen, die von Frau Margit Hölscher, Leiterin des BM-Vorzimmers und "rechte Hand" des Chefs, bei der Sammlung von Artikeln über die Gemeinde aus der Geislinger Zeitung und der Göppinger NWZ Berücksichtigung finden.

1. Finanzen

SO SCHLECHT WAR ES NOCH NIE

Schon bei der Einbringung des Gemeindeetats für das Jahr 2003 wurde deutlich: Sinkende Zuweisungen und steigende Umlagen (vor allem wegen ausufernden Verpflichtungen im Sozialbereich an den Kreis) sind Hauptursache dafür, dass die Gemeinde erstmals nach 12 Jahren ins Minus gerät. Zunächst sollten es 345.000 Euro sein, die sich im Laufe des Jahres auf 400.000 Euro erhöhten. In verschiedenen Sitzungen versuchte der Gemeinderat, den Abmangel so gering wie möglich zu halten. Das Ergebnis war die Kürzung der Zuschüsse an Vereine, Schule, Schülerferienprogramm, Bücherei, Feuerwehr und Volkshochschule, Einsparungen beim Unterhalt von Straßen, Wegen, Brücken, Hohensteinhalle und Straßenbeleuchtung und die Erhöhung von Abgaben (Friedhof), Mieten und Pachten und Steuern (Grundsteuer, Hundesteuer).

Die prekäre finanzielle Situation der Gemeinde veranlasste die Landfrauen bei der traditionellen Gestaltung der Ortseingänge an der B10 zu der Feststellung: "... auch wir müssen den Gürtel enger schnallen..." (vermutlich über viele Jahre hinweg).

2. Öffentliche Einrichtungen

INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT - DAS LEHRSCHWIMMBECKEN

In noch soliden finanziellen Zeiten einmütig beschlossen, wurde das neue Lehrschwimmbecken mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 termingerecht aber ohne Feier – auch ein Zeichen der Zeit – seiner Bestimmung übergeben. Die ursprünglich vorgesehene Renovierung "mauserte" sich im Rahmen der Planungen zu einem Neubau, für den die Gemeinde 1,21 Mio. Euro investierte. Der Schule sowie interessierten Gruppen und Vereinen steht nun eine vom Fundament bis zur Decke neue Schwimmhalle mit einem 12,5 x 8,2 m großen Becken zur Verfügung. Im "alten Teil" des Bades wurde die aufwändige Technik untergebracht. BM Schober: "Für lange, sehr lange Zeit wohl die letzte größere Investition der Gemeinde".

Im Zuge der Baumaßnahme legte der Bauhof das Wegenetz um Schule, Hohensteinhalle und Parkplatz nach einer geänderten Konzeption neu an.

ERFOLG

Über Jahre zog sich der Streit um die Öffnung (oder Schließung) des Verbindungsweges zwischen Grabenstraße, Kirchgasse und Pfarrstraße hin. Nun entschied das Stuttgarter Verwaltungsgericht, dass Tore und Zäune wieder fallen müssen, damit die uneingeschränkte Benutzung durch die Bevölkerung auf Grund des jahrzehntelangen Gewohnheitsrechtes gewährleistet ist.

MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN

Ein großes Unternehmen plant eine Überlandgasleitung, die auch das Gemeindegebiet stark tangiert. Die vorgesehene Trasse führte zu leidenschaftlichen Diskussionen im Gemeinderat und zur einstimmigen Ablehnung der Planungen, die die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde und die Nutzung der beanspruchten Grundstücke stark einschränken würden. Ziel der Gemeinde ist es, die Gasleitung in unmittelbarer Nähe der neuen B466 zu realisieren.

UNVERSTÄNDNIS

Mit ihrer Einweihung am 13.11.1965 war die Hohensteinhalle die erste (und lange Jahre einzige) Halle im ganzen Kreis Göppingen, die sich für Hallenhandballspiele eignete. In den folgenden fast 40 Jahren fanden in ihr ungezählte (Pflicht-)Spiele aller Klassen und hochkarätige Turniere mit namhaften Mannschaften aus dem In- und Ausland ohne spektakuläre Verletzungen der Aktiven statt. Nun stellte im September der Handballverband Württemberg fest, dass die Halle nicht seinen Bestimmungen entspricht. Größenwahnsinn eines Verbandes oder Schildbürgerstreich?

3. Bauwesen

DAUERBRENNER B10

Freude herrschte bei den Anliegergemeinden, dass die B10 bis Gingen Ost im neuen Bundes-Verkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf eingestuft wurde. Dies gilt auch mit Einschränkungen für den Weiterbau über Kuchen hinaus bis zur Anknüpfung an die B466 in Geislingen.

Inzwischen kommt die Umgehung von Eislingen planmäßig voran: Der 140m lange Tunnel ist begonnen und die Bauverwaltung ist zuversichtlich, dass der Abschnitt 2005 in Betrieb genommen werden kann. Bis 2008 sollen die Autos bis zur Abzweigung nach Donzdorf und 2010 bis Gingen-Ost (auf Höhe von Möbel Wannenwetsch) rollen.

NEUER B10-ÜBERGANG

Demnächst gibt es die vorgesehene Ampelanlage an der Einmündung der Großen Gasse in die B10. Sie soll den Fußgängern eine gefahrlose Überquerung der mit täglich bis zu 35.000 Einheiten frequentierten Straße und eine bessere Einfädelung der Busse und Linksabbieger ermöglichen.

FINANZIERUNGSPROBLEME

Mangelnde Euro sind auch die Ursache dafür, dass ein dringend notwendiges Sanierungskonzept für die Kreis-Bahnhöfe entlang der Strecke Stuttgart-Ulm nicht verwirklicht wird. Obwohl Bahn und Land große Teile der Kosten übernommen hätten, musste die Gemeinde – zusammen mit anderen Betroffenen – eine Abmangelbeteiligung in Höhe von 75.000 Euro ablehnen.

STANDORTSUCHE

Zum Thema Bauwesen gehören die Bemühungen verschiedener Mobilfunkanbieter, die Versorgung der Gemeinde durch weitere Antennenanlagen zu optimieren. Deren Interessen und die Angst vieler Einwohner vor eventuellen Strahlungsschäden beschäftigen die Agenda-Gruppe, die im Auftrag der Gemeinde neue, beide Seiten befriedigende Standorte ausfindig machen soll. Gedacht ist an das Industriegebiet entlang der Brunnenstraße. Entscheidungen sind noch nicht getroffen. Bislang hat der Mobilfunkbetreiber e-plus den Empfehlungen der Agenda-Gruppe entsprochen und im Gewerbegebiet "Untere Schorteile IV" an der Brückenstraße eine Antennenanlage installiert.

4. Wirtschaftliche Unternehmen

In den längerfristigen Planungen war vorgesehen, den Schwerpunkt des diesjährigen Heimatbriefes auf Handel, Handwerk und Industrie zu legen und alle örtlichen Betriebe in Wort und Bild vorzustellen. Die von den fehlenden Finanzen auferlegte Bescheidenheit lässt uns dieses Vorhaben auf eine kommende Ausgabe verschieben.

EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT

Noch am Ende des vergangenen Jahres feierte Karl Hofmann in der Lindenstraße ein zweifaches Jubiläum: Seit 75 Jahren gibt es die Schneiderei Hofmann und ein halbes Jahrhundert das Modehaus. Das bemerkenswerte Fest wurde – für die Kunden – mit einem Sonderverkauf gefeiert. Die Leitung der Firma ist inzwischen auf Sohn und Tochter übergegangen. Seniorchef Karl Hofmann starb überraschend im August dieses Jahres.

"Große Presse" hatten im Dezember 2002 zwei Gastronomiebetriebe: Im Rahmen des Wettbewerbs "Mein Lieblingslokal 2002" wurden der "Grünenberg" als für Wanderer und Ausflügler beliebte Adresse und "’sCafe" als Anbieter von Konditoreiwaren und Herzhaftem in GZ und NWZ ausführlich vorgestellt.

Wegen ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten gehört die neue Fabrikhalle der Firma Tramec zu den ausgezeichneten (Neu-)Bauten im Kreis, die in einer Ausstellung im Landratsamt und in einer Serie in der lokalen Presse gewürdigt wurden.

Als erstes europäisches Unternehmen erhielt die Karl Rieker KG, seit 1991 in Gingen heimisch, beim 15. Japanischen Hochpräzisionswettbewerb den 1. Preis (Gold-Award).

TREFFPUNKT GINGEN

Der "Äktschentag" im Mai und "Sunday ist Funday" im September sind inzwischen "fixe Termine" des Veranstaltungskalenders. Hauptsächlich Bahnhof-, Pfarr- und Lindenstraße sowie die Geschäfte, das Nahversorgungszentrum und das Gebiet Immenreich (mit dem Möbelhaus Wannenwetsch) an der B10 waren in diesem Jahr wieder der Treffpunkt vieler, vieler Besucher aus Gingen und seiner Umgebung.

5. Kindergarten, Schule, Jugend

NEUE ANGEBOTE

Kirchen und Gemeinde hatten schon immer viel für Kinder im Vorschulalter übrig. Dementsprechend konnte bis heute auch jedem Kind ab dem 3. Lebensjahr ein Kindergartenplatz angeboten werden. Sinkende Kinderzahlen stellen allerdings den Bestand mehrerer Gruppen in Frage. Der Kindergarten der Gemeinde machte heuer zum ersten Mal ein Ferienangebot: Von 7.30 bis 13.30 Uhr standen im August die Kindergartentüren offen und boten dadurch Eltern Gelegenheit, ihre Kinder während der allgemeinen Urlaubszeit gut betreut zu wissen. Rund 40 Kinder waren (in unterschiedlicher Besetzung) "immer da".

Der Gemeinderat stimmte nur mit Zögern einer Erhöhung der Kindergartenbeiträge zu und er bedauerte sehr, dass die katholische Kirchengemeinde aus dem seit 10 Jahren bewährten gemeinsamen Anmeldesystem ausgeschieden ist.

NICHT NUR LESEN, SCHREIBEN UND RECHNEN

Rechtzeitig vor Weihnachten sammelte eine Klasse Spielsachen und Bücher für eine Partnerschule in Raguhn in Sachsen. Etliche Kartons gingen, kostenfrei von der Spedition Heinrich von Wirth transportiert, in den Ort in der Nähe von Bitterfeld.

Zur Förderung der Integration bot der agile Förderkreis der Schule Deutschunterricht für türkische Mütter an, der auf eine erfreuliche Resonanz traf.

"Ich bin ich – du bis Du" hieß das Musical, das Frau Claudia Wüstling aus einem Projekt heraus entwickelte. Das – auch mit viel technischem Aufwand – inszenierte Stück handelt von "Steffi, die so sein will wie Lilli" und das den Schülerinnen und Schülern Mut machen will, ihren Fähigkeiten entsprechend zu agieren. Viel Beifall, "standing ovations" für Akteure und Initiatorin in der vollbesetzten Hohensteinhalle.

"Großer Bahnhof" für eine Abordnung der Schule im Schloss Bellevue in Berlin: Aus der Hand von Bundespräsident Rau erhielten Schule und Förderkreis einen Preis im Rahmen des Hauptschulwettbewerbs 2003 für die erfolgreiche Einbindung ausländischer Mitbürger.

Eine Schülergruppe freute sich über den Bronzepreis des internationalen Jugendprogramms, das sich die Stärkung der Persönlichkeit zum Ziel gesetzt hat. Die Schirmherrschaft dafür hat Frau Renate Buchsteiner übernommen.

Außerdem war die Schule Fortbildungsort für alle Schulen des Kreises. Sie informierte dabei über die allgemeinen Grundanliegen des neuen Bildungsplanes und speziell über die darin enthaltenen "themenorientierten Fächerverbünde".

ERFOLGE UND PROBLEME

Unter der umsichtigen Leitung von René Schamarek, dem von der Gemeinde angestellten Jugendsozialarbeiter, lief die Arbeit im Jugendhaus in der Brunnenstraße in geordneten Bahnen. Es ist 2x wöchentlich nachmittags und abends geöffnet. Die Räume wurden in Eigenarbeit der Jugendlichen renoviert. Nicht ganz glücklich sind sie allerdings über die Besuche von Gleichaltrigen aus anderen Gemeinden. Dies führte (u.a.) dazu, dass sich der Rathausplatz zu einem "In"-Treff entwickelte. Die damit verbundenen Begleiterscheinungen (Konsum von Alkohol und Nikotin, Lautstärke, Verunreinigungen) erregten wiederholt die Gemüter der Passanten. In einem "Runden-Tisch-Gespräch" wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich nun unter periodischer Kontrolle durch den Polizeiposten für die Ordnung unter den Kastanien, neben den Anschlagkästen und im Omnibus-Wartehäuschen verantwortlich fühlen.

6. Kultur

ANGEBOTE VON GEMEINDE UND VOLKSHOCHSCHULE

Im Dezember 2002 gastierte ein tschechischer Kinderchor in der St. Barbara-Kirche. Die 10 bis 16jährigen Sängerinnen und Sänger vermittelten mit ihren adventlichen Beiträgen eine bemerkenswerte Feststimmung.

Bei der Seniorenweihnacht war das Duo I-Tüpfele zu Gast in der sehr gut besuchten Hohensteinhalle.

Mit einem vollbesetzten Bus fuhr die Volkshochschule ins Staatstheater und zum Weltweihnachtscircus nach Stuttgart. Das Schwäbische Tournee Theater hatte mit dem Stück "Geld stinkt nicht" die Lacher auf seiner Seite.

Das laufende Angebot des neuen Semesters brachte u.a. je einen Besuch bei der Fernsehsendung "Sport im Dritten" und im Festspielhaus Baden-Baden mit "Gräfin Mariza".

50 JAHRE BADEN-WÜRTEMBERG

Dem Landesjubiläum widmeten Gemeinde und Kultur- und Sportkreis die Veranstaltungen um den ersten Advent: die Soirée gestalteten Liederkranz, Musikverein, Albverein und Klaus Wimmer.

Die Ausstellung stand unter dem Titel "Augenblicke aus 50 Jahren Baden-Württemberg". Mehr als 1000 Besucher studierten Exponate aus der Gemeinde, die von Mitgliedern des Kultur- und Sportkreises gesammelt, geordnet und präsentiert worden waren. Auf dem "kleinen aber feinen" Weihnachtsmarkt herrschte, teilweise begleitet durch die Beiträge des Musikvereins, ein "mehrstündiges Geschiebe und Gedränge"!

Als Dank und Anerkennung für die Aktivitäten zum Landesjubiläum erhielt die Gemeinde bei einem Empfang im Staatsministerium die Ehrenfahne des Landes, die inzwischen den Sitzungssaal des Rathauses schmückt.

FESTE UND FEIERN

Das alte Jahr endete mit den Abschlussfeiern der Vereine. Liederkranz, Musikverein und Turnerbund verbanden damit eine Einladung an die ganze Bevölkerung in die Hohensteinhalle.

Traditionsgemäß luden am 1. Mai der Albverein zur Maibaumfeier vor das Rathaus und der Musikverein zum Maikonzert auf den Kirchplatz ein.

Vom Wertungsspiel in Kaufbeuren kehrte die Kapelle des Musikvereins mit einem "sehr gut" in der Oberstufe zurück.

Dem Familienabend des Albvereins folgte ein erfolgreicher Auftritt des jungen Chores "Friends in music" bei einem Musikfest in Schwäbisch Gmünd.

Nach dem 2tägigen Musikerhock vor dem Rathaus lockte das Kinderfest wieder sehr viele Besucher in die Gemeinde. Der etwa 500m lange Festzug beschäftigte sich – wie auch die mit viel Beifall aufgenommenen Vorführungen auf dem Festplatz – unter der verantwortlichen Leitung der Schule mit dem Thema "Zirkus". Für die Bewirtung sorgte der Turnerbund. Die "Musik zum Fest" gestalteten Albverein, Musikverein und Liederkranz. Dabei verabschiedete sich nach 3 Jahren die überaus geschätzte Dirigentin Gabriele Grabinger. Ihre Nachfolgerin wurde Steffi Bade.

Das Schnapperfest war vor allem in den Abendstunden sehr gut besucht. Es wurde bis lange in die Nacht hinein zünftig gefeiert. Die Gemeinschaftsleistung der Gingener Vereine diente hauptsächlich der örtlichen Geselligkeit und brachte einen gut 4stelligen Reingewinn, der – wie immer – für gemeinnützige Zwecke verwendet wird.

Das gut besuchte Waldheimfest des Liederkranzes läutete das Ende der Sommerferien ein.

Im September traf sich zum 25. Mal die "Untere Baranya" zu ihrem Patentreffen in der Hohensteinhalle.

1500 Besucher verzeichnete das Treffen der Oldtimer auf dem Gelände am Schwarzen Weg. 110 Traktoren gaben sich zusammen mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten ein vielbeachtetes Stelldichein.

Am 25. Oktober feierte der Obst- und Gartenbauverein mit einem niveauvollen Fest sein 75jähriges Jubiläum. Die Hohensteinhalle war herbstlich und mit Exponaten des Vereins geschmackvoll "herausgeputzt". Das gut ausgewählte Programm und interessante Informationen trugen viel zum Gelingen des Abends bei.

EIN KÖNNER

Martin Panz nahm am Akkordeon-Musikerpreis in Baden-Baden teil, zu dem mehr als 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland gemeldet hatten. Am Ende wurde ihm der 1. Platz zuerkannt, so dass er nun zur absoluten Elite des deutschen Akkordeonnachwuchses zählt.

7. Sport

TURNERBUND, SCHÜTZEN, SEGELFLIEGER UND REITERGRUPPE

Auf Initiative von Hit-Radio Antenne I gestaltete der Turnerbund in seinem Vereinsheim eine "Spontan-Party der 80er Jahre" und gewann damit 500 Euro für die Vereinskasse.

Wiederholt machten die Handballer Schlagzeilen: Nach den Erfolgen der Jugendmannschaften stiegen die Frauen in die Landesliga und die Männer in die Kreisliga 1 auf. Seit April spielen alle Mannschaften in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Kuchen. Dadurch können sie nun wieder alle Altersklassen besetzen und über eine größere Spielerauswahl verfügen.

Ebenso auf einem guten Weg befinden sich die Fußballer des Turnerbundes. Die A-Jugend wurde Meister der Leistungsstaffel und spielt erstmals in der Geschichte der Fußballabteilung in der Bezirksstaffel; zusammen mit Vereinen wie SC Geislingen, FC Eislingen oder SV Göppingen.

Die aktiven Fußballmannschaften des TB profitieren von der guten Jugendarbeit und stellen in diesem Jahr wohl eine der jüngsten Mannschaften im Kreis - und dazu auch noch erfolgreich.

Beim Landesfinale der Geräteturnerinnen gingen 2 Titel an den Turnerbund und bei den württembergischen Schülermehrkampfmeisterschaften gab es einen dreifachen Triumph bei den 13/14jährigen Mädchen.

Die Sportakrobaten holten 3 Medaillen bei den württembergischen Neulings-Bestenkämpfen.

Noch im Dezember 2002 hatte der Schützenverein Sven Heer und Ariane Haupt zu seinem/r König/in gekrönt. Das traditionelle Vereinsschießen gewannen Maria Schmid und Armin Vogel, bei den Mannschaften lagen die Reitergruppe und das 3. Team der Feuerwehr vorn.

Das Fest der Segelfliegergruppe begann mit einem Gottesdienst im Grünen und war bei den Vorführungen am Nachmittag gut besucht. – 15 Piloten aus ganz Württemberg trafen sich zu einem Streckenflug-Trainingslager in Oppingen.

Der erste September-Sonntag gehörte – wie immer – den Reitern, die unter starker Beteiligung der Bevölkerung einen Begegnungstag mit Wettkämpfen für Gäste aus dem ganzen Kreis ausrichtete.

8. Verschiedenes

BÄUME

Aus Sicherheitsgründen musste die stolze Weide am Ortseingang aus Richtung Kuchen gefällt werden, was zu einer engagierten Diskussion im Gemeinderat führte. – Das gleiche Schicksal droht fast 50 Pappeln hauptsächlich entlang der Fils in Richtung Süßen. Das Landgericht Ulm stellte in diesem Jahr nach dem Orkan Lothar ein Sicherheitsrisiko fest, das die Gemeinde (und der Gemeinderat) nicht tragen will und kann.

SCHMIEREREIEN

Im Juli wurden Wände in der Schul-, Jahn- und Austraße mit Goldspray beschmiert. Auch das gerade frisch hergerichtete Lehrschwimmbecken war davon betroffen. Die Täter sind bislang noch nicht ausfindig gemacht.

FREIWILLIGE FEUERWEHR

Die Feuerwehrjugend verbrachte eine Woche in einem Zeltlager auf der Kuchalb. Die Wehr erhielt einen neuen Mannschaftstransportwagen, der teilweise in Eigenarbeit feuerwehrtechnisch ausgebaut wurde.

Der Feuerwehrhock am Tag der deutschen Einheit wurde wiederum zu einem vollen Erfolg.

POLIZEIBERICHT

Revierleiter Manfred Malchow bestätigte in seiner Zusammenschau der Gemeinde eine "durchschnittliche Belastung".: Es ereigneten sich 54 Unfälle, davon 30 mit Personenschaden und 2 Todesfällen. Bei 55 Fahrern stellten die Beamten einen Einfluss von Drogen fest; es kam zu 14 anderen Straftaten.

BLUTSPENDEN

Geehrt wurden 8 Personen, die 10 Mal, 5 Personen die 25 Mal und 3 Personen, die 50 Mal unentgeltlich Blut gespendet haben. Absoluter Spitzenreiter ist aber der 49jährige Manfred Rau, der sich seit 1974 schon 107 Mal in den Dienst der guten Sache stellte.

9. Personalien

Gerhard Mayer, der 1. Vorsitzende der Ortsgruppe der Gingener Gartenfreunde und des Bezirks sowie Mitglied im erweiterten Vorstand des Landesverbandes erhielt im April 2003 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Paul Hornberger hat über Jahrzehnte hinweg sein Sachwissen und sein praktisches Können in den Obst- und Gartenbauverein eingebracht. Außerdem engagierte er sich in besonderem Maße bei der Renovierung der Johanneskirche und bei vielen gemeinnützigen Aktivitäten. Er erhielt im Juli 2003 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Im Rahmen der "Musik zum Fest" ehrte Bürgermeister Lothar Schober im Auftrag der Gemeinde für herausragende sportliche Leistungen:

die Segelflieger Andreas Nagel, Roland Brucker, Jochen Kreidenweiss, Tobias Eberhard, Alexander Wiethüchter und Bernd Sebald;

die Jugend-Turnerinnen Lamia Zscherpe, Isa Ferreira da Silva und Pia Rathgeb und

die Jugend-Handballer Heiko Elischer, Fatih Dulundu, Philipp Frey, Michael Hommel, Simon Jakober, Daniel Assmann, Dennis Brentrup und Daniel Mayer.

Es verstarben u.a.

Heinrich Koch (80), Vogelkundler aus Passion und Josef Linhart (65), langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender der Ortsgruppe Gingen im Schwäbischen Albverein, Beisitzer im Kultur- und Sportkreis Gingen.

 

Liebe "Ehemalige",

um ein möglichst umfassendes Bild der vergangenen 12 Monate in unserer Gemeinde zu zeichnen, ist der Bericht nun doch länger als ursprünglich vorgesehen geworden. Wenn er diesmal auch nicht auf Glanzpapier gedruckt und nicht mit vielen Bildern versehen ist, hoffen wir, dass unser Heimatbrief 2003 Ihr Interesse trifft und Sie aus und in der Ferne den einen oder anderen Gedanken auf Ihre alte Heimat "verschwenden". Natürlich freuen wir uns über jede Rückmeldung, die wir auch gerne über das Mitteilungsblatt den "Zurückgebliebenen" zugänglich machen.

Es grüßen Sie

Hans Wimmer und Lothar Schober
für den Kultur- und Sportkreis und für die Gemeinde ,

die Ihnen besinnliche Weihnachtsfeiertage, ein glückliches 2004 sowie Gesundheit und persönliches Wohlergehen in der Zukunft wünschen.

oid://image/