Liebe ehemalige Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
Sie werden es gehört und gelesen
haben: Dem Bund, den Ländern, den Kreisen, den Städten und
Gemeinden geht es finanziell so "dreckig" wie noch nie,
so dass auf viele sinnvolle und lieb gewordene - aber vom
Gesetz nicht ausdrücklich vorgeschriebene Leistungen verzichtet
werden muss.
Der "Heimatbrief" ist
vielen (Absendern und Empfängern!) aber so ans Herz gewachsen,
dass wir den Weihnachtsgruß wie Sie merken, äußerlich
bescheidener auch in finanziell schwierigen Zeiten
beibehalten wollen.
In diesem Jahr orientiert sich
unser Bericht an den Themen, die von Frau Margit Hölscher,
Leiterin des BM-Vorzimmers und "rechte Hand" des Chefs,
bei der Sammlung von Artikeln über die Gemeinde aus der
Geislinger Zeitung und der Göppinger NWZ Berücksichtigung
finden.
1. Finanzen
SO SCHLECHT WAR ES NOCH NIE
Schon bei der Einbringung des
Gemeindeetats für das Jahr 2003 wurde deutlich: Sinkende
Zuweisungen und steigende Umlagen (vor allem wegen ausufernden
Verpflichtungen im Sozialbereich an den Kreis) sind Hauptursache
dafür, dass die Gemeinde erstmals nach 12 Jahren ins Minus gerät.
Zunächst sollten es 345.000 Euro sein, die sich im Laufe des
Jahres auf 400.000 Euro erhöhten. In verschiedenen Sitzungen
versuchte der Gemeinderat, den Abmangel so gering wie möglich zu
halten. Das Ergebnis war die Kürzung der Zuschüsse an Vereine,
Schule, Schülerferienprogramm, Bücherei, Feuerwehr und
Volkshochschule, Einsparungen beim Unterhalt von Straßen, Wegen,
Brücken, Hohensteinhalle und Straßenbeleuchtung und die Erhöhung
von Abgaben (Friedhof), Mieten und Pachten und Steuern (Grundsteuer,
Hundesteuer).
Die prekäre finanzielle Situation
der Gemeinde veranlasste die Landfrauen bei der traditionellen
Gestaltung der Ortseingänge an der B10 zu der Feststellung:
"... auch wir müssen den Gürtel enger schnallen..." (vermutlich
über viele Jahre hinweg).
2. Öffentliche
Einrichtungen
INVESTITIONEN IN DIE ZUKUNFT - DAS
LEHRSCHWIMMBECKEN
In noch soliden finanziellen
Zeiten einmütig beschlossen, wurde das neue Lehrschwimmbecken
mit Beginn des Schuljahres 2003/2004 termingerecht aber ohne
Feier auch ein Zeichen der Zeit seiner Bestimmung
übergeben. Die ursprünglich vorgesehene Renovierung "mauserte"
sich im Rahmen der Planungen zu einem Neubau, für den die
Gemeinde 1,21 Mio. Euro investierte. Der Schule sowie
interessierten Gruppen und Vereinen steht nun eine vom Fundament
bis zur Decke neue Schwimmhalle mit einem 12,5 x 8,2 m großen
Becken zur Verfügung. Im "alten Teil" des Bades wurde
die aufwändige Technik untergebracht. BM Schober: "Für
lange, sehr lange Zeit wohl die letzte größere Investition der
Gemeinde".
Im Zuge der Baumaßnahme legte der
Bauhof das Wegenetz um Schule, Hohensteinhalle und Parkplatz nach
einer geänderten Konzeption neu an.
ERFOLG
Über Jahre zog sich der Streit um
die Öffnung (oder Schließung) des Verbindungsweges zwischen
Grabenstraße, Kirchgasse und Pfarrstraße hin. Nun entschied das
Stuttgarter Verwaltungsgericht, dass Tore und Zäune wieder
fallen müssen, damit die uneingeschränkte Benutzung durch die
Bevölkerung auf Grund des jahrzehntelangen Gewohnheitsrechtes
gewährleistet ist.
MEINUNGSVERSCHIEDENHEITEN
Ein großes Unternehmen plant eine
Überlandgasleitung, die auch das Gemeindegebiet stark tangiert.
Die vorgesehene Trasse führte zu leidenschaftlichen Diskussionen
im Gemeinderat und zur einstimmigen Ablehnung der Planungen, die
die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde und die Nutzung der
beanspruchten Grundstücke stark einschränken würden. Ziel der
Gemeinde ist es, die Gasleitung in unmittelbarer Nähe der neuen
B466 zu realisieren.
UNVERSTÄNDNIS
Mit ihrer Einweihung am 13.11.1965
war die Hohensteinhalle die erste (und lange Jahre einzige) Halle
im ganzen Kreis Göppingen, die sich für Hallenhandballspiele
eignete. In den folgenden fast 40 Jahren fanden in ihr ungezählte
(Pflicht-)Spiele aller Klassen und hochkarätige Turniere mit
namhaften Mannschaften aus dem In- und Ausland ohne spektakuläre
Verletzungen der Aktiven statt. Nun stellte im September der
Handballverband Württemberg fest, dass die Halle nicht seinen
Bestimmungen entspricht. Größenwahnsinn eines Verbandes oder
Schildbürgerstreich?
3. Bauwesen
DAUERBRENNER B10
Freude herrschte bei den
Anliegergemeinden, dass die B10 bis Gingen Ost im neuen Bundes-Verkehrswegeplan
im vordringlichen Bedarf eingestuft wurde. Dies gilt auch mit
Einschränkungen für den Weiterbau über Kuchen hinaus bis zur
Anknüpfung an die B466 in Geislingen.
Inzwischen kommt die Umgehung von
Eislingen planmäßig voran: Der 140m lange Tunnel ist begonnen
und die Bauverwaltung ist zuversichtlich, dass der Abschnitt 2005
in Betrieb genommen werden kann. Bis 2008 sollen die Autos bis
zur Abzweigung nach Donzdorf und 2010 bis Gingen-Ost (auf Höhe
von Möbel Wannenwetsch) rollen.
NEUER B10-ÜBERGANG
Demnächst gibt es die vorgesehene
Ampelanlage an der Einmündung der Großen Gasse in die B10. Sie
soll den Fußgängern eine gefahrlose Überquerung der mit täglich
bis zu 35.000 Einheiten frequentierten Straße und eine bessere
Einfädelung der Busse und Linksabbieger ermöglichen.
FINANZIERUNGSPROBLEME
Mangelnde Euro sind auch die
Ursache dafür, dass ein dringend notwendiges Sanierungskonzept für
die Kreis-Bahnhöfe entlang der Strecke Stuttgart-Ulm nicht
verwirklicht wird. Obwohl Bahn und Land große Teile der Kosten
übernommen hätten, musste die Gemeinde zusammen mit
anderen Betroffenen eine Abmangelbeteiligung in Höhe von
75.000 Euro ablehnen.
STANDORTSUCHE
Zum Thema Bauwesen gehören die
Bemühungen verschiedener Mobilfunkanbieter, die Versorgung der
Gemeinde durch weitere Antennenanlagen zu optimieren. Deren
Interessen und die Angst vieler Einwohner vor eventuellen
Strahlungsschäden beschäftigen die Agenda-Gruppe, die im
Auftrag der Gemeinde neue, beide Seiten befriedigende Standorte
ausfindig machen soll. Gedacht ist an das Industriegebiet entlang
der Brunnenstraße. Entscheidungen sind noch nicht getroffen.
Bislang hat der Mobilfunkbetreiber e-plus den Empfehlungen der
Agenda-Gruppe entsprochen und im Gewerbegebiet "Untere
Schorteile IV" an der Brückenstraße eine Antennenanlage
installiert.
4. Wirtschaftliche
Unternehmen
In den längerfristigen Planungen
war vorgesehen, den Schwerpunkt des diesjährigen Heimatbriefes
auf Handel, Handwerk und Industrie zu legen und alle örtlichen
Betriebe in Wort und Bild vorzustellen. Die von den fehlenden
Finanzen auferlegte Bescheidenheit lässt uns dieses Vorhaben auf
eine kommende Ausgabe verschieben.
EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT
Noch am Ende des vergangenen
Jahres feierte Karl Hofmann in der Lindenstraße ein zweifaches
Jubiläum: Seit 75 Jahren gibt es die Schneiderei Hofmann und ein
halbes Jahrhundert das Modehaus. Das bemerkenswerte Fest wurde
für die Kunden mit einem Sonderverkauf gefeiert.
Die Leitung der Firma ist inzwischen auf Sohn und Tochter übergegangen.
Seniorchef Karl Hofmann starb überraschend im August dieses
Jahres.
"Große Presse" hatten
im Dezember 2002 zwei Gastronomiebetriebe: Im Rahmen des
Wettbewerbs "Mein Lieblingslokal 2002" wurden der
"Grünenberg" als für Wanderer und Ausflügler
beliebte Adresse und "sCafe" als Anbieter von
Konditoreiwaren und Herzhaftem in GZ und NWZ ausführlich
vorgestellt.
Wegen ihrer vielfältigen
Nutzungsmöglichkeiten gehört die neue Fabrikhalle der Firma
Tramec zu den ausgezeichneten (Neu-)Bauten im Kreis, die in einer
Ausstellung im Landratsamt und in einer Serie in der lokalen
Presse gewürdigt wurden.
Als erstes europäisches
Unternehmen erhielt die Karl Rieker KG, seit 1991 in Gingen
heimisch, beim 15. Japanischen Hochpräzisionswettbewerb den 1.
Preis (Gold-Award).
TREFFPUNKT GINGEN
Der "Äktschentag" im
Mai und "Sunday ist Funday" im September sind
inzwischen "fixe Termine" des Veranstaltungskalenders.
Hauptsächlich Bahnhof-, Pfarr- und Lindenstraße sowie die Geschäfte,
das Nahversorgungszentrum und das Gebiet Immenreich (mit dem Möbelhaus
Wannenwetsch) an der B10 waren in diesem Jahr wieder der
Treffpunkt vieler, vieler Besucher aus Gingen und seiner Umgebung.
5. Kindergarten, Schule,
Jugend
NEUE ANGEBOTE
Kirchen und Gemeinde hatten schon
immer viel für Kinder im Vorschulalter übrig. Dementsprechend
konnte bis heute auch jedem Kind ab dem 3. Lebensjahr ein
Kindergartenplatz angeboten werden. Sinkende Kinderzahlen stellen
allerdings den Bestand mehrerer Gruppen in Frage. Der
Kindergarten der Gemeinde machte heuer zum ersten Mal ein
Ferienangebot: Von 7.30 bis 13.30 Uhr standen im August die
Kindergartentüren offen und boten dadurch Eltern Gelegenheit,
ihre Kinder während der allgemeinen Urlaubszeit gut betreut zu
wissen. Rund 40 Kinder waren (in unterschiedlicher Besetzung)
"immer da".
Der Gemeinderat stimmte nur mit Zögern
einer Erhöhung der Kindergartenbeiträge zu und er bedauerte
sehr, dass die katholische Kirchengemeinde aus dem seit 10 Jahren
bewährten gemeinsamen Anmeldesystem ausgeschieden ist.
NICHT NUR LESEN, SCHREIBEN UND
RECHNEN
Rechtzeitig vor Weihnachten
sammelte eine Klasse Spielsachen und Bücher für eine
Partnerschule in Raguhn in Sachsen. Etliche Kartons gingen,
kostenfrei von der Spedition Heinrich von Wirth transportiert, in
den Ort in der Nähe von Bitterfeld.
Zur Förderung der Integration bot
der agile Förderkreis der Schule Deutschunterricht für türkische
Mütter an, der auf eine erfreuliche Resonanz traf.
"Ich bin ich du bis Du"
hieß das Musical, das Frau Claudia Wüstling aus einem Projekt
heraus entwickelte. Das auch mit viel technischem Aufwand
inszenierte Stück handelt von "Steffi, die so sein
will wie Lilli" und das den Schülerinnen und Schülern Mut
machen will, ihren Fähigkeiten entsprechend zu agieren. Viel
Beifall, "standing ovations" für Akteure und
Initiatorin in der vollbesetzten Hohensteinhalle.
"Großer Bahnhof" für
eine Abordnung der Schule im Schloss Bellevue in Berlin: Aus der
Hand von Bundespräsident Rau erhielten Schule und Förderkreis
einen Preis im Rahmen des Hauptschulwettbewerbs 2003 für die
erfolgreiche Einbindung ausländischer Mitbürger.
Eine Schülergruppe freute sich über
den Bronzepreis des internationalen Jugendprogramms, das sich die
Stärkung der Persönlichkeit zum Ziel gesetzt hat. Die
Schirmherrschaft dafür hat Frau Renate Buchsteiner übernommen.
Außerdem war die Schule
Fortbildungsort für alle Schulen des Kreises. Sie informierte
dabei über die allgemeinen Grundanliegen des neuen
Bildungsplanes und speziell über die darin enthaltenen "themenorientierten
Fächerverbünde".
ERFOLGE UND PROBLEME
Unter der umsichtigen Leitung von
René Schamarek, dem von der Gemeinde angestellten
Jugendsozialarbeiter, lief die Arbeit im Jugendhaus in der
Brunnenstraße in geordneten Bahnen. Es ist 2x wöchentlich
nachmittags und abends geöffnet. Die Räume wurden in
Eigenarbeit der Jugendlichen renoviert. Nicht ganz glücklich
sind sie allerdings über die Besuche von Gleichaltrigen aus
anderen Gemeinden. Dies führte (u.a.) dazu, dass sich der
Rathausplatz zu einem "In"-Treff entwickelte. Die damit
verbundenen Begleiterscheinungen (Konsum von Alkohol und Nikotin,
Lautstärke, Verunreinigungen) erregten wiederholt die Gemüter
der Passanten. In einem "Runden-Tisch-Gespräch" wurden
Arbeitsgruppen gebildet, die sich nun unter periodischer
Kontrolle durch den Polizeiposten für die Ordnung unter den
Kastanien, neben den Anschlagkästen und im Omnibus-Wartehäuschen
verantwortlich fühlen.
6. Kultur
ANGEBOTE VON GEMEINDE UND
VOLKSHOCHSCHULE
Im Dezember 2002 gastierte ein
tschechischer Kinderchor in der St. Barbara-Kirche. Die 10 bis 16jährigen
Sängerinnen und Sänger vermittelten mit ihren adventlichen
Beiträgen eine bemerkenswerte Feststimmung.
Bei der Seniorenweihnacht war das
Duo I-Tüpfele zu Gast in der sehr gut besuchten Hohensteinhalle.
Mit einem vollbesetzten Bus fuhr
die Volkshochschule ins Staatstheater und zum
Weltweihnachtscircus nach Stuttgart. Das Schwäbische Tournee
Theater hatte mit dem Stück "Geld stinkt nicht" die
Lacher auf seiner Seite.
Das laufende Angebot des neuen
Semesters brachte u.a. je einen Besuch bei der Fernsehsendung
"Sport im Dritten" und im Festspielhaus Baden-Baden mit
"Gräfin Mariza".
50 JAHRE BADEN-WÜRTEMBERG
Dem Landesjubiläum widmeten
Gemeinde und Kultur- und Sportkreis die Veranstaltungen um den
ersten Advent: die Soirée gestalteten Liederkranz, Musikverein,
Albverein und Klaus Wimmer.
Die Ausstellung stand unter dem
Titel "Augenblicke aus 50 Jahren Baden-Württemberg".
Mehr als 1000 Besucher studierten Exponate aus der Gemeinde, die
von Mitgliedern des Kultur- und Sportkreises gesammelt, geordnet
und präsentiert worden waren. Auf dem "kleinen aber feinen"
Weihnachtsmarkt herrschte, teilweise begleitet durch die Beiträge
des Musikvereins, ein "mehrstündiges Geschiebe und Gedränge"!
Als Dank und Anerkennung für die
Aktivitäten zum Landesjubiläum erhielt die Gemeinde bei einem
Empfang im Staatsministerium die Ehrenfahne des Landes, die
inzwischen den Sitzungssaal des Rathauses schmückt.
FESTE UND FEIERN
Das alte Jahr endete mit den
Abschlussfeiern der Vereine. Liederkranz, Musikverein und
Turnerbund verbanden damit eine Einladung an die ganze Bevölkerung
in die Hohensteinhalle.
Traditionsgemäß luden am 1. Mai
der Albverein zur Maibaumfeier vor das Rathaus und der
Musikverein zum Maikonzert auf den Kirchplatz ein.
Vom Wertungsspiel in Kaufbeuren
kehrte die Kapelle des Musikvereins mit einem "sehr gut"
in der Oberstufe zurück.
Dem Familienabend des Albvereins
folgte ein erfolgreicher Auftritt des jungen Chores "Friends
in music" bei einem Musikfest in Schwäbisch Gmünd.
Nach dem 2tägigen Musikerhock vor
dem Rathaus lockte das Kinderfest wieder sehr viele Besucher in
die Gemeinde. Der etwa 500m lange Festzug beschäftigte sich
wie auch die mit viel Beifall aufgenommenen Vorführungen
auf dem Festplatz unter der verantwortlichen Leitung der
Schule mit dem Thema "Zirkus". Für die Bewirtung
sorgte der Turnerbund. Die "Musik zum Fest" gestalteten
Albverein, Musikverein und Liederkranz. Dabei verabschiedete sich
nach 3 Jahren die überaus geschätzte Dirigentin Gabriele
Grabinger. Ihre Nachfolgerin wurde Steffi Bade.
Das Schnapperfest war vor allem in
den Abendstunden sehr gut besucht. Es wurde bis lange in die
Nacht hinein zünftig gefeiert. Die Gemeinschaftsleistung der
Gingener Vereine diente hauptsächlich der örtlichen
Geselligkeit und brachte einen gut 4stelligen Reingewinn, der
wie immer für gemeinnützige Zwecke verwendet wird.
Das gut besuchte Waldheimfest des
Liederkranzes läutete das Ende der Sommerferien ein.
Im September traf sich zum 25. Mal
die "Untere Baranya" zu ihrem Patentreffen in der
Hohensteinhalle.
1500 Besucher verzeichnete das
Treffen der Oldtimer auf dem Gelände am Schwarzen Weg. 110
Traktoren gaben sich zusammen mit landwirtschaftlichen Maschinen
und Geräten ein vielbeachtetes Stelldichein.
Am 25. Oktober feierte der Obst-
und Gartenbauverein mit einem niveauvollen Fest sein 75jähriges
Jubiläum. Die Hohensteinhalle war herbstlich und mit Exponaten
des Vereins geschmackvoll "herausgeputzt". Das gut
ausgewählte Programm und interessante Informationen trugen viel
zum Gelingen des Abends bei.
EIN KÖNNER
Martin Panz nahm am Akkordeon-Musikerpreis
in Baden-Baden teil, zu dem mehr als 50 Teilnehmer aus ganz
Deutschland gemeldet hatten. Am Ende wurde ihm der 1. Platz
zuerkannt, so dass er nun zur absoluten Elite des deutschen
Akkordeonnachwuchses zählt.
7. Sport
TURNERBUND, SCHÜTZEN,
SEGELFLIEGER UND REITERGRUPPE
Auf Initiative von Hit-Radio
Antenne I gestaltete der Turnerbund in seinem Vereinsheim eine
"Spontan-Party der 80er Jahre" und gewann damit 500
Euro für die Vereinskasse.
Wiederholt machten die Handballer
Schlagzeilen: Nach den Erfolgen der Jugendmannschaften stiegen
die Frauen in die Landesliga und die Männer in die Kreisliga 1
auf. Seit April spielen alle Mannschaften in einer
Spielgemeinschaft mit dem TSV Kuchen. Dadurch können sie nun
wieder alle Altersklassen besetzen und über eine größere
Spielerauswahl verfügen.
Ebenso auf einem guten Weg
befinden sich die Fußballer des Turnerbundes. Die A-Jugend wurde
Meister der Leistungsstaffel und spielt erstmals in der
Geschichte der Fußballabteilung in der Bezirksstaffel; zusammen
mit Vereinen wie SC Geislingen, FC Eislingen oder SV Göppingen.
Die aktiven Fußballmannschaften
des TB profitieren von der guten Jugendarbeit und stellen in
diesem Jahr wohl eine der jüngsten Mannschaften im Kreis - und
dazu auch noch erfolgreich.
Beim Landesfinale der Geräteturnerinnen
gingen 2 Titel an den Turnerbund und bei den württembergischen
Schülermehrkampfmeisterschaften gab es einen dreifachen Triumph
bei den 13/14jährigen Mädchen.
Die Sportakrobaten holten 3
Medaillen bei den württembergischen Neulings-Bestenkämpfen.
Noch im Dezember 2002 hatte der
Schützenverein Sven Heer und Ariane Haupt zu seinem/r König/in
gekrönt. Das traditionelle Vereinsschießen gewannen Maria
Schmid und Armin Vogel, bei den Mannschaften lagen die
Reitergruppe und das 3. Team der Feuerwehr vorn.
Das Fest der Segelfliegergruppe
begann mit einem Gottesdienst im Grünen und war bei den Vorführungen
am Nachmittag gut besucht. 15 Piloten aus ganz Württemberg
trafen sich zu einem Streckenflug-Trainingslager in Oppingen.
Der erste September-Sonntag gehörte
wie immer den Reitern, die unter starker
Beteiligung der Bevölkerung einen Begegnungstag mit Wettkämpfen
für Gäste aus dem ganzen Kreis ausrichtete.
8. Verschiedenes
BÄUME
Aus Sicherheitsgründen musste die
stolze Weide am Ortseingang aus Richtung Kuchen gefällt werden,
was zu einer engagierten Diskussion im Gemeinderat führte.
Das gleiche Schicksal droht fast 50 Pappeln hauptsächlich
entlang der Fils in Richtung Süßen. Das Landgericht Ulm stellte
in diesem Jahr nach dem Orkan Lothar ein Sicherheitsrisiko fest,
das die Gemeinde (und der Gemeinderat) nicht tragen will und kann.
SCHMIEREREIEN
Im Juli wurden Wände in der Schul-,
Jahn- und Austraße mit Goldspray beschmiert. Auch das gerade
frisch hergerichtete Lehrschwimmbecken war davon betroffen. Die Täter
sind bislang noch nicht ausfindig gemacht.
FREIWILLIGE FEUERWEHR
Die Feuerwehrjugend verbrachte
eine Woche in einem Zeltlager auf der Kuchalb. Die Wehr erhielt
einen neuen Mannschaftstransportwagen, der teilweise in
Eigenarbeit feuerwehrtechnisch ausgebaut wurde.
Der Feuerwehrhock am Tag der
deutschen Einheit wurde wiederum zu einem vollen Erfolg.
POLIZEIBERICHT
Revierleiter Manfred Malchow bestätigte
in seiner Zusammenschau der Gemeinde eine "durchschnittliche
Belastung".: Es ereigneten sich 54 Unfälle, davon 30 mit
Personenschaden und 2 Todesfällen. Bei 55 Fahrern stellten die
Beamten einen Einfluss von Drogen fest; es kam zu 14 anderen
Straftaten.
BLUTSPENDEN
Geehrt wurden 8 Personen, die 10
Mal, 5 Personen die 25 Mal und 3 Personen, die 50 Mal
unentgeltlich Blut gespendet haben. Absoluter Spitzenreiter ist
aber der 49jährige Manfred Rau, der sich seit 1974 schon 107 Mal
in den Dienst der guten Sache stellte.
9. Personalien
Gerhard Mayer, der 1.
Vorsitzende der Ortsgruppe der Gingener Gartenfreunde und des
Bezirks sowie Mitglied im erweiterten Vorstand des
Landesverbandes erhielt im April 2003 die Ehrennadel des Landes
Baden-Württemberg.
Paul Hornberger hat über
Jahrzehnte hinweg sein Sachwissen und sein praktisches Können in
den Obst- und Gartenbauverein eingebracht. Außerdem engagierte
er sich in besonderem Maße bei der Renovierung der
Johanneskirche und bei vielen gemeinnützigen Aktivitäten. Er
erhielt im Juli 2003 die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.
Im Rahmen der "Musik zum Fest"
ehrte Bürgermeister Lothar Schober im Auftrag der Gemeinde für
herausragende sportliche Leistungen:
die Segelflieger Andreas Nagel,
Roland Brucker, Jochen Kreidenweiss, Tobias Eberhard, Alexander
Wiethüchter und Bernd Sebald;
die Jugend-Turnerinnen Lamia
Zscherpe, Isa Ferreira da Silva und Pia Rathgeb und
die Jugend-Handballer Heiko
Elischer, Fatih Dulundu, Philipp Frey, Michael Hommel, Simon
Jakober, Daniel Assmann, Dennis Brentrup und Daniel Mayer.
Es verstarben u.a.
Heinrich Koch (80), Vogelkundler
aus Passion und Josef Linhart (65), langjähriger Vorsitzender
und Ehrenvorsitzender der Ortsgruppe Gingen im Schwäbischen
Albverein, Beisitzer im Kultur- und Sportkreis Gingen.
Liebe "Ehemalige",
um ein möglichst umfassendes Bild
der vergangenen 12 Monate in unserer Gemeinde zu zeichnen, ist
der Bericht nun doch länger als ursprünglich vorgesehen
geworden. Wenn er diesmal auch nicht auf Glanzpapier gedruckt und
nicht mit vielen Bildern versehen ist, hoffen wir, dass unser
Heimatbrief 2003 Ihr Interesse trifft und Sie aus und in der
Ferne den einen oder anderen Gedanken auf Ihre alte Heimat "verschwenden".
Natürlich freuen wir uns über jede Rückmeldung, die wir auch
gerne über das Mitteilungsblatt den "Zurückgebliebenen"
zugänglich machen.
Es grüßen Sie
Hans Wimmer und Lothar Schober
für den Kultur- und Sportkreis und für die Gemeinde ,
die Ihnen
besinnliche Weihnachtsfeiertage, ein glückliches 2004 sowie
Gesundheit und persönliches Wohlergehen in der Zukunft wünschen.