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Gingen stellt sich vor

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Liebe ehemalige Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem wir in den vergangenen Jahren mit den Heimatbriefen schon zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem (neuen) Gemeindeauto unterwegs waren, Wichtiges aus dem Gemeindeleben chronologisch oder thematisch geordnet zusammengestellt haben, um Ihnen zum Jahreswechsel einen Überblick über Erwähnenswertes und Wissenswertes aus der ehemaligen (oder auch heutigen?) Heimat zu geben, steht der Heimatbrief 2006 unter dem Motto

„Bilder sagen mehr als viele Worte“.

Wir hoffen, Ihnen auch in dieser Form einen Überblick über die Ereignisse des vergangenen Jahres zu geben und Ihr Interesse an unserem Ort wach zu halten.

Wie immer waren Wilhelm Preßmar, Lothar Schober und Hans Wimmer mit Gedanken und Kamera unterwegs. Unterstützt wurden sie diesmal von Günter Hommel mit seinen Bildern „von früher“ und von Dr. G. v. Trauchburg (Lokale Agenda).

Für die kommenden Festtage wünschen wir Ihnen eine besinnliche Zeit, Ruhe zu Begegnung und Entspannung sowie für das Jahr 2007 Glück, Erfolg und Gesundheit.

ERGIEBIG

war die Ernte auf den charakteristischen Streuobstwiesen der Gemeindemarkung. Ausgesprochen gutes „Blütenwetter“ legte den Grund, Trockenheit brachte das Wachstum phasenweise ins Stocken. Bemerkenswerte 72 Öchsle wurden beim Mosten gemessen.

GAS-ÜBERLANDLEITUNG

Zwischen den Wirtschaftsgebäuden der Viehweide und dem Wasserhochbehälter unter dem Hohenstein ist eine Gasüberlandleitung der SEL geplant. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung sind über die Trassenführung (verständlicherweise) nicht glücklich. Bedenken wurden deutlich gemacht.

OBSTLEHRPFAD

„Ausgewachsen“ sind inzwischen die Bäume des mit Unterstützung des Obst- und Gartenbauvereins angelegten Obstlehrpfades am „Grasweg“ neben der Straße zum Grünenberg. Vor allem „alte“ Sorten finden besondere Beachtung.

AUSGESTANDEN sind die Probleme mit dem stark frequentierten Sammelplatz für Grünmasseabfälle. Für rund 66.500,-- Euro ist auf dem Gelände einer Obstanlage links der Grünenberger Straße die Kompostieranlage der Gemeinde entstanden.

VIEL GELD

hat der Anschluss der durch die Erweiterung der Gewerbegebiete notwendig gewordene Kapazitätsvergrößerung des Abwassersystems gekostet. Unterhalb des Hundeübungsplatzes wurde „tief und lange gebuddelt“.

WENIG GELD

steht wegen der angespannten Finanzsituation für (dringend notwendige) Investitionen für die Instandsetzung von Straßen zur Verfügung. 2006 konnte der 2. Bauabschnitt der Hinteren Gasse realisiert werden.

SORGEN

bereitet – vor allem den Verantwortlichen der Deutschen Bahn – die Hangrutschung an der Hohensteinstraße. Noch immer konnten sie die Probleme mit dem Sickerwasser nicht entscheidend „in den Griff bekommen“. So läuft das Nass immer noch unkontrolliert zum Ärger der Anlieger und Benutzer über die Straße…

VERÄNDERT I

hat sich das ehemalige Gebäude der „Raiffeisenbank“ – später Volksbank – in der Bahnhofstraße an der Einmündung der Donzdorfer Straße. Aus dem Geschäftshaus ist ein Bau mit mehreren Eigentums­wohnungen geworden.

VERÄNDERT II

hat sich Sonnenwirts Scheuer in der Pfarrstraße. Wo früher Stroh und Getreide lagerte, ist jetzt die Kreissparkasse zu Hause.

VERÄNDERT III

hat sich das „Schmid-Schmid“-Gelände an der Einmündung der Bahnhofstraße in die B10. Zahnarzt Dr. Müller hat dort eine repräsentative Praxis mit Tagesklinik errichtet.                                                                        

VERÄNDERT IV

Wo früher Milch und Lebensmittel über die Theke gingen, bietet jetzt Frau Kröner Braut- und Festtagsmoden an.

VERÄNDERT V

hat sich das Modehaus Fischer & Stegmaier am Beginn der Pfarrstraße. Der Bildervergleich spricht für sich. Die Firma besteht seit 145 Jahren.

VERÄNDERT VI

Kaum wieder zu erkennen ist das Gelände „Im Barbaragarten“. Aus Streuobstwiesen wurde ein Neubaugebiet mit ca. 45 Plätzen, die fast alle überbaut sind.

VERÄNDERT VII

hat sich die Ortsmitte. Ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit 8 betreuten Alten­wohnungen hat das alte Elektrizitätswerk Bischof abgelöst.

WEITER GEHT ES

im Gewerbegebiet rechts der Brunnenstraße. Neu baut die Schlosserei Mayer, die bisher im „alten“ Bereich links der Brunnenstraße recht beengt untergebracht war.

ERWEITERT

hat die Firma „Baukunststoffe Schmid“. Außerdem ist die Firma Priel schon wieder am Vergrößern.

ERWEITERT

wurde auch – von den Mitarbeitern des Bauhofes – das Kolumbarium auf dem Friedhof. Um selbst in einer langen Regenperiode Anfang des Sommers arbeiten zu können, sorgte eine provisorische Abdeckung für den notwendigen Wetterschutz. Es entstanden 104 neue Urnen“Gräber“; ein deutliches Zeichen eines veränderten Bestattungswesens.

ABGEBAUT

Die Abstellgleise am Bahnhof haben ausgedient. Sie sind einer Schotterfläche gewichen. Der Güterschuppen verfällt, der Gleiskörper hinterlässt einen äußerst unaufgeräumten Eindruck.

UMGESTALTUNG

Mit beachtlichen Mitteln (größtenteils aus der Gemeindekasse) erhielt der Spielplatz am evangelischen Kindergarten in der Brunnenstraße ein vollkommen neues „Gesicht“.

VERWIRREND

für den Laien sind Hebel, Ventile und Leitungen im Maschinenraum des neuen Lehrschwimmbeckens, das für 1,24 Mio Euro unmittelbar neben dem Bauteil I der „Hohensteinschule“ errichtet wurde. In einem Festakt im Rahmen des diesjährigen Schulfestes erfolgte die Umbenennung der Grund- und Hauptschule.

SAUBERKEIT

Wird in der Schule groß geschrieben. Hausmeister und Hilfskräfte bringen in den Sommerferien Räume und Gänge intensiv und gründlich auf „Vordermann“. Deshalb gleichen die Zugänge zu den Klassenzimmern oft großen Möbellagern.

WEITGEHEND BEBAUT ist inzwischen auch das Umlegungsgebiet in der Verlängerten Gartenstraße.

FUSSBALLBEGEISTERUNG

herrschte natürlich auch in der Heimatgemeinde von Bundestrainer Jürgen Klinsmann. Wie so oft gestalteten die Landfrauen die Ortseingänge „auf ihre Art“. Sie freuten sich (natürlich auch mit dem ganzen Ort) über den Abschluss der Renovierungsarbeiten am Turm der Johannes­kirche („Alles (wieder) im Lot“) und über alles, was die WM 2006 so Begeisterndes mit sich brachte.

ÜBERREGIONAL GENUTZT

werden Hohensteinhalle und Sportgelände seit 8 Jahren in den Sommerferien von der Fußballschule Unger. In 3 Wochen kamen diesmal ca. 150 Teilnehmer aus (fast) ganz Deutschland. Wichtig für den Erfolg der Sportschule ist die Zusammenarbeit mit dem VfB Stuttgart, dessen Profis immer Teile des Unterrichts übernehmen.

LOKALE AGENDA

Die Lokale Agenda 21 besteht seit 1999. Mit dem Ziel, das Gemeindeleben zu bereichern, haben ihre Mitglieder seit dieser Zeit mehrere Projekte in Angriff genommen. Damit ihre Arbeit ständig in einem größeren Rahmen verfolgt werden kann, entwarf in diesem Jahr Dr. Gabriele von Trauchburg ihren Auftritt im Internet (www.gingen.de). Auf diese Weise kann man nun die unterschiedlichsten Aktivitäten beobachten: Mittagessen, Vorträge, Ausflüge, Spaziergänge. Da ein Internetauftritt nicht nur vom Wort lebt, wurde eine Fotogalerie eingerichtet.

ÜBERLOKAL

war das erfreulich zahlreiche Publikum beim traditionellen Schnapperball, der seit 1984 in einem zweijährigen Rhythmus in der Hohensteinhalle „über die Bühne geht“. Bis lange nach Mitternacht wurde zu den Klängen der Blue Stars fleißigst getanzt. Für Unterhaltung in den Pausen sorgten Gruppen von Fildern und Alb. Dekoration: Landfrauen

Bewirtung: Turnerbund.

Die Kapelle des Musikvereins eröffnete den Ball. Um Mitternacht bot sie ihre Marschformation. Das gemeinsam gesungene Württemberger Lied

(„Preisend mit viel schönen Reden“) wurde von vielen ungeduldig erwartet.

KINDERFEST

Mit nur wenigen Unterbrechungen wird in Gingen an der Fils seit 1906! jährlich das Kinderfest gefeiert. Das (naheliegende) Thema diesmal:

„...ohne uns geht gar nichts!“

- Die Fußballweltmeisterschaft in

Deutschland -

GEFEIERT I

hat der Liederkranz den 75. Geburtstag seines Waldheimes. Leider war das Wetter alles andere als festlich: Nur etwa zwei Stunden am Nachmittag hörte der Regen auf, so dass die Zahl der Besucher nicht dem Anlass des Festes entsprach und die engagierten Vorbereitungen des Vereins nicht in dem Maß belohnt wurden, wie sie es eigentlich verdient hatten. Gut angenommen wurde der ökumenische Gottesdienst am Vormittag.

Beitrag der Gemeinde:

Die vom Regenwasser und vom Hochwasser im August 2002 zweimal zerstörte, stark ausgewaschene Zufahrt erhielt in den besonders beschädigten Teilen einen neuen Teerbelag.

GEFEIERT II

Hans Vetter errang bei den „Traktor-Weltmeisterschaften“ am Großglockner den 2. Platz. Seine Freunde von den Oldtimern wiesen auf diesen Erfolg auf den Werbetafeln an den Ortseingängen hin. Geislinger Zeitung und NWZ berichteten ausführlich. Der SWR brachte ein Interview mit dem „Vizeweltmeister“.

GEFEIERT III

wurden 25 Jahre Volkshochschule. Anlässlich dieses Jubiläums wurde von ihrem ehrenamtlichen Leiter, Herrn Norbert Heinrich, sowie der Geschäftsstellenleiterin, Frau Margit Hölscher, ein besonders umfangreiches, vielseitiges und sehr interessantes Programm zusammengestellt. In einer Feierstunde mit dem anschließenden Auftritt der „Die Chorreichen Sechs“ und der Freizeittanzgruppe der Bereitschaftspolizei Göppingen wurde das  Jubiläum offiziell gefeiert.

Einen weiteren Höhepunkt bildete die Ausstellung „25 Jahre Volkshochschule Gingen an der Fils“, die mit einer gelungenen Vernissage eröffnet wurde. Dabei stellten die Teilnehmer/innen an den verschiedenen Kursen ihre mit Engagement und bemerkenswertem Können gefertigten Exponate aus.

Sterbefälle vom November 2005 – November 2006

21.11.2005: Michael Sauer, Birkenweg 19

30.11.2005: Walter Hommel, Große Gasse 20

12.12.2005: Frida Trausch geb. Vetter, Hindenburgstr. 141/2

16.12.2005: Emilie Nitschke geb. Lenz, Reyhingstr. 7

29.12.2005: Paul Kühn, Bahnhofstr. 32

25.01.2006: Viktor Rolsing, Im Barbaragarten 42

29.01.2006: Joachim von Eiff, Grabenstr. 88

30.01.2006: Minna Dellit geb. Vietsch, Bahnhofstr. 41

07.02.2006: Luise von Eiff geb. Nill, Grabenstr. 88

08.02.2006: Gertrud Steegmaier geb. Steck, Kirchgasse 1

08.02.2006: Karl Heinrich, Austr. 22

13.02.2006: Hildegard Strobel geb. Pfänder, Wittumgärten 19

03.03.2006: Klara Schnarrenberger, Bahnhofstr. 72

11.03.2006: Antonio Rosato, Hindenburgstr. 122

01.04.2006: Paul Eggebrecht, Hindenburgstr. 138

08.02.2006: Paul Hornberger, Große Gasse 5

20.04.2006: Karoline Mayer geb. Fischer, Ebereschenweg 24

06.05.2006: Anna Gort geb. Retzbach, Filsstr. 9

09.05.2006: Anneliese Bauer geb. Anthoni, Bahnhofstr. 32

31.05.2006: Karl Molter, Max-Eyth-Str. 13

02.06.2006: Siegfried Seidler, Jahnstr. 27

26.06.2006: Anna Rau geb. Hommel, Lindenstr. 49

30.06.2006: Josef Ihring, Bahnhofstr. 8

29.07.2006: Lydia Krüger geb. Wittwer, Bahnhofstr. 32

01.08.2006: Horst Gertlauer, Akazienweg 5

26.08.2006: Susana Schönthal geb. Stoffel, Im Barbaragarten 34

30.08.2006: Hedwig Kühlwein, Ludwigstr. 13

07.09.2006: Otto Gaschler, Uferstr. 4

21.09.2006: Helene Wiedmann geb. Fetzer, Friedrichstr. 21

03.10.2006: Erna Suchanek geb. Münzel, Ulmenweg 24

03.10.2006: Werner Tiefenbach, Lindenstr. 57

06.11.2006: Georg Jäger, Ludwigstr. 25

14. 11.2006: Martha Hofmann geb. Greiner, Lindenstr. 4

 

Rückmeldungen zum Heimatbrief 2006

349 Exemplare des Heimatbriefes 2006 gingen noch rechtzeitig vor Weihnachten in alle Welt. Über entsprechende Rückmeldungen haben wir uns sehr gefreut:

Astrid Buchsteiner, Beja/Portugal:

Sehr toll gemacht, ich hatte eine riesige Freude beim Lesen und werde übers Jahr sicher immer wieder hineinschauen.

M. Schwarz, Eislingen:

Herzlichen Dank für den interessanten Heimatbrief 2006, der mich sehr gefreut hat. Ich wünsche allen Mitwirkenden und dem Rathausteam ein gutes neues Jahr.

 

Helga Knauf, Geislingen:

Ganz herzlich möchte ich mich für den informativen Heimatbrief mit den gelungenen Fotos bedanken. Es ist immer eine Freude, Neues aus Gingen zu erfahren. Vielen Dank dem eifrigen Team.

Fürs neue Jahr 2007 wünsche ich allen Beteiligten an diesem Werk, sowie dem ganzen Rathausteam, Gesundheit, viel Freude und gutes Gelingen für die Arbeit.

 

Erich Matha, Birmenstorf/Schweiz:

Vielen Dank für die prompte und interessante Lektüre aus der ehemaligen Heimat, in welcher die Veränderungen enthalten sind. Leider ist die Veränderung der Wohnbevölkerung nirgends ersichtlich. Gerne hätte ich zu dieser Veränderung im nächsten Heimatbrief „2007“ Angaben, die sich für jeden „Ehemaligen“ eine zusätzliche Bereicherung wären. Auch wären Angaben über Geburten und Eheschließungen und nicht nur Todesfälle von Wichtigkeit (auch der Ausländeranteil).

 

Uta und Lothar Voss, Gerstetten:

Es freut uns jedes Mal sehr, wenn der Brief eintrifft. Für Ihre Arbeit herzlichen Dank.

 

Johanna Recktenwald, Saarbrücken:

Vielen Dank für den sehr schönen „Heimatbrief“, der mich genau einen Tag vor Weihnachten erreichte.

Ich freue mich natürlich immer über Post aus Gingen. Vor allem mit einem Bild von unserem traditionsreichen Kirchturm, der ja nun wieder im „Lot“ ist.

 

Brigitte Knausenberger, Neuenstein:

Herzlichen Dank für den informativen „Heimatbrief 2006“. Seit 3 Jahren bekomme ich ihn. Mit Interesse blättere und lese ich ihn durch. So mancher Name ist mir doch noch bekannt, obwohl ich schon 1968 die Pfarrstraße ins schöne Hohenloher Land nach Neuenstein verlassen habe. Es ist interessant, die Veränderungen „meinem Gingen“ zum „heutigen Gingen“ zu verfolgen. Z.B. hatte „mein Gingen“ noch eine Holzbrücke übern Graben, über das mein Weg zum Kindergarten und später zur Schule führte. Trotz der überall fast leeren Gemeindekassen finde ich es gut, dass dieser „Heimatbrief“ weiterhin verschickt wird.

 

Theodor und Holly Grundheber, Charlotte/USA:

Natürlich bin ich immer erfreut, wenn ich Post aus der alten Heimat bekomme. Auch wenn ich des öfteren nach Gingen komme, gibt es immer Neuigkeiten, die ich aus dem Heimatbrief entnehme.

Daher vielen Dank und noch ein gutes, gesundes neues Jahr.