Gemeinde Gingen, 09.09.2010
URL: http://www.gingen.de/Druck/Rathaus_aktuell.html

Rathaus aktuell


Was gibt es Neues.....

DatumSeiteInhalt
09.09.2010Alte Fingerspiele und Reime gesucht!....>>mehr
02.09.2010Ökumene - Treffpunkt „Frauen wie wir“....>>mehr
13.08.2010GZ Aktion - Gingen erhält einen Defibrillator

....>>mehr

12.08.2010Bürgermeister Marius Hick ist 100 Tage im Amt....>>mehr
29.07.2010Mitteilung des Polizeipostens Kuchen....>>mehr
08.07.2010Informationen zur Ambrosia-Problematik....>>mehr
02.07.2010Behinderung der Müllabfuhr durch überhängende Bäume und Sträucher....>>mehr
18.06.2010Bekanntmachung nach § 34 Abs. 1 des Meldegesetzes....>>mehr

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Standesamtliche Nachrichten:

Geburten:

Am 01. August 2010 in Gingen an der Fils:

Marie Lena Feil, Tochter des Kevin Sven Feil und der Jennifer geb. Wassermann, Lärchenweg 26

 

Eheschließungen:

Am 10. Juli 2010 in Gingen an der Fils:
Bernd Tischler und Gabriele Winter, Ebereschenweg 14, Gingen an der Fils

Sterbefälle:

Am 30. Juni 2010 in Geislingen an der Steige:
Rolf Karl Fauth, Goethestraße 7, Gingen an der Fils

Am 31. Juli 2010 in Gingen an der Fils:
Sabine Raschke geb. Rau, Hohensteinstraße 74, Gingen an der Fils

Am 01. August 2010 in Gingen an der Fils:
Hans Joachim Kadow, Bahnhofstraße 61, Gingen an der Fils

 

 

Am 11.09.:

Erika Armbruster, Ebereschenweg 58, 82 Jahre;

Am 14.09.:

Elfriede Berta Langer, Birkenweg 1, 82 Jahre;

Am 15.09.:

Paula Grübl, Max-Eyth-Straße 3, 80 Jahre;

Am 15.09.:

Walter Pompe, Max-Eyth-Straße 12, 80 Jahre;

16.09.:

Brunhilde Frieda Miller, Brunnenstraße 28, 81 Jahre;

16.09.:

Marlene Irene Luise Sihler, Grünenberg 4, 80 Jahre

Herzlichen Glückwunsch!

1 silberne Kette mit Anhänger „Sabü“,

Zu erfragen im Rathaus, Zimmer 09, Tel. 9606-42

 

Vor 25 Jahren

...stand in den Mitteilungen aus Gingen an der Fils:

Karl-, Au- und Schulstraße sowie der Birken-, Ebereschen- Lärchen-  und Erlenweg werden ab der 37. Kalenderwoche instand gesetzt.

Angebote der VHS:
Kreativität und Freizeitgestaltung -9 Veranstaltungen
Haushaltsführung - 2 Veranstaltungen
Gesundheitspflege - 7 Veranstaltungen
1 Bierseminar über 4 Abende.

GOTTES SEGEN zum Schulanfang - Der erste Schulgang ist für viele Kinder ein Weg in die Angst. Laßt sie nicht allein!

Umfangreiche Werbung für den Festball anläßlich des 20jährigen Bestehens der Hohensteinhalle. Mit dabei: Liederkranz, Musikkapelle, Flying Briketts, Wolf Sörös-Quintett..
8 Mannschaften sind beim Fußballturnier des Tennisvereins um den Wanderpokal von BM Nagel dabei.

Nachruf für den Ehrenvorstand des Liederkranzes, Wilhelm Fischer, der im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

 

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Vor 50 Jahren

...stand in den Mitteilungen aus Gingen an der Fils:

Die Landwirte sind zur Körung der Bullen eingeladen.

Handballer "verbleiben in der Verbandsliga".(Sieg bei der Turnerschaft Göppingen). Die VdK Ortsgruppe fährt zu den "Kriegsgräbern und Schlachtfeldern in Frankreich". Die Riesengebirgler treffen sich zu einem gemütlichen Beisammensein im Gasthof "Bahnhof", heute Kastanienhof.

 

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Blick zurück

Blick zurück - "alte Folgen".....mehr dazu bitte hier klicken!

Blick zurück

B L I C K    Z U R Ü C K   (144)

F E S T E:

Reitturnier - jährlicher Höhepunkt der Reitergruppe Gingen im Ländlichen Reit- und Fahrverein Geilingen und Umgebung. Übrigens - am Sonntag ist wieder "Reitertag" (siehe auch Einzelheiten an anderer Stelle)
 


Natürlich - auch Kinderfeste diesmal: der Festzug in der Lindenstraße 1953.
 


Kinderfest 1954- Einmarsch auf dem Sportplatz, vorbei an (oder Spalier?) der Gemeinderäte, begleitet von der Musik - Kapelle.

 

 

 

B L I C K    Z U R Ü C K   (143)


Reihe HÄUSER;

Elektrizitätswerk Gingen  - Heute: Gingens "neue Mitte".

Allein auf weiter Flur . das Haus Kauderer in der Brunnenstraße 
 

Die Säumäste in der Brunnenstraße - Heute: Feuerwehrhaus, Bauhof...

Herzlichen Dank an eine "bekennende Schnapperin"  aus Stuttgart  für die Überlassung der Bilder.

 

B L I C K   Z U R Ü C K   (140)


GEBÄUDE; DIE ES NICHT MEHR GIBT:

Hans Allmendinger aus der Lärmenstraße (wie die Grabenstraße offensichtlich gelegentlich auch manchmal genannt wurde) stellte uns die heutigen Bilder zur Verfügung, die zwei Gebäude zeigen, die es schon länger nicht mehr gibt:


Aus dem Jahr 1935 stammt die Aufnahme von der ehemaligen Kirche in Kuchen, die auch für die (zunächst  sehr wenigen) Katholiken aus Gingen "zuständig" war. Durch den Zuzug der Heimatvertriebenen stieg ihre Zahl nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs deutlich an. Neue Kirchen wurden in beiden Gemeinden gebaut. Heute gehören sie zur Seelsorgeeinheit Süßen-Kuchen-Gingen. 


Das Bild zeigt den (ev.) Kirchenchor vor der Abreise zu einem Ausflug auf dem Bahnhofsgelände. Als "Abfallprodukt" ist für uns heute das "Ständle" neben dem Hauptgebäude interessant, das nach dem 2.Weltkrieg errichtet wurde und dessen Bau mit der Notwendigkeit begründet wurde, dass  die "nun  wieder vermehrt anreisenden Touristen entsprechend versorgt werden müssten".

 

B L I C K   Z U R Ü C K (139)


In Ergänzung zu obiger Mitteilung - (Vor 25 Jahren - Gemeinderat beschließt den Bau eines Kolumbariums) - drei Bilder zum Thema Friedhof:

B L I C K    Z U R Ü C K   (138)

(Auch) T R A D I T I O N  -  R E G E S    VE R E I N S L E B E N

Jahrgänge - gehören immer dazu:

Der Jahrgang 1909 trifft sich 1932 im Cafe Leuze.



 Die Verantwortlichen der Fußballabteilung.

Ehrung für verdiente Vereinsfunktionäre: Hans Windstoßer (Musikverein), Hans Scheifele (Obst- und Gartenbauverein), Helmut Maßfelder (Liederkranz).

 

B L I C K    Z U R Ü C K   (137)


(Auch)Tradition in Gingen - HANDBALL

Aus dem Fundus von Manfred Neufischer zwei Bilder aus den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg:
 

1934 Erinnerungsfoto TB Gingen - FV Zuffenhausen 11:6

1936/37 Meistermannschaft in der Kreisliga.



 

B L I C K    Z U R Ü C K    (136)

VERSCHIEDENES

Sport und Musik – immer in Gingen zu Hause

Singe, wem Gesang gegeben – (Chor)Probe des Liederkranzes

Infrastruktur ist wichtig – die Gemeinde sorgt dafür: Einweihung des Schulsportplatzes – interessiert verfolgt von ehemaligen Spitzenathleten.

Breitensport gehört auch dazu – Abnahme der Sportabzeichenbedingungen auf dem Platz neben dem TB-Vereinsheim

 

B L I C K   Z U R Ü C K  (135)



In Ergänzung zur aktuellen Berichterstattung:   KINDERFESTE

Gruppenbild mit Akkordeon - zur Verfügung gestellt von Anne Nagel

Gunther Hettich schreibt dazu: 1950 mit der dekorierten Gemeinde-Motorspritze. Fahrer war - so glaube ich - der damalige Bauhofchef Wilhelm Hofmann. Die Spritze wurde damals zum Karbolineum.Spritzen verwendet. Danach waren die Männer gelb wie Chinesen.


Kinderfest 1955 - Verbunden mit der Einweihung der neuen Filsbrücke (Pfarrer E. Weiß und die Kapelle des Musikvereins)

 

B L I C K    Z U R Ü C K   (132)

Wichtig für die Weiterentwicklung einer Gemeinde ist die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

 Einen "großen Sprung nach vorn" machte Gingen nach der Realisierung der Bahnverbindung mit der Geislinger Steige über die Alb.



Unsere historische Aufnahme aus dem Fundus einer "bekennenden Schnapperin" aus Stuttgart zeigt die Frequentierung des Bahnhofs in "besseren" Zeiten. Gut zu erkennen ist - fast - in der Mitte des Bildes -  das Bad Hohenstein. und die nach oben führende Bahnhofstraße zum beschrankten Bahnübergang, der am Ende des vorigen Jahrhunderts durch die (sehr teure) Bahnunterführung ersetzt wurde.
 


Wichtig für Bewohner und Vereine war auch die Omnibusanbindung in die Nachbarstädte. Unser Bild beweist die Aktivitäten des "Omnibusverkehrs Geislingen", der einen Verein (Liederkranz ?) zu seinem (Jahres-?) Ausflug abholt.

B L I C K    Z U R Ü C K   (131)

Wenn man in den Veranstaltungskalender schaut, sind wohl gerade die Gingener

"Festwochen"

 angebrochen. Schulfest, Musikerhock, Künstlermarkt, Kinderfest, Fest rund um die Kirche.... Wir "Schnapper" waren schon immer für allerlei Feste "zu haben": Anne Nagel hat in ihren Unterlagen ge"kruschtelt" und ein paar Bilder von Festen in vergangenen Tagen gefunden. 

1955

- Festzug in der (noch nicht ausgebauten) Pfarrstraße

1958

- Festdamen anlässlich der Einweihung des Vereinsheims der Zimmerstutzen.

Feste

waren für die Teilnehmer auch viele sportliche  Turniere. Unser Bild zeigt die Handballerjugend in Bittenfeld. 

 

 

Blick zurück (130)


Wie in Blick zurück 125 angekündigt, stammen die laufenden Beiträge der Reihe (127, 128, 129)  aus der Sammlung von Karl Wiedemann, deren Umschlag unten abgebildet ist. 
 

In dieser Zusammenstellung beschäftigt er sich auch ausführlich mit der Geschichte der Reformation in Gingen und der Johanneskirche. Er beschreibt darüber hinaus drei Kapellen, die es in Gingen  gegeben hat (haben soll):
BARBARAKAPELLE (an den Kapellwiesen),
HEILIG-KREUZ KAPELLE (vermutlich am Oberen Steg)
MARIENKAPELLE (auf dem "Zwickel" am  Friedhof am Ortsausgang in Richtung Süßen) 


Die Reihen Blick zurück sowie der Blick in die Mitteilungsblätter vor 25 und 50 Jahren werden seit mehr als 2 Jahren von H.Wimmer bearbeitet. 
 

B L I C K    Z U R Ü C K   (129)

STEUERN

stehen (eigentlich immer) in der Diskussion. Heute liegt die Staatsquote um die 50%.
1382 ging Gingen an die Helfensteiner und von dort 1396 an Ulm. Damit wurde der Rat der Stadt Ulm zum Grundherrn der Gingener Bauern, die nicht nur alle Veränderungen in ihrem Besitz genehmigen lassen mussten (auch bei Erbvorgängen mussten hohe Abgaben entrichtet werden). Regelmäßige Abgaben (Steuern) wurden erhoben als
der große Zehnte (von Getreide, das dann in die Zehntscheuern abgeliefert werden musste);
der kleine Zehnte (von Obst, Heu, Flachs und allem, "was im Hafen kocht")
der Blutzehnte (von Tieren)
manchmal auch der Bienenzehnte
Landessteuern, die jährlich , gelegentlich auch willkürlich eingezogen wurden, und
Kriegssteuern.
Zur Wahrung der Ulmischen Interessen saß in Gingen ein Ulmischer Vogt (Angehöriger einer Ulmer Patrizierfamilie) Vogthaus war das Gasthaus zur "Sonne"
Als Mitglied des "Schwäbischen Bundes" hatte Gingen im Kriegsfall
3 Büchsenschützen und
3 Spießträger zu stellen

 

B L I C K    Z U R Ü C K    (128)

Zahlen aus den Aufzeichnungen von Lehrer Karl Wiedemann:

1589 13 Erwachsene mit 26 Kindern ziehen "zur besseren Erlangung ihres Leibs Nahrung" nach Österreich.
1785/86 ziehen 13 Familien mit 36 Kindern in die Batschka , einer Sumpflandschaft zwischen Teiß und Donau.
1918 - nach dem ersten Weltkrieg "wandte sich eine große Zahl von Söhnen und Töchtern der hiesigen Gemeinde nach den Vereinigten Staaten , vereinzelt auch nach Südamerike, um dem Elend der Arbeitslosigkeit in der Heimat zu entgehen."

1803 wird die Schulpflicht für alle Kinder vom 6. bis zum 12. Lebensjahr angeordnet.
1809 Einführung der SOMMERschule.
1810 Erhöhung des Schulgelds auf 2 Kreuzer wöchentlich.

 

B L I C K    Z U R Ü C K    (127)

Jahreszahlen (nach einer Zusammenstellung von Lehrer Karl Wiedemann)
1626 Pest in Gingen - 132 Menschen werden beerdigt.
1635 Die Parteien des 30jährigen Krieges brennen "das ganze Dorf nieder. Die Bevölkerung selbst ist wohl in die Wälder geflüchtet. Vom Brande verschont blieb nur die Kirche und große Teile des Pfarrhauses, eine Scheuer an der Ecke Bauern- und Hintere Gasse sowie Scheuer und Wohnhaus Bühler (Stachesbauer). Die Jahre nach dem Brande waren für Gingen schwere Sterbe- und Hungerjahre: Zum damaligen Pfarrer Wendelin Miller steht im entsprechenden "Kirchenbuch": "Dass er nit mit den lieben Seinigen Hungers stürbe, haben seine Töchter am Pflug gezogen, damit etwas gebaut würde."
1659 bekam die Kirche einen neuen Altar mit einem Abendmahlsgemälde (Stölzlin aus Ulm)und zwei Figuren (Moses und Johannes d.T.) in Lebensgröße

B L I C K    Z U R Ü C K   (126)

Immer wieder hört man in diesen Tagen: Oh, diese Kälte!  Mindestens so kalt war es auch 1942. Allerdings waren da die Bedingungen "drum herum" nicht so, wie sie jetzt sind. Zur Erinnerung daran 2 Bilder, die Dietrich Braun aus dem Nachlass Adam aufbewahrt hat.

 

20.2.1942 - SCHNEEMASSEN auf der Hauptstraße (B 10)

24.1.1942 - Die GLOCKEN  der Johanneskirche liegen zum Abtransport bereit.

 

Blick zurück (125)

KARL WIEDEMANN war Lehrer in Gingen und später dann Rektor in Ludwigsburg-Eglosheim. Schon von "berufswegen" galt sein Interesse der Geschichte der Gemeinde Gingen. Notizen und Aufsätze hat er in einer eigenen Sammlung zusammengetragen, die uns von Werner Wiedemann zur Verfügung gestellt wurde und aus der wir in den nächsten Wochen zitieren wollen.

(I) Mit der Schenkungsurkunde von Kunigunde . der Gemahlin Konrads I., in der sie den Ort "GINGA" dem Kloster Lorsch vermacht, tritt "Gingen urkundlich in die Geschichte ein" K.Wiedemann: "Gingen hätte also im ersten Jahr des ersten Weltkriegs sein 1.000jähriges Jubiläum feiern dürfen. Sicher hatten die Gingener zu dieser Zeit aber andere Sorgen."
1.100 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung (also 2015) ergibt sich eine neue Chance, einen runden Geburtstag zu feiern.
Wir sind sicher, dass dann viele "Schnapper" mit dabei sein werden. 

 

 

Mehr als 1031 Jahre ist dann das Wahrzeichen der Gemeinde, die Johanneskirche, alt.In dieser Zeit wurde das Gotteshaus immer wieder renoviert und umgebaut, so auch zum Ende des 19.Jahrhunderts. Wie untenstéhendes Programm aus dem Jahr 1892 beweist,  wurde die Wiedereröffnung gebührend gefeiert. Im Innern der Einladung heißt es u.a.:
"Vormittag 9 Uhr Abschied von dem inzwischen für den Gottesdienst gebrauchten Lokal in der Schule. - Zug zur Kirche. Ordnung desselben: Die Geistlichen mit dem Baumeister, dem Kirchengemeinderat und den Ehrengästen. Der Kirchenchor und Männerchor. Die Schuljugend mit den Lehrern. Die Gemeinde und zwar a. die Frauen, b. die Männer."

 

B L I C K    Z U R Ü C K  (124)

HEILEMANN V

Nach einer Zwangspause in der letzten Woche wollen wir die Reihe "Heilemann" heute mit einem "Schmankerl" abschließen:

Autos und Heilemann gehören zusammen; das ist sicher in den vorangegangenen Beiträgen deutlich geworden.

Zum Fuhrpark der Firma gehörte auch eine BMW Limousine 326 aus dem Jahr 1938. Auch sie sollte - nach einer Schilderung von Paul Heilemann - von der Wehrmacht beschlagnahmt werden. Deshalb erhielt sie eine (wenig benutzerfreundliche) Holzvergaser- Anlage. Dadurch konnte vorübergehend eine Beschlagnahmung vermieden werden. Als das Auto 2 Jahre später trotzdem vor einem Zugriff nicht sicher war, beschloss Karl Heilemann den Wagen - mit Unterstützung eines Freundes - , im Garten zu vergraben. Gesagt, getan 1945 wurde das Auto dann wieder ausgegraben und weil es so gut eingefettet und eingewickelt war, kam es wie neu aus seinem "Grab". 

Von Pauf Fetzer erhielt er einen kleinen Benzintank und leistete in den folgenden Jahren viele gute (Taxi) Dienste.

 

B L I C K    Z U R Ü C K  (123)

HEILEMANN IV

Die Familien Heilemann und BMW-Fetzer verband eine intensive Freundschaft. Sohn Paul Heilemann war ein begeisterter Motorradsportler und nahm erfolgreich  an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben des ADAC teil, über die in den frühen 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Zeitungen und in den damals viel beachteten Wochenschauen vor dem Hauptprogramm in den Kinos deutschlandweit berichtet wurde.

Das Fahrerlager beim Bergrennen Garmisch - Eibsee 1952



Gefragter Interviewpartner für die Wochenschau

Fahrer und Maschine - interessant für Fans und Zuschauer bei der "Schweren schwäbischen Zuverlässigkeitsralley".

 

B L I C K    Z U R Ü C K  (122)

HEILEMANN III


Lastwagen begleiteten die Firmengeschichte über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg und wir widmen ihnen hier einen weiteren Beitrag, weil sie zum vertrauten (damals nicht alltäglichen) Bild innerhalb der Gemeinde gehörten: Der "Heilemann" wurde gerufen, wenn es galt,  einen liegengebliebenen Traktor abzuschleppen oder unterschiedliche Transporte (Güter oder Menschen) zu unterschiedlichen Zielen  zu übernehmen.

Der Nachfolger des "Saurer" aus der Schweiz war 1938 ein 3-Tonner MAN, der u.a. auch zum Lebensmitteltransport in Frankreich im Einsatz war und dann eingezogen wurde. 1940
folgte deshalb ein 3-Tonner Mercedes. Zunächst mit Diesel angetrieben, wurde er, um einer Beschlagnahme durch die Wehrmacht zu entgehen und aus Treibstoffmangel, zu einem - umständlich zu bedienenden  - Holzgaser umgebaut. 1948 erfolgte dann wieder der Rückbau. 


Zuverlässig als Diesel und als Holzgaser - vor allem im zivilen Bereich.   

Blick zurück  (121)
HEILEMANN II

 Flexibilität  war ein Geheimnis des Erfolges der Eiergroßhandlung Heilemann. Sie wurde erreicht durch die (damals) besonders mutige Entscheidung, sich einen eigenen Lastwagen anzuschaffen. Schon 1926 fiel die Wahl auf einen 3-Tonner der Marke "Saurer",

 Das Schmuckstück mit seinen stolzen Besitzern Karl und Anna Heilemann.



…mit Motorbremse, der sich vor allem im Busverkehr der Schweiz bewährt hatte.  Das Auto verbrauchte 16 l Benzin auf 100 Km, und alle 500 km war ein Ölwechsel notwendig. Betreut wurde das Fahrzeug von Karl Frech, einem begabten "Tüftler" (der übrigens auch die Segelfliegergruppe Gingen gründete).
 

Beim Eiertransport fanden 36.000 Stück auf ihm Platz, die mit der Bahn überwiegend aus osteuropäischen Ländern nach Gingen befördert wurden  Diese Ladung kam aus Rumänien.

An  vielen Sonntagen wurde das Fahrzeug (mit von Karl Frech nach Ideen von "Chefin Anna"  gefertigten Einzelteilen) zu einem 20 - sitzigen Bus umgebaut . Anna Heilemann, die einen Führerschein für Personenbeförderungen erworben hatte, war dann unterwegs und brachte die Handballer zu ihren Auswärtsspielen, Theaterfreudige ins Naturtheater nach Heidenheim oder Vereine zu ihren Jahresausflügen.  Der "Bus" eignete sich natürlich auch für größere Familienausflüge  - wie auf unserem Bild die Familien Röck, Staiger und Heilemann.- Auch eine Beispiel für schwäbischen Erfindergeist.

B L I C K    Z U R Ü C K  (120)

Herr Paul Heilemann aus Bergisch-Gladbach hat uns eine Reihe interessanter historischer Aufnahmen zur Verfügung gestellt, die wir in den nächsten Wochen in den Mittelpunkt unserer Reihe stellen wollen.

HEILEMANN I
 


1878 heiratete Karl Heilemann ( Großvater unseres Berichterstatters)  Margarete Frech. Sie bauten noch im gleichen Jahr das Haus Bahnhofstraße 49.

 Haus Heilemann in der Bahnhofstraße 
 
Im Jahr danach gründeten sie  die Firma Eiergroßhandel Heilemann. Mit aus Jugoslawien, Rumänien, Slovenien und der Südsteiermark importierten Eiern belieferten sie Bäckereien, Cafes und Gaststätten in den Kreisen Göppingen und Geislingen (den es damals noch gab!), Kolonialwarenläden und Krankenhäuser.  Außerdem verkauften sie ihre Produkte auf Märkten in Kirchheim und Schwäbisch Gmünd 
 

Wochenmarkt 1929 in Göppingen

Lastwagen

Das Besondere an der  Eierhandlung Heilemann war jedoch die Versorgung der Kunden auch in der Jahreszeit, in der die Hühner keine Eier legen: in den Monaten Oktober bis März.

"Not" macht erfinderisch - Zunächst im Wohnhaus, später auch unter anderen Gebäuden  wurden 2x2x2Meter große Becken eingebaut  und mit einer gesättigten Kalkwasserlösung befüllt. Darin wurden die importierten Eier in der Hauptlegezeit konserviert.
 

Frauen

Bevor das Einlegen im Becken möglich war, mußte jedes Ei auf seine Unversehrtheit überprüft werden. Die dafür zuständigen "Eierklopferinnen" aus dem Dorf taten dies mit viel Gefühl und sehr gutem Gehör. Durch Abklopfen von je 3 Eiern in einer Hand war es möglich, auch den feinsten Haarriss in der Schale am Klang zu erkennen. Alle 2 Stunden musste eine Pause eingelegt werden, um die Hände zu entspannen und die Konzentration zu erhalten.

Die geprüften Eier wurden in Holzkisten zu je 100 Stück gelegt und dann sehr vorsichtig in die Becken mit der Kalklösung (der Kalk wurde aus Amstetten bezogen) verlagert. Dank der natürlichen Luftblase im Ei gingen diese langsam unter und lagen dann bis ca 1,5 Meter  hoch übereinander. Schon 2 Tage nach dem Einlegen bildete sich eine dünne Kalkschicht, die die Eier konservierte und damit haltbar machte. Zum Verbrauch im Spätherbst und in den Wintermonaten wurden die Eier dann "gewaschen" und noch am selben Tag, geschützt durch Holzwolle, zum unmittelbaren Verkauf  in Kisten verpackt

Das Geschäft florierte... 1933 wurde ein großes Lagerhaus mit 30 Becken bezogen, in denen 1 Million (!) Eier konserviert werden konnten.

Bilder und Informationen Paul Heilemann. Herzlichen Dank!

 

B L I C K    Z U R Ü C K   (119)

M E N S C H E N   VIII


Ein erfülltes Berufsleben trägt sehr viel zur Zufriedenheit und zur Lebensqualität bei. Wenn der Einsatz im Beruf und für seinen Arbeitgeber auch noch die entsprechende Anerkennung erfährt, motiviert dies für die Zukunft. Wie in vielen Betrieben, war die Ehrung von Arbeitsjubilaren fester Bestandteil im   Jahresprogramm der Firma Buchsteiner, bei der neben den Firmeninhabern auch BM Nagel zu den regelmäßigen Gästen gehörte und Glückwünsche überbrachte.

Ein Dokument aus den 50er Jahren mit vielen bekannten Gesichtern.  
 

B L I C K    Z U R Ü C K   (118)

Graf Zeppelin

- das Riesenluftschiff über Gingen
 

Attraktion für Jung und Alt..."Graf Zeppelin" über Gingen - Historische Aufnahme aus dem Album Eberhardt.

Mit großem Interesse verfolgte die Bevölkerung die Entwicklung der zivilen Luftfahrt. Als am 16. August 1932 das Luftschiff auf seiner Fahrt nach Holland in mondheller Nacht wieder einmal das Filstal überflog , war auch ganz Gingen in Aufregung. Der Bericht in der Geislinger Zeitung lautete u.a. "Es war ein wunderschöner Anblick, das prächtige Luftschiff im gleichmäßigen Donner seiner Motoren und Propeller dahinfahren zu sehen. Gegen 2.25 Uhr überqerte das Luftschiff die Schildwache und nahm nach einer kleinen Schwenkung Kurs über das Filstal hinab. 
 

Blick zurück

B L I C K    Z U R Ü C K   (117)ALKALISCHER SÄUERLING  

Auf seinem Weg durch die Gemeinde "vermutete Wünschelrutengänger Häfner aus Kirchberg, starke Strahlungen von Mineralwasser". Für die sollten zwei Wasseradern in ca 60 bis 70 Meter Tiefe verantwortlich sein.

Der Wassersucher aus der Nähe von Heilbronn in Aktion.

8.9.1931 Der Gemeinderat beschließt mit Stimmenmehrheit, eine Bohrung durchführen zu lassen
3.11.1931 Die Firma J.Bechtel aus Ludwigshafen beginnt mit den Arbeiten
 

Blick auf die "Baustelle" in der Bahnhofstraße

24.12.1931 - 54 Meter Bohrtiefe sind erreicht
5.1.1932 - Der Bohrkopf erreicht 67 Meter Tiefe -  und ist immer noch nicht fündig. "Manche wollen auch schon verzagen "
28.1. 1932 - 82 Meter sind erreicht "da und dort wird gemurrt"
24.5.1932 - Bohrtiefe 149 Meter; "Beginn eines 8tägigen Pumpversuchs, der täglich eine Menge von 24 000 Liter gutes, einwandfreies, heilwirkendes Mineralwasser fördert, das mit den seither im Filstal erschlossenen Quellen keine Ähnlichkeit hat."
Mischung aus Glauber- Bitter- und Kochsalz:
Fördertemperatur 19 bis 21 Grad
Auf Anraten der chemischen Landesanstalt werden die Bohrungen bis auf 152,80 Meter vorangetrieben, um den "alkalischen Säuerling" zu stabilisieren.

1932 verkauft die Polizei "Berechtigungskarten für Einheimische (1,50 Mark) und Auswärtige (3,00 Mark)

1933 Auftrag, den Brunnenstock zu fertigen, geht an den Kunstbildhauer Jetter aus Altenstadt

Modell oder Schalung - auf jeden Fall wird der Brunnenstock realisiert. Die Kosten in Höhe von 580 Mark " übernimmt Fabrikant Buchsteiner, der schon während der ganzen Bauzeit immer wieder helfend eingesprungen war"

Später bestimmt der Oberamtsvorstand, dass "im Krankenhaus künftig neben anderen Mineralwässern auch das der Heilquelle Gingen geführt werden muss." . "Wirksam gegen Darmträgheit und Fettleibigkeit"

Informationen aus "Augenblicke aus der Gingener Geschichte", Herausgegeben von der Gemeinde Gingen 1992;  Bild 3 aus dem Fundus von Frau  Eberhardt.

Blick zurück

B L I C K    Z U R Ü C K   (116)

Auch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts galt das Interesse in der Gemeinde dem Fremdenverkehr. Frau Weinthaler warb mit Handzetteln für ihr "Sommerhaus zum Hohenstein"  "in nächster Nähe des Bahnhofs und des Waldes"
Das "Nachtbuch" berichtet von Gästen, aus der näheren Umgebung, aus Ulm und Stuttgart, aus dem Bodenseegebiet , aus Dresden und Berlin, aus Österreich und England. Die damals noch üblichen Berufsangaben lauteten: Musikant, Schultheiß, Kaufmann, Rechtsanwalt, Fabrikant, Gipsersmeisterehefrau, Fräulein, Privatier. 
 

Auf Veranlassung von Frau Weinthaler kam der Wünschelrutengänger Häfner aus Kirchberg an der Jagst nach Gingen, um die Vermutungen zu überprüfen, nach denen in der Nähe des Bahnhofs Schwefelwasser zu finden sei. 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

B L I C K    Z U R Ü C K   (115)

MENSCHEN VI


Als Beispiel für die ausgeprägte Jahrgangs-Kultur in unserer Gemeinde wollen wir heute den Jahrgang 1912 etwas "verfolgen":

Das erste Bild entstand bei der 20er - Feier

Feier 1952 - der Jahrgang "wird gescheit"

Das halbe Jahrhundert ist erreicht.


Bilder - zur Verfügung gestellt von Frau Traudl Friedl

 

B L I C K    Z U R Ü C K  (114)

MENSCHEN V

Die Zusammengehörigkeit in den Jahrgängen hat in Gingen eine lange Tradition. Noch nach dem 2. Weltkrieg war es üblich, dass die Schulkameraden zur Hochzeit eingeladen wurden. Formulierung im "Blättle" - "Es ist Ehrensache der Einladung zu folgen." 
 
Den Jahrgang  1913/14 können wir mit drei Bildern verfolgen.

Welches "Jubiläum" hier gefeiert wrde, kann nicht mit letzter Sicherheit angegeben werden . Ist es die 20er- oder 30er Feier ? Manche auf dem Bild werden sich sicher noch erinnern und die Jahreszahl genau feststellen.

Lustig ist es offensichtlich beim halben Jahrhundert zugegangen.

Eindeutig ist die Terminierung der 70er Feier 1983. Mit dabei (2.v.rechts) Pfarrer Weiß und Gattin.

Die Bild - Reihe stammt aus dem Fundus von Frau Eberhardt. Aus dem wir auch in den folgenden Wochen bebildert berichten dürfen. Herzlichen Dank!

 

Blick zurück (113) – Berichtigung

Blaues Kreuz – Schreiben von Herrn R. Bohnacker

Zunächst danke für die Veröffentlichung der beiden Bilder. Uns als „Blaues Kreuz“, die wir Menschen in Alkoholabhängigkeit helfen wollen, ist sehr daran gelegen, das Wort „Weinfest“ näher zu definieren. Es handelte sich dabei natürlich nicht um ein Weinfest mit feucht fröhlicher Runde, sondern um ein Traubenfest, das in den 30iger Jahren gefeiert wurde. Bei diesem Traubenfest wollte man zeigen, dass man Weintrauben auch als Frucht bzw. Fruchtsaft (Traubensaft) genießen kann.

B L I C K    Z U R Ü C K (113)

M E N S C H E N (IV)


Hilfe für Menschen ist dem Blauen Kreuz ein ganz wichtiges Anliegen.
Der Ortsverein wurde 1923 gegründet. Mit viel ehrenamtlichen Engagement konnte auf dem Gelände von Zimmermann Wilhelm Hofmann schon bald eine "eigene Unterkunft" ihrer Bestimmung übergeben werden.


 
Aus dem Jahr 1933 stammt die Aufnahme vor dem Gemeindesaal in der Schillerstraße, anlässlich des  damals schon traditionellen Jahresfestes. Am rechten Bild- und Gebäuderand sind die Äste eines Weinstocks zu erkennen, der symbolisch Motivation für das uneigennützige Wirken der Gemeinschaft und  Ausgangspunkt für das jährliche Weinfest war.

 


Zeigt einen Blick in das Innere des Gebäudes; im Hintergrund Schwester Minna Fragner.

Bilder und Informationen Fam. Bohnacker /K.Wimmer).

B L I C K    Z U R Ü C K   (112)

MENSCHEN III


Heute setzen wir unsere Reihe mit zwei Bildern aus den 30er Jahren fort, die Menschen zeigen, aber auch einen Blick in die örtlichen Begebenheiten erlauben:


Familienausflug zum Marren (auf dem Bild die "verlängerte" Donzdorfer Straße, kurz vor dem Beginn des Waldes).

Nach dem (Hochzeits-)? Gottesdienst in der Johanneskirche.  - Die Festgesellschaft und neugierige Zuschauer auf dem Kirchplatz. Interessant: Die Kleidung der Zuschauer und... es muss ein "hohes" Fest gewesen sein - die Herren alle mit Zylinder.

B L I C K    Z U R Ü C K    (110)


In den nächsten Wochen werden MENSCHEN im Mittelpunkt unserer Reihe stehen.

Wir beginnen mit der 50er -Feier des Jahrgangs 1910 im Oktober 1960 im Filsecksaal - Für viele ein, für die Jahrgängler das gesellschaftliche Ereignis des Jahres.

 


Mit dabei - auch - das Ehepaar Neufischer, das sich (als langjähriger Vorsitzender und als "Betreuerin" im Schützenhaus) über Jahre hinweg für die Zimmerstutzengesellschaft engagierte.

 



Liebe Leserin, lieber Leser - wollen Sie nicht auch einmal in Ihren Unterlagen kruschteln - vielleicht sind ein paar Bilder darunter, die sich für eine Veröffentlichung in unserer Reihe eignen. Dankbare "Abnehmer" finden Sie im Rathaus (Frau Hölscher) oder im Birkenweg 11 (Hans Wimmer). Interessant sind Angaben zu den "handelnden" Personen sowie Jahreszahlen.

 

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