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 Heimatbrief 2002

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Heimatbrief 2002

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wurde der Heimatbrief 2002 an
unsere auswärtigen Mitbürger versandt.

Der Heimatbrief liegt für Interessierte Mitbürger im Rathaus, Zimmer 09, aus.

 

- Auszüge aus dem Heimatbrief 2002 -

 

Dezember 2001

ADVENTSMARKT UMS UND IM RATHAUS

Guter Zuspruch und weihnachtliches Flair beim Markt mit 12 Buden; der Nikolaus kommt in Rössles-Wirts Kutsche; 16 Aussteller zeigen im Rathaus-Foyer ihre Hobbys (und mehr); Besinnliche Stunde mit musikalischen Beiträgen von den Chören des Liederkranzes, Instrumentalgruppen des Musikvereins und des Albvereins.

BRAND IM ALBRECHTSHOF

Trotz eines Großeinsatzes von Feuerwehr und Polizei brennen die Stallungen und ein Anbau des Albrechtshofes in der Haldengasse bis auf die Grundmauern nieder. Der nächtliche Feuerschein ist bis nach Kuchen und Süssen zu sehen.

Die Feuerwehren aus Gingen, Salach, Süßen, Uhingen und Geislingen konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus verhindern. 22 Milchkühe und 20 Jungrinder und Kälber wurden gerettet und in anderen Ställen untergebracht. Als möglicher Brandstifter wird ein 35jähriger Obdachloser ermittelt. Der Schaden wird auf 300.000 DM (ca. 150.000 €) geschätzt.

WEIHNACHTSLIEDERBLASEN

durch verschiedene Gruppen des Musikvereins am Heiligen Abend; bei der Jahresfeier des Vereins wird Rainer Wiedemann für 50 Jahre (!) aktive Blasmusik geehrt.

SEIT 20 JAHREN:

Wieder einmal weiße Weihnachten.

BAUBESCHLUSS FÜR DAS LEHRSCHWIMMBECKEN

Mit erwarteten Kosten in Höhe von 1,1 Mio. € fasst der Gemeinderat den Beschluss, das Lehrschwimmbecken der Schule zu sanieren. Die Maßnahme kommt aber einem Neubau gleich. Der Baubeginn wird auf das Ende des Schuljahres 2001/2002 gelegt. Nach den Sommerferien 2003 werden die Schüler wieder Schwimmunterricht auf ihrem Stundenplan haben.

GEMEINSCHAFTSKONZERT DER KIRCHENCHÖRE

Erstmals veranstalten der evangelische Kirchenchor Gingen und der katholische Kirchenchor Kuchen-Gingen ein Gemeinschaftskonzert. Die St. Barbara-Kirche ist der würdige Rahmen für Werke von Bach, Mendelsohn, Vivaldi und Corelli. Gesangssolisten und das Streicherensemble des Ansbacher Kammerorchesters übernehmen wichtige Teile des Programms.

EIFRIGE BLUTSPENDER

Reinhold Schauer wird für seine 75. Spende geehrt.

NEUE ORTSMITTE EINGEWEIHT

Ein Meilenstein in der Wertentwicklung des Ortes konnte Anfang Dezember unter großer Anteilnahme der Bevölkerung vollzogen werden:

Mit der Einweihung des neuen Wohn- und Geschäftshauses Bahnhofstraße 8 (hier stand ehemals das E-Werk Bischoff) wurde eine neue und lebendige Ortsmitte geschaffen. Ganz entscheidend dazu beigetragen hat, dass es der Gemeinde gelungen ist, neue Ladengeschäfte anzusiedeln und so dem Ladensterben entgegenzuwirken.

Durch die neuen Geschäfte (Schreibwaren, Post, Obst- und Gemüse, Bäckerei, Metzgerei, Getränkemarkt) wurde die Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs für alle Einwohner nachhaltig verbessert.

FLIEGERGRUPPE WIRD 50

Mit einem rauschenden Fest feiert die Fliegergruppe ihr 50jähriges Bestehen. Dabei wird in die Vereinsgeschichte geblickt und verdiente Vereinsmitglieder geehrt.

VIEL GELD FÜRS ALTE FACHWERK

7401,62 DM beträgt der Überschuss des Schnapperfestes. Der Betrag ist Spende der Vereine für die Freilegung des Fachwerks am evangelischen Pfarrhaus.

Januar 2002

EINWEIHUNG DES ERWEITERUNGS-BAUS BEIM GEMEINDEKINDER-GARTEN "SONNENSCHEIN"

Mit einem bunten Programm wird die Einweihung des Kindergartenanbaus in der Hauffstraße gefeiert. Mit einem Aufwand von 1,6 Mio. Euro wurden genügend Räume geschaffen, so dass künftig bis zu 100 Kinder viel Platz haben um sich in den freundlichen Innenräumen oder den Außenanlagen zu tummeln. Die Gemeinde hat nun die Möglichkeit zeitnah und bedarfsgerecht auf gesellschaftliche Entwicklungen zu reagieren: Flexible Öffnungszeiten sind verwirklicht; ein Ganztageskindergarten angedacht.

Überschrift in der GZ: "Gingen investiert in seine Zukunft". Das Raumprogramm umfasst zwei Gruppenräume, einen Ruheraum, eine funktionale Küche, Sanitärräume, einen Mehrzweck- und Gymnastikraum sowie die notwendigen Nebenräume.

LETZTE BANER KERWEH IN DER HOHENSTEINHALLE

Seit 1979 feierten die Landsleute aus Popovac ihre Kirchweih. Das Interesse an der einstigen Großveranstaltung hat merklich nachgelassen; die Organisatoren sind älter geworden. Deshalb war die Veranstaltung am 12. Januar wohl die letzte einer erfolgreichen Reihe.

ZEBRASTREIFEN FÜR KINDERGARTEN

Als "nachträgliches Weihnachtsgeschenk" wird die Genehmigung für die Anlage eines Zebrastreifens vor dem evangelischen Kindergarten gewertet. Der Bauhof setzt den Beschluss um. "Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Kinder!"

Februar 2002

ÜBERFALL AUF DIE TANKSTELLE HEINZMANN

Die Ende Januar erfolgte Straftat, die überregionales Aufsehen erregte, wird geklärt. Zwei Männer und zwei Frauen aus einer Nachbargemeinde gestehen, den Überfall ausgeführt zu haben. Als Tatwaffe diente ein Gasrevolver. Nach der Tat fuhren die vier nach Göppingen, um mit den erbeuteten 780 € Heroin zu kaufen.

Nach dem Haupttäter wurde mit einem Foto aus der Überwachungskamera und einem Phantombild gefahndet.

BÜRGEREMPFANG DER GEMEINDE

Die Geislinger Zeitung schreibt: "250 Gingener widerstanden den Verlockungen des schönen Wetters, – Interesse an Gemeinde war größer – Fragen galten Baugebiet, zusätzlicher Buslinie und weiterem Zebrastreifen".

BM Schober ehrt auch Mitglieder der Fliegergruppe, die bei nationalen und internationalen Wettkämpfen Gingen durch herausragende Leistungen bekannt gemacht haben: Andreas Nagel, Tobias Eberhardt, Tobias Schmohl, Joachen Kreidenweiss, Alexander Wiethüchter, Roland Brucker, Andrea Kreidenweiss.

DROGENHÄNDLER AUS GINGEN VOR DEM LANDGERICHT IN ULM

Dabei wird der Kronzeuge – aus Angst vor der Rache der Drogen-Bosse – von Beamten des Spezialeinsatzkommandos begleitet. 1,2 kg Kokain waren aus Holland geholt worden.

KANDIDATENVORSTELLUNG ZUR BÜRGERMEISTERWAHL

BM Schober gibt als einziger Bewerber eine anerkennenswerte Erfolgsbilanz "Gemeinde seit 1991 ohne Schulden".

EINSETZUNG PFARRER KRAUTER

Nach einer unerwartet langen "pfarrerlosen" Zeit wird der Nachfolger von Pfarrer Stumpf in Anwesenheit von Synodalpräsident Neugart und Dekanin Hühn in sein (neues) Amt eingesetzt.

Pfarrer Krauter war von 1987 – 1989 Vikar in einer kleinen Gemeinde in Hohenlohe, danach wirkte er in Baiersbronn und in den drei Schwarzwaldgemeinden Glatten, Neuneck und Böffingen. "Ich freue mich auf eine interessante Aufgabe, die auch von Engagement und Eigeninitiative vieler getragen wird."

Da an diesem Sonntag auch Bürgermeisterwahl ist, wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde Pfarrer und Bürgermeister am selben Tag bestimmt.

BÜRGERMEISTERWAHL

Bei einer Wahlbeteiligung von 44% und regnerischem Wetter wird Bürgermeister Schober mit 94% der abgegebenen Stimmen für seine 3. Amtsperiode wiedergewählt. Der Geislinger Zeitung sagt der alte und neue Rathauschef: "Als Bürgermeister muss man Motor der Gemeinde sein!" Zu bewältigen waren in den letzten Jahren u.a. die Schaffung neuer Gewerbegebiete, die Erschließung des Baugebiets Barbaragarten, der Bau des Kindergartens und von Altenwohnungen, die Sanierung der Hohensteinhalle, die Renovierung der Filsbrücke, eine Ortsmitte ...

Zu lösen in den kommenden Jahren sind die Sanierung (=Neubau) des Lehrschwimmbeckens, der Umbau von Lehrerzimmer und Rektorat, eine Schaffung von Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, der Neubau der B 10 mit einem Ortsentwicklungskonzept für die Gemeinde.

INNOVATIONSPREIS FÜR SCHMID-BAUKUNSTSTOFFE

Die Firma begeistert die Jury mit einem neuartigen Fenster-Anschlusssystem aus zwei aufeinander abgestimmten Dichtungsbändern zur Abdichtung von Fugen.

März 2002

KREISPUTZETE

Unter starker Beteiligung von Vereinen und Schule werden Ort und Gemarkung einer gründlichen Säuberung unterzogen.

WEIDENGANG

Eltern und Betreuerinnen des Kindergartens St. Barbara errichten aus Weidenruten ein Tipi mit Kriechtunnel, der sich im Sommer zu einem bevorzugten Spielplatz für die Kinder entwickelt.

KIRCHENKONZERT

Bläserquartett, Saxophonensemble und die Aktiven-Kapelle des Musikvereins gestalten ein sehr gut besuchtes Konzert in der Johanneskirche.

B-JUGEND MACHT TITEL PERFEKT

Mit einem 27:20-Sieg über den TSV Blaustein sichern sich die Nachwuchs-Handballer den Meistertitel der Landesliga.

ANTENNENPLÄNE

Mobilfunkantennen werden in vielen Gemeinden sehr kritisch begleitet. Diskussionen gibt es über die Absicht von Viag Interkom, eine UMTS-Antenne in Gingen zu errichten. Eine Expertengruppe der Lokalen Agenda soll geeignete Standorte benennen.

Ein Teil dieser Gruppe hat sich mittlerweile aber schon wieder von dieser Arbeit zurückgezogen.

April 2002

THEATERAUFFÜHRUNG

Die Volkshochschule hat das Tourneetheater Waiblingen für den ersten Gingener Theaterabend in der Hohensteinhalle engagiert. Erfreulich viele Besucher erleben eine amüsante Veranstaltung unter dem Titel "Außer Kontrolle".

FAMILIENABEND DES ALBVEREINS

Unter dem Motto "Tänze aus den Euroländern" bieten die Aktiven des Vereins ein abwechslungsreiches Programm.

9 Mitglieder werden für 50jährige Vereinstreue geehrt.

WANDERUNG DES SWR

350 Wanderer beteiligen sich an der Frühjahrswanderung des Süd-West-Rundfunks. Unter Führung von Michael Branik starten sie in Salach und erreichen über Wasserberg und Burren die Hohensteinhalle zu einer einstündigen Live-Sendung.

Die GZ schreibt: "Tolle Stimmung in der Hohensteinhalle". Mit dabei Ulrich Rauchfuß, der Präsident des Schwäbischen Albvereins. Hansjörg Schönherr Präsident des Landesvermessungsamtes präsentiert eine CD Rom mit 281 Wander- und Wegekarten.

AMTSEINSETZUNG VON BÜRGERMEISTER SCHOBER

"Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit mit Ihnen in den nächsten Jahren ebenso erfolgreich wird, wie sie in der Vergangenheit war", sagte Klaus Wimmer, der stellvertretende Bürgermeister. Zum Start der 3. Amtsperiode gab es Glückwünsche, "einen guten Tropfen" und ein Buch über das Land Baden-Württemberg.

"SCHRANKE GEGEN DRECKSPATZEN"

Weil Auswärtige den Gingener Kompostplatz als Müllhalde missbrauchen, bleibt die Schranke zum Platz künftig außerhalb der Öffnungszeiten geschlossen. Den Gemeinderäten fällt es nicht leicht, die Benutzungsordnung mit genau festgeschriebenen Öffnungszeiten zuzustimmen: "Unschuldige werden bestraft."

Mai 2002

MAIBAUMSTELLEN

Nur mit der Muskelkraft von 16 Männern und "Schwalben" errichtet der Albverein vor dem Rathaus den Maibaum und sorgt mit musikalischen und tänzerischen Beiträgen für Unterhaltung.

KONZERT DES MUSIKVEREINS

Auf dem Platz vor der Johanneskirche unterhalten die Jugend- und die Aktivenkapelle des Musikvereins viele Zuhörer und bieten ein abwechslungsreiches, von verschiedenen Musikstilen geprägtes Programm. Viel Beifall für ein rundum gelungenes Maikonzert.

FISCHERHOCK

Einen festen Platz im Jahresprogramm hat sich der Hock des Fischervereins erobert. Gäste aus der Gemeinde und der Umgebung (vor allem Radfahrer) treffen sich bei Fischgerichten auf dem Parkplatz vor der Hohensteinhalle.

GESTALTUNG DER ORTSEINGÄNGE

Zum Jahresprogramm der Landfrauen gehört die Gestaltung der Ortseingänge an der B10.

225 € PRO QUADRATMETER

müssen Käufer – nach dem Beschluss des Gemeinderates – anlegen, die einen Platz im Baugebiet Barbaragarten von der Gemeinde kaufen.

ZWEI WOCHEN USA-URLAUB

ist der Lohn für Andreas Nagel und seinen Gewinn des "Baron Hilten Soaring Cup". Das Mitglied der Fliegergruppe Gingen flog 722 km in einem Dreieck, dessen Eckpunkte Oppingen, Cham und Suhl waren.

SCHLAGLOCHSLALOM HAT EIN ENDE

Die untere Brunnenstraße erhält einen neuen Belag – allerdings nur als "Notbehelf" bis zum endgültigen Ausbau.

Juni 2002

GINGEN IN "ÄKTSCHEN"

Bei herrlichem Sonnenschein veranstalten Handel und Gewerbe einen verkaufsoffenen Sonntag. Ohne Flohmarkt aber mit einer Handwerkerschau wird vielen Besuchern aus Gingen und seiner Umgebung vieles geboten.

VEREINSSCHIESSEN

Die Zimmerstutzengesellschaft lädt zum traditionellen Vereinsschießen ein. An der 23. Auflage des Wettkampf beteiligen sich 18 Herren- und 13 Damenmannschaften.

Die Sieger: Damen Marie-Luise Lenz; Herren Reiner Koch; Mannschaften: Oldtimerfreundinnen und Musikverein.

PROBLEME MIT DEM NEUEN KINDERSPIELPLATZ

In der GZ steht: "Kleine trauen sich kaum noch hin – Eine Gruppe Jugendlicher verärgert die Eltern. Mit Verbotstafeln will die Gemeinde die Teenager jetzt von den Spielplätzen fernhalten, damit die Kleinen wieder ungestört spielen können. Für die Jugendlichen soll bald ein Sozialarbeiter kommen."

EINWEIHUNG DER SENIORENWOHNANLAGE

Der 1. Spatenstich erfolgte am 15. Januar 2001; die offizielle Einweihung ist Teil des "Äktschen"-Tages. Das Haus ist neue "Heimat" für die Bewohner der 12 Senioren-Wohnungen. Die Läden im Erdgeschoss sind ein wirkungsvoller Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur. Die Betreuung der Bewohner hat das Rote Kreuz zusammen mit dem Krankenpflegeverein übernommen.

SCHULFEST

Die Grund- und Hauptschule feiert mit Hock, Musik und Bastelangeboten. Obwohl der Bauhof mehr Bierbänke und Sonnenschirme im Schulhof aufgestellt hat als je zuvor, müssen viele Gäste ihre Festwurst im Stehen essen. Die GZ schreibt: "Es sind einfach sehr viele Eltern, Lehrer und Schüler bereit, sich für die Schule zu engagieren. Da kann man natürlich einiges auf die Beine stellen."

RATHAUSHOCK

Der Musikverein Hohenstaufen, die Highstone-Dixie-Band, die Musikkapelle Schelklingen und – natürlich – Jugend- und Aktivenkapelle des Musikvereins sorgen an 2 Tagen für Unterhaltung beim Musiker-Hock rund ums Rathaus. Das vorsorglich aufgestellte Zelt wurde nur als Schattenspender gebraucht.

GAUKINDERTREFFEN

Fast 1100 Kinder treten zu Kinderturn-Cup Spielparcours und Wettkämpfen an. Dank der ausgezeichneten Organisation durch Turngau und Turnerbund konnte alles pünktlich abgewickelt werden. Ergebnis: Zufriedene Teilnehmer, gut unterhaltene Besucher, viel Lob für den Turnerbund.

KINDERFEST

Farbenprächtiger und ideenreicher Umzug mit über 600 Teilnehmern unter dem Motto "Unser Land feiert Geburtstag – wir feiern mit!"

Die Geislinger Zeitung titelt: "In Gingen waren am Samstag die Löwen los." Und weiter: "Rund 20 Gruppen marschierten durch die Straßen von Gingen und trugen dazu bei, dass die Schnappergemeinde einmal mehr den Umlandgemeinden in Sachen Originalität und Abwechslungsreichtum den Rang abgelaufen hat."

Im Rahmen der "Musik zum Fest" – gestaltet von Liederkranz, Albverein und Musikverein – erhält Hans Maier vom Obst- und Gartenbauverein die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg. Sie ist Anerkennung für 15 Jahre Vereinsvorsitz, Umsetzung des Streuobstprogrammes, viele Schnittunterweisungen und Ausgestaltung des Obstlehrpfades.

DR. GROSSMANN WIRD 90

Aus der Geislinger Zeitung vom 29.06.: "In der Nachkriegs-zeit war er in Gingen und Kuchen bekannt wie ein bunter Hund – als Hausarzt begleitete Dr. Großmann seine Patienten "von der Geburt bis zum Tod". Nach Gingen kam er eher zufällig: "Ich bin auf dem Heimweg nach Stuttgart hier hängen geblieben." Zunächst hatte er das Vertrauen der Menschen in einem fremden Ort zu gewinnen. Dass ihm dies in einem besonderen Maße gelungen ist, beweist die Anerkennung, die der Jubilar auch heute noch genießt.

FLUGPLATZFEST

Ein Gottesdienst "im Grünen" bildet den Auftakt zu dem Fest der Fliegergruppe Gingen auf dem Fluggelände in Oppingen. Der Gruppe gehören 60 aktive und 40 passive Mitglieder an. Sieben Segelflugzeuge vom Oldtimer bis zum modernen Leistungsdoppelsitzer, ein Motorsegler und zwei Motorflugzeuge für Reise und Schleppen bilden den Flugzeugpark. Regelmäßige theoretische und praktische Schulungen führen bis zum Erwerb des Luftfahrerscheins. Der Leistungsflug mit Teilnahme an Wettbewerben ist von großer Bedeutung. Aber auch die Werkstattarbeit kommt nicht zu kurz.

TÜRKISCHE MÜTTER DRÜCKEN DIE SCHULBANK

Der vom Förderverein der Grund- und Hauptschule initiierte und mit Unterstützung der Arbeiterwohlfahrt durchgeführte Kurs zieht Bilanz: "Der Kurs, an dem über ein Jahr lang 13 türkische Frauen teilnahmen, baute Sprachbarrieren ab und stärkte das Selbstwertgefühl der Teilnehmerinnen."

BERUFSFINDUNGSMESSE IN DER HOHENSTEINHALLE

Schüler aus Geislingen, Kuchen, Gingen, Süßen und Donzdorf erhalten Gelegenheit, Informationen zu ihren Wunschberufen zu sammeln. Mit Videoclips, praktischen Beispielen, Fotowänden und Informationsbroschüren geben Fachleute aus unterschiedlichen Berufen Einblicke in ihren Arbeitsalltag. "Ein gutes, erfolgreiches Konzept" stellt Kreishandwerksmeister Wolfgang Friedrich fest.

JULI 2002

"RUND UM DIE JOHANNESKIRCHE"

findet das traditionelle Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde statt. Viele Besucher erleben einen unterhaltsamen und lehrreichen Nachmittag: Ein Glockensachverständiger des Oberkirchenrates erläutert die einzelnen Glocken und die verschiedenen Geläute.

LIEDERKRANZ IN DER RHÖN

Der Jahresausflug führt die Sängerinnen und Sänger mit ihrem "Anhang" 2 Tage in die Rhön. Kultur- und Natur wird entdeckt.

"FÜHRUNGSWECHSEL" BEI DER KATHOLISCHEN KIRCHENGEMEINDE

Nach 15 Jahren erfolgreicher seelsorgerischer Arbeit in Kuchen und Gingen wechselt Pfarrer und Dekan Jürgen Mühlbacher als Seelsorger an die Klinik am Eichert. Allgemeine Feststellung: Er hat Spuren hinterlassen. Jürgen Mühlbacher: "Mein Abschied ist keine Flucht. Nach 39 Jahren Gemeindedienst fühle ich mich fit, um Seelsorgearbeit auf eine andere Art zu wagen."

Nachfolger wird Dietmar Hermann aus Süßen, der Jürgen Mühlbacher auch im Amt des Dekans folgt.

WEITERE FUSSGÄNGERAMPEL

Bei der Verkehrsschau wird die Einrichtung einer Druck-Knopf-Ampel in der Höhe des "Reichsadlers" ins Auge gefasst. Sie soll über eine Kontaktschleife mit der Großen Gasse verbunden werden, damit dem dort wartenden Verkehr das Einfädeln in die B10 erleichtert werden kann.

JUGENDSOZIALARBEITER FÜR KUCHEN UND GINGEN

René Schamarek wird sich zukünftig um die Gingener Jugend kümmern und vor allem das Jugendhaus betreuen.

TÜFTLER WIRD BELOHNT

Jörg Tesmer freut sich: Die von ihm entwickelte wasserdichte Haustür wird patentiert und ist damit 25 Jahre geschützt. Spezialzargen verbinden die Tür wasserdicht mit dem Mauerwerk.

PIA RATHGEB IST DIE BESTE IM LAND

Bei den württembergischen Mehrkampfmeisterschaften in Villingen-Schwenningen holt sich die C-Jugendliche die Landesmeisterschaft für sich und den Turnerbund.

KLAUS WIMMER VERABSCHIEDET

Nach fast 30jähriger Zugehörigkeit zum Gemeinderat wird Klaus Wimmer, über lange Jahre auch stellvertretender Bürgermeister, offiziell verabschiedet. Bürgermeister Schober: "Allein schon an den Wahlergebnissen kann man erkennen, dass Sie im Rathaus viel geleistet haben! Mit einer Rede kann man Ihrem Engagement nicht gerecht werden."

Für Klaus Wimmer rückt Heidi Alex in den Gemeinderat nach.

August 2002

WIESENHOCK DES OBST- UND GARTENBAUVEREINS

Der Hock bei der Halle der Reitergruppe bildet den Auftakt zur Ferienzeit. Das Beste aus Küche und Keller, aufmerksam serviert, macht den Aufenthalt zu einem Ereignis.

ALTBÜRGERMEISTER HEINZ NAGEL WIRD 80

"Zum Blühen gebracht" lautet die Überschrift zur Laudatio, die die Geislinger Zeitung zum 80. Geburtstag von Altbürgermeister Heinz Nagel veröffentlicht. Heinz Nagel kam im Alter von 32 Jahren am 01. Mai 1954 nach Gingen. Die GZ weiter: "Als der gebürtige Göppinger 32 Jahre später als dienstältester Bürgermeister des Kreises in den Ruhestand verabschiedet wurde, bescheinigte ihm Landrat Weber, Gingen zu einer blühenden Gemeinde gemacht zu haben." In Anerkennung seiner Verdienste um die Allgemeinheit erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

PROMILLEFAHRER

wird auf der B 10 schwer verletzt; Hubschrauber mit Nachtsichtkamera sucht nach Beteiligten.

LEHRSCHWIMMBECKEN

Die Bauarbeiten beginnen; die Kosten steigen um 86.000 €.

WALDFEST DES LIEDERKRANZES

Gutes Wetter und eine gute Organisation lassen das Fest am Sängerheim zu dem gewünschten Erfolg werden. Erfreulich viele Besucher genießen Speise und Trank und die herrliche Aussicht auf Gingen und das Filstal.

JAHRHUNDERTFLUT

Das letzte Augustwochenende wird vielen Einwohnern noch lange in Erinnerung bleiben; allerdings wohl in wenig guter, denn am 31. August 2002 wurde Gingen von einem verheerenden Unwetter heimgesucht. Unaufhörlich gingen ab dem späten Nachmittag massive Regenfälle auf Gingen und Teile des östlichen Landkreises nieder. Gingen war dabei die am meisten vom Unwetter betroffene Gemeinde im Landkreis Göppingen.

Sorgenvoll blickte mancher Gingener an jenem Samstagnachmittag zum Himmel. "Wie vor 27 Jahren", berichtete Bauhofleiter Wilhelm Preßmar, "haben sich dicke und dunkle Regen- und Gewitterwolken von Westen kommend an den Bergen rund um Gingen wie in einem Talkessel gesammelt und ihre gesamte Wasserlast über der Gemarkung Gingen abgeladen." Auch berichteten viele, die die Unwetter und Überschwemmungen vor 27 Jahren erlebt haben, dass das diesjährige Unwetter noch schwerwiegender war.

So gingen an einem halben Tag 105 Liter Regen pro Quadratmeter in Gingen nieder. Die Stände der Fils am Pegel Süßen an jenem Samstag verdeutlichen dies anschaulich mit folgenden Werten:

15.00 Uhr 0,81 m; 17.00 Uhr 1,04 m; 18.00 Uhr 1,64 m; 19.00 Uhr 3,24 m; 20.00 Uhr 3,18 m;
20.30 Uhr 3,80 m.

Ein 20jähriges Hochwasser liegt für die Fils bei einem Pegelstand von 3,59 m, ein 50jähriges bei 3,91 m. Bei den Hochwassern im April 1994 stieg der Filspegel auf 3,85 m, im August 1984 auf 4,18 m.

Die Fils war allerdings nicht das Gewässer, welches in Gingen am 31. August so schlimme Auswirkungen verursachte. Die Fils blieb im wesentlichen in ihrem Bett; lediglich unterhalb der Brückenstraße überschwemmte sie die Gartenländchen in den "Grasteilen", einem sogenannten förmlich ausgewiesenen Überschwemmungsgebiet.

Dagegen brachten der Barbarabach und ansonsten kleine Rinnsale aus dem Hohenstein (wie z.B. der schmale Gassenbach) ungeahnte Wassermengen und damit das Hochwasser nach Gingen.

So schoss der Barbarabach auf einer Breite von ca. 15 m und einer Höhe von ca. 1,50 m

über den Brandweg und die Grünenberger Straße auf das Ortszentrum zu.

Innerhalb weniger Minuten hieß es buchstäblich "Land unter". Am Anwesen von Walter Frey in der Grünenberger Straße ist heute am Wandverputz der "Pegelstand" des Barbarabaches zu sehen.

Ab 17.50 Uhr gingen bei der Feuerwehr und der Polizei hunderte Notrufe ein.

Die B 10 war zwischen Kuchen und Süßen an mehreren Stellen hoch überflutet und wurde bis gegen 22.00 Uhr gesperrt.

Am Abend drohten die Wassermassen in Gingen sogar den Bahndamm zu unterspülen. Der Zugverkehr zwischen Stuttgart und Ulm war unterbrochen.

In Gingen herrschte für Stunden regelrecht der Ausnahmezustand. In weiten Teilen des Ortes war die Stromversorgung unterbrochen, ebenso wenig funktionierte das Telefonnetz.

Braune Wasserwalzen bahnten sich mit Urgewalt ihren Weg mitten durch das Gingener Ortszentrum und durch Wohngebiete östlich der Bahnhofstraße. Die Flutwellen schwappten an Häusern hoch, brachen sich an Wänden.

Den ganzen Abend und die ganze Nacht über bis Sonntagmorgen um 5.00 Uhr waren die Gingener Feuerwehr unterstützt von der Uhinger Wehr und dem Technischen Hilfswerk sowie der Gemeindebauhof im Einsatz.

Unzählige überflutete Keller mussten leergepumpt, Personen aus ihren Wohnungen evakuiert und Straßen wieder befahrbar gemacht werden.

Radio- und Fernsehreporter berichteten mehrfach vor Ort über die Unwetter- und Flutkatastrophe in Gingen.

Am Tag danach, am Sonntagvormittag, zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Schäden. Bauhofleiter Wilhelm Preßmar und Bürgermeister Lothar Schober informierten Landrat Franz Weber, der sich vor Ort ein Bild verschaffte.

Auch hat ein regelrechter "Hochwassertourismus" eingesetzt. Viele Menschen von außerhalb machten sich auf den Weg nach Gingen, um sich die Verwüstungen anzuschauen. Dabei erleichterten sie die Aufräumarbeiten nicht gerade.

Im Rathaus wurde ein Sorgentelefon eingerichtet für Einwohner, die Hilfeleistungen benötigten. Die Telefone dieser Hotline standen tagelang nicht mehr still.

In ganz Gingen waren die Tage nach dem Hochwasser vom Aufräumen bestimmt.

Dabei war es immer wieder unvorstellbar, welche Schäden das Hochwasser anrichtete.

"Viele Leute waren den Tränen nahe", berichtete Bürgermeister Schober. Nicht nur Keller, auch Wohnungen sind komplett unbewohnbar. Nicht nur Mobiliar ist hin, sondern auch Böden, Heizungen, Wandvertäfelungen, Tapeten, sogar Wandverkleidungen.

Das Bekleidungshaus Fischer und Stegmaier beispielsweise war, wie viele Geschäfte im Zentrum stark vom Hochwasser betroffen, so dass am darauffolgenden Montag ein Sonderverkauf der Bettenabteilung vorgenommen werden musste.

Insgesamt verursachte das Hochwasser Schäden in Millionenhöhe in Gingen.

Bereits am Mittwoch nach dem Hochwasser traf sich der Gingener Gemeinderat zu einer Sondersitzung, um gemeinsam mit Ingenieuren zu überlegen, was nötig ist, damit Gingen nicht noch einmal eine solche Überschwemmung erlebt.

Mittlerweile liegen die ersten Gutachten und Vorschläge auf dem Tisch. Ein vorbeugender Hochwasser-schutz kommt danach die Gemeinde teuer zu stehen: viele Millionen Euro müssten dafür aufgewendet werden. Geld, das die Gemeinde nicht hat. Schon zur Bewältigung der herkömmlichen Aufgaben muss die Gemeinde erstmals seit 12 Jahren Schulden machen. Die Finanzmisere des Staates macht auch vor Gingen nicht halt.

September 2002

HEIMATTREFFEN DER UNTEREN BARANYA

Seit vielen Jahren sind die ehemaligen Bewohner aus der Unteren Baranya in Gingen "zu Hause": Ihre Heimatstube im Bahnhof lockt immer wieder Interessenten aus nah und fern in die Gemeinde. Das Heimattreffen im September gehört zu den Fixpunkten im Kalender. Auch diesmal finden Besucher aus dem Kreis Göppingen und weit darüber hinaus den Weg in die Hohensteinhalle. Bei Musik und Tanz werden viele Erinnerungen ausgetauscht. Aber: Auch sie werden älter.

OLDTIMERTREFFEN

Die Zahl der Freunde alter "Zugmaschinen" wird in Gingen und in den benachbarten Orten und Kreisen immer größer. Dementsprechend steigt die Akzeptanz des Gingener Treffens auf dem Festgelände am Schwarzen Weg. Großes Lob für die Veranstalter und ihre Helfer.

BUNDESTAGSWAHL

Wahlbeteiligung in Gingen 84,5 %

Erststimme Zweitstimme

CDU 1232 46,16% 1075 40,19%

SPD 1144 42,86% 1054 39,40%

Grüne 108 4,05% 221 8,26%

FDP 106 3,97% 197 7,36%

Direktmandat für Klaus Riegert (CDU)

ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG DER VHS

Tommy Nube mit seinem Programm "Schwobaseggale".

SUNDAY IST FUNDAY

Das Wetter passt, die Besucher strömen in Massen, Alt und Jung kommen voll auf ihre Kosten. Zur 8. Auflage des verkaufsoffenen Sonntags pilgern viele Gäste aus den umliegenden Gemeinden nach Gingen. Ein Magnet ist der große Flohmarkt. Handel und Gewerbe beweisen mit Engagement und vielen guten Ideen ihre Leistungsfähigkeit.

ROCKMUSIK IM DREIERPACK

Die Geislinger Zeitung organisiert in der Jahnhalle ein Rockkonzert für die Flutopfer von Gingen und Kuchen. 3 Bands sorgen für eine Superstimmung; 6000 € kommen für die Flutopfer zusammen.

Oktober 2002

FEUERWEHRHOCK

Dicht bevölkert ist auch heuer wieder der Hock auf dem Feuerwehrgelände am Tag der deutschen Einheit. Besonders beliebt ist das Gulasch aus der alten Militär-"Kanone". – Die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr ist sehr vielfältig geworden. Waren es früher überwiegend Brandeinsätze, so werden die Feuerwehren heute immer mehr zu technischen Hilfeleistungen gerufen. Der derzeitige Mannschaftsstand beträgt 43 Aktive, aber viele davon sind bei auswärtigen Firmen beschäftigt und tagsüber schwer erreichbar und abkömmlich. Zur Gingener Wehr gehören auch 19 Alterskameraden. 15 Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr organisiert.

SCHNAPPERBALL

Eine überdurchschnittliche Kapelle, attraktive Darbietungen und ein ansprechender äußerer Rahmen sind das Erfolgsrezept, mit dem auch der inzwischen 10. Schnapperball in der Hohensteinhalle bei den Besuchern bestens ankommt. Auch diese Gemeinschaftsveranstaltung von Gemeinde und Kultur- und Sportkreis steht unter dem Motto "Unser Land feiert – wir feiern mit". Bei Vorbereitung und Durchführung engagieren sich besonders Bauhof, Landfrauen, Musikverein, Gemeindeverwaltung. Nach dem Urteil vieler: "Eine rauschende Ballnacht!"

SCHWESTER ELISABETH VERABSCHIEDET

Nach fast genau 10 Jahren segensreicher Tätigkeit in Gingen wird Schwester Elisabeth Romes in einer eindrucksvollen, sehr persönlich gestalteten Feier in den Ruhestand verabschiedet. Schwester Elisabeth trat 1958 in das Diakonissen-Mutterhaus in Gunzenhausen ein. Dort bekam sie eine hervorragende Ausbildung in Krankenpflege, Kinder- und Jugendarbeit, Bibelauslegung, Seelsorge, Gemeindearbeit und Altenpflege. Ab dem 25.09.1992 war sie "guter Geist und Chefin" im Blau-Kreuz-Haus in der Schillerstraße. Viele in der Gemeinde haben von ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement profitiert.

Copyright © 2001 Gemeinde Gingen • Letzte Aktualisierung: 10.1.2005