Heimatbrief 2004
Liebe ehemalige Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
wir wollen den mit dem trüben
Wetter der ersten Novembertrage verbundenen Zeitvorteil nutzen
und wie in den Jahren zuvor Zahlen, Daten und
Fakten für den Heimatbrief 2004 zusammentragen.
Ganz spontan fallen uns in
zeitlicher Reihenfolge die Themen
- Sanierung des Kirchturms der
Johanneskirche
- Kommunalwahlen und
- Finanzsituation der Städte und Gemeinden
ein.
Sanierung des Kirchturms der
Johanneskirche
Anfang Dezember 2003 teilt die
evangelische Kirchengemeinde dem Bürgermeisteramt mit, "dass
der Kirchturm dringend saniert werden muss". Diese Nachricht
trifft nicht nur Pfarrer Krauter und seinen Kirchengemeinderat
"wie eine Keule", sondern löst auch bei der bürgerlichen
Gemeinde Bestürzung aus. Der Grund dafür ist einleuchtend: Nach
einem gültigen Abkommen aus dem Jahr 1890 ist sie verpflichtet,
von den geschätzten Kosten in Höhe von 550.000 5/6 = 83,3
% zu übernehmen. Wie sehr der Turm in Mitleidenschaft gezogen
ist, wird darin deutlich, dass ein provisorisches Stützgerüst
eingezogen werden muss. Die Dramatik der Schäden hat auch
deshalb für so viel Aufregung gesorgt, weil erst zu Beginn der
1980iger Jahre die Johanneskirche generalsaniert worden war. Auch
hier musste die bürgerliche Gemeinde rund 400.000 DM beisteuern.
Ab dem 4. Advent können die Glocken nicht mehr geläutet werden.
Bei evangelischen Beerdigungen werden die Glocken der
katholischen Kirchengemeinde "aktiv".
Nach einigen Diskussionen geht man
nun davon aus, im Frühjahr 2005 die Arbeiten in Angriff zu
nehmen. Sie werden nach den bisherigen Planungen ca. 5 Monate
dauern.
Nun hoffen alle Beteiligten, dass
der Kostenrahmen eingehalten werden kann. Aber weiteres "Ungemach"
hat sich bereits angekündigt ...
Kommunalwahlen 2004
Der 13. Juni ging als "der
Superwahltag" in die Geschichte des Jahres 2004 ein, weil er
mit der Europawahl verbunden
war. Bemerkenswerte 60,7 % (5. Platz unter 38 Städten und
Gemeinden) gaben dabei ihre Stimme ab und votierten
814 mal (= 44,7%) für die CDU
447 mal (= 24,6 %) für die SPD,
162 mal (= 9,0 %) für die Grünen,
124 mal (= 6,8 %) für die FDP,
80 mal (= 4,4 %) für die REP,
PDS und ÖDP kamen auf 16 bzw. 15
Stimmen.
Für die Regionalwahl
ergab sich folgende Stimmenverteilung:
CDU 770 Stimmen
SPD 442Stimmen
Freie Wähler 192 Stimmen
Grüne 133 Stimmen
FDP 125 Stimmen
REP 104 Stimmen
ÖDP 37 Stimmen.
Um einen Sitz im Kreistag
bewarben sich aus Gingen für die
CDU Marc Stadelmayer und
Hans Wimmer,
SPD Barbara Hewelt und Günther Meyer
FW ---
FDP Erika Preßmar und Klaus Glocker
Grünen Oliver Stuber,
die alle recht respektable
Ergebnisse erzielten. Hans Wimmer gelang zum 4. Mail der Sprung
ins Kreisparlament. Er erzielte dabei mit 3325 Stimmen das beste
Wahlergebnis aller Kandidaten im Wahlkreis Süßen.
"Es ist ungeheuer schwer,
Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen
zu gewinnen", so lautete die allgemeine Einschätzung bei
den Verantwortlichen von UWG/FW, SPD und CDU/FWV. Für ihr
Engagement und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger sich
in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen spricht, dass die
Geislinger Zeitung am 10. März 2004 berichten konnte "Die
UWG/FW-Liste steht", am 06. April 2004 folgte die SPD, am 17.
April die CDU/FWV. In dieser Reihenfolge bewarben sich für die
UWG/FW
Karin Albrecht (1964)
Hermann Blum (1962)
Marco Donabauer (1971)
Andrea Groeneveld (1962)
Gerhard Grundheber (1943)
Christian Hofmann (1968)
Helmut Leonhardt (1958)
Rudolf Pflanz (1950)
Hans-Jürgen Schramm (1956)
Manuela Schurr (1958)
Gudrun Soukup (1950)
André Steck (1969)
Maria-Luise Wiedemann (1956)
Gerhard Wüstling (1943)
SPD
Heidi Alex (1946)
Klaus Karl Binder (1965)
Angelika Bitsch (1969)
Werner Borowski (1956)
Jochen Erlebach (1965)
Hagen Gunzenhauser (1973)
Barbara Hewelt (1959)
Ursula Maria Köberl (1957)
Helmut Albert Maßfelder (1944)
Ludwig Erich Mayer (1956)
Günther Meyer (1956)
Gerhard Alfred Nothdurft (1937)
Seher Pozan (1962)
Helmut Ludwig Preusker (1959)
CDU/FWV
Thomas Böhm (1961)
Gertrud Bosch (1950)
Gerd Bückle (1962)
Friedrich Frey (1939)
Cordula Genter (1963)
Arne Gigling (1969)
Paul Gürtler (1956)
Roland Knödlseder (1961)
Dr. med. dent Gerd Müller (1966)
Wilhelm Preßmar (1944)
Kristina Stadelmayer (1975)
Klaus Staffa (1962)
Christina Straubmüller (1980)
André Wimmer (1971).
Gewählt wurden:
UWG/FW
Gerhard Grundheber (2267 Stimmen)
Gudrun Soukup (1642 Stimmen)
Karin Albrecht (1283 Stimmen)
Gerhard Wüstling (1074 Stimmen)
Christian Hofmann (889 Stimmen)
Helmut Leonhardt (526 Stimmen)
SPD
Gerhard Alfred Nothdurft (1211
Stimmen)
Heidi Alex (622 Stimmen)
Helmut Albert Maßfelder (590 Stimmen)
CDU/FWV
Wilhelm Preßmar (1422 Stimmen)
Friedrich Frey (1318 Stimmen)
Klaus Staffa (1280 Stimmen)
Paul Gürtler (1107 Stimmen)
Dr. med. dent. Gerd Müller (1042 Stimmen).
Bei der konstituierenden Sitzung
am 14.09.2004 wurde Gudrun Soukup zur 1. Stellvertreterin von Bürgermeister
Schober gewählt. Zum 2. Stellvertreter wurde wiederum Friedrich
Frey gewählt.
Finanzsituation der Städte und
Gemeinden
Am 30. April titelt die "Geislinger
Zeitung" unter Gingen: "Rat braucht nur 10 Minuten, um
den Haushaltsplan zu beschließen" und begründet dies mit
der Feststellung,
dass "angesichts der
finanziellen Lage kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten für die
Gemeinde bestehen". Der Haushalt umfasst Einnahmen und
Ausgaben von fast 7 Millionen Euro. Allerdings gibt es ein Minus
bei der gesetzlichen Zuführungsrate zum Vermögenshaushalt von
120.000 Euro. Lediglich 100.000 Euro sind für den Bau eines
Regenüberlaufbeckens vorgesehen. Für 28.000 Euro wird die
"antiquierte" Computerausstattung des Rathauses, die
schon seit 5 Jahren "geschoben wird", auf den Stand der
Technik gebracht.
Der Schuldenstand beläuft sich (wie
im Vorjahr) auf 376.000 Euro oder 103 Euro pro Einwohner. Die
Kreisumlage steigt erneut auf jetzt fast 1,3 Millionen Euro.
Damit haben sich die Kreisumlagezahlungen der Gemeinde innerhalb
von 10 Jahren fast vervierfacht!
Die dramatische Situation ist (wenn
überhaupt) nur durch einen strikten Sparkurs zu bewältigen.
Dies wird u.a. auch unterstrichen durch Überlegungen "die
Temperaturen in öffentlichen Einrichtungen zu verringern".
Im Juli denkt man daran "überall 1-2° zurückzudrehen".
Im schlechtesten Fall sollen bei der Hohensteinhalle eventuell
einmal 17° "herauskommen".
---------------------------------------------------------------------------
Frau Hölscher, "rechte Hand"
von Bürgermeister Schober, verfügt über einen sorgfältig geführten
Pressespiegel, der in 10 Kapiteln wichtige Zeitungsausschnitte
enthält. Sie dienen als Grundlage für weitere "Neuigkeiten"
aus der Gemeinde.
Allgemeine Verwaltung
Persönliches
Wilhelm Buck, seit
1988 Mitglied des Gemeinderats scheidet nach 15jähriger Tätigkeit
aus dem Gremium aus. BM Schober lobt seine sach- und
ergebnisorientierte Arbeit. "Er hat nie den persönlichen
Erfolg, sondern immer das Wohl der Gemeinde gesucht. Darüber
hinaus hat er sich um die Patenschaft mit der Unteren Baranya
verdient gemacht".
Gertrud Bosch rückt
(als 4. Gemeinderätin) nach und wird am 22. Januar vereidigt.
Am 8. Juni stirbt Wilhelm
Keller, Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er war von
1959 1989 Gemeinderat, davon viele Jahre stellvertretender
Bürgermeister. Von 1959 bis 1994 gehörte er als Vorsitzender
der CDU-Fraktion dem Kreistag an. Bürgermeister Schober: "Er
hat sich in hohem Maße für die Belange der Gemeinde Gingen und
seiner Einwohner eingesetzt. Mit seinem Wirken für die
Allgemeinheit hat er sich viele Verdienste erworben". Seinem
Ansehen entsprechend begleiteten Wilhelm Keller viele Trauergäste
auf seinem letzten Weg, unter ihnen Persönlichkeiten aus Bund,
Land, Landkreis und Gemeinde.
Am 25. September verstarben die
Gemeinderätin Elfriede Bächtle und Hans
Banzhaf.
Frau Bächtle war von 1968
1975 für die UWG und Herr Banzhaf von 1984 1998 ebenfalls
für die UWG im Gemeinderat tätig.
Öffentliche Sicherheit
und Ordnung
Die baden-württembergische
Verwaltungsreform macht auch vor Gingen nicht halt und bringt das
Aus für den Polizeiposten. Schon im Dezember 2003
werden Pläne bekannt, dass von 19 Dienststellen im Kreis Göppingen
7 geschlossen werden sollen. Paul Gürtler, der wie
in einer Gemeinderatsitzung festgestellt wird "seine
Pappenheimer kennt", soll seinen Schreibtisch nach Kuchen
verlegen. Damit wird seine Präsenz vor Ort ganz entscheidend zurückgehen.
Protest regt sich. 450
Unterschriften werden gesammelt und dem Innenministerium und der
Polizeidirektion Stuttgart vorgelegt. Da es auf die Aktion kaum
eine Reaktion der Verantwortlichen gibt, machen sich Enttäuschung
und Hoffnungslosigkeit breit. Auch ein Gespräch von BM Schober
bei Staatssekretär Rech, dem jetzigen Innenminister, ändert
nichts mehr. Am 26. März wird das "schlüssige"
Konzept" (!) endgültig beschlossen. Ab 1. November gibt es
keinen Polizeiposten mehr in Gingen.
Reinhold Schauer berichtet bei der
Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr von 4
"kleineren Bränden" und 5 "sonstigen
Hilfeleistungen", zu denen die 46 Aktiven gerufen wurden.
Wilhelm Preßmar (Seiler) wird als
stellvertretender Kommandant bestätigt. 17 Jugendfeuerwehrleute
sollen den Bestand der Wehr auch in Zukunft garantieren.
Im Juli beschäftigt sich der
Gemeinderat mit der Bilanz der Polizei, die sehr
zufriedenstellend ausfällt. Es gab so wenig Unfälle wie zuletzt
1997 und keine Unfalltote. Die Gesamtzahl ist von 54 auf 39 zurückgegangen.
Von 96 Straftaten konnten 76% aufgeklärt werden. Darunter
waren 14 Ruhestörungen, 14 Haus-
und Familienstreitigkeiten, 7 Rohheitsdelikte und 19 Diebstähle.
Schulen
Der Förderverein der Grund-
und Hauptschule ist Beispiel und Vorbild für andere
Schulfördervereine: Unterstützt von der Robert-Bosch-Stiftung
gibt er seine guten Ideen (Deutschkurse für Ausländer,
Zusammenarbeit mit Firmen und Vereinen) zusammen mit einer
Anschubfinanzierung in Höhe von 500 Euro an die Silcherschule
Eislingen, die Laubenhartschule Bartholomä und die Haierschule
Faurndau weiter. Im August startet er das Projekt "Schulgarten".
Dazu pachtet er eine 2.060 m² große, über Jahre nicht mehr
bewirtschaftete Baumwiese. Sie soll künftig für Projektarbeiten
und als "grünes Klassenzimmer" genutzt werden.
Auf der Kippe steht das Angebot
der "Verlässlichen Grundschule". Ganz
gegen den Trend der bundesweiten Einführung von Ganztagsschulen
gibt es für das Schuljahr 2004/05 am 16. Juli erst 2
Interessenten.
Auf dem Prüfstand ist die
Zusammenarbeit der Gemeinde mit den Musikschulen in
Geislingen und Süßen. Beiden laufen die Kosten davon. Eine neue
Zuschussregelung wurde deswegen in diesem Jahr erarbeitet. Nun
erhalten die Eltern eine direkte Zuwendung von der Gemeinde und
nicht mehr die Trägerstädte.
Wichtiger Kulturträger und
Anbieterin von Weiterbildungsangeboten ist die Volkshochschule
der Gemeinde. Zweimal jährlich offeriert sie bis zu 60 Kurse,
Exkursionen und Einzelveranstaltungen. Von Bedeutung sind
Sprachen- und EDV-Kurse. Beliebt sind die Möglichkeiten, die das
neue Lehrschwimmbecken bietet. Anzeigen in den Mitteilungsblättern
der Nachbargemeinden sollen neue "Schülerinnen und Schüler"
ansprechen.
Wissenschaft und Kultur
In diesem Kapitel stehen die
Aktivitäten auf musikalischem Gebiet im Vordergrund.
Beginnen wollen wir mit drei
Einzelpersonen, die (bisher) in der lokalen Presse Schlagzeilen
gemacht haben:
Lisa Eberhardt
strebt nach dem Abitur eine Karriere als Sopranistin an. Neben
Auftritten u.a. mit dem Liederkranz bestritt sie ein gut
besuchtes Solokonzert im Wiesensteiger Schloss. Im Herbst übernimmt
sie einen
Part in der "Zauberflöte",
die mehrfach in Rechberghausen aufgeführt wird.
Heinz Häcker erntet
mit anspruchsvollem Sprechtheater ("Indien", "Ein
Mond für die Beladenen") im Theater in Rechberghausen viel
Anerkennung.
Matthias Matzke ist
mit seinen 11 Jahren ein im wahrsten Sinne des Wortes
"ausgezeichneter" Könner auf dem Akkordeon.
Beim Regional- und Landesentscheid im Rahmen des Wettbewerbs
"Jugend musiziert" belegte er jeweils einen 1. Preis
und war bester in seiner Altersklasse. Er durfte beim Preisträgerkonzert
mitwirken und ist ein begehrter Musiker im "Talent-Stall"
und bei anderen Veranstaltungen.
Außerdem belegte er beim
Landeswettbewerb des Deutschen Akkordeon Musikpreises 2003 in der
Kategorie "Virtuose Unterhaltungsmusik", Altersgruppe
10-14jährige, den 1. Platz und beim Bundeswettbewerb den 4.
Platz.
Am letzten Juni-Sonntag schlug Dr.
Gabriele von Trauchburg, Landeshistorikerin und damit
profunde Kennerin von geschichtlichen Fakten, in einem
kurzweiligen Vortrag ein bisher unbekanntes Kapitel aus der
Gingener Vergangenheit auf: Von 1803 1810 gehörte unser
Heimatort zu Bayern.
Und noch eine Personalie:
Am 8. April übergibt nach 10
Jahren Hans Wimmer den Vorsitz des Kultur- und Sportkreises
an Johann Windstoßer.
Soziale Sicherung
Kurz vor der Jahreswende öffnet
das Jugendhaus im Bronnenweg "frisch
gestrichen und neu möbliert" wieder seine Pforten. Fast 50
Jugendliche sind dort dienstags und donnerstags bei
entsprechenden Aktivitäten "zu Hause". Die Breakdancer
werden als beste "Newcomer" ausgezeichnet. Auswärtige
Jugendliche sind nicht mehr willkommen, "weil sie das Klima
vergiften".
Der Geburtenrückgang wird auch in
Gingen deutlich: Wurden 2000 noch 45 Kinder geboren, geht die
Zahl 2003 auf nur noch 30 zurück. In absehbarer Zeit muss
mindestens eine der 7 Kindergartengruppen
geschlossen werden. Besonders spürt der katholische Kindergarten
St. Barbara den Geburtenrückgang. Lediglich 26 Kinder besuchen
im Herbst 2004 diesen Kindergarten.
Auch die Gingener Hauptschule spürt
diese gesellschaftlichen Entwicklungen. So gehen immer weniger
Schüler auf die Hauptschule. Die Klasse 5 zählt nur noch 12 Schüler.
Über Wien und Stuttgart kommt ein
"Friedenslicht" aus Bethlehem zum
Hohenstein, wo die Pfadfinder im Rahmen eines Berggottesdienstes
die Flamme an die Stämme im Kreis weitergeben. Die Aktion steht
unter dem Motto "Arbeit hier und anderswo gemeinsam
auf dem Weg zum Frieden".
Gesundheit, Sport und
Erholung
Alle drei Begriffe hängen
richtig verstanden und betrieben eng zusammen. Deshalb
beherrschen diesen Bereich hauptsächlich der Turnerbund und
seine Abteilungen, die Segelfliegergruppe, die Reiter, die Schützen
und der Tennisverein.
Die Geislinger Zeitung schreibt im
Januar: "Spielgemeinschaft funktioniert reibungslos, es wächst
zusammen, was nie zusammengehört hat, aus zwei Kranken wird ein
Gesunder." Sie meint damit die Handballspielgemeinschaft
Kuchen-Gingen, die seit einem Jahr am Spielbetrieb
teilnimmt und viele Erfolge aufzuweisen hat: E-Jugend-Meister der
Staffel 6, B-Jugend 3. In der württ. Oberliga, A-Jugend
3. In der Verbandsliga Frauen Aufstieg in die
Landesliga, Herren Aufstieg in die Bezirksliga.
Der Fußball A-Jugend
steigt in die Bezirksliga auf, die E-Jugend verspielt erst im
Entscheidungsspiel die Staffelmeisterschaft und im Turnen
gibt es bei den Mädchen hervorragende Plätze bei gauoffenen und
württembergischen Meisterschaften.
"Gingener Segelflieger
überfliegen alle" heißt es in einem zusammenfassenden
Beitrag der Geislinger Zeitung, der vom Gewinn des deutschen
Mannschaftstitel im Streckensegelflug der Teammitglieder
Kreidenweiss, Wiethüchter und Eberhardt berichtet. Absolutes
Highlight ist aber die Teilnehme von Andreas Nagel im deutschen
Team bei der Segelflugweltmeisterschaft in Norwegen.
Team-Siegerin bei den württembergischen
Junioren-Meisterschaften des Schützenbundes wurde
Jennifer Wassermann. Sie ist mit einem Doppelstartrecht
ausgestattet und tritt (als Gingenerin) natürlich auch für
unsere Zimmerstutzengesellschaft an.
Erholung auf gänzlich anderen
Gebieten erwerben sich Franz Gleissner und Harald
Matzke: Ersterer fährt mit einem Einachser und 13
Stundenkilometern über Land quer durch Deutschland und
bis nach Amsterdam. Als passionierter Jäger war Harald
Matzke bei der Ausbildung seiner Münsterländer Vorstehhündin
erfolgreich. Sie erhielt bei der Verbandsgebrauchshundeprüfung
im Verband Schwaben den 1. Preis mit 339 Punkten und war damit
als Suchensieger auf dem 1. Platz der Landesgruppe.
Bau- und Wohnungswesen,
Straßen, Gewässer
Wie könnte es anders sein: auch
2004 beschäftigt die B 10 die Gemüter im ganzen Kreisgebiet.
Nachdem der Bau der Umgehung Eislingen gesichert ist und wohl
2005 abgeschlossen wird, steht der Weiterbau bis Gingen Ost und
darüber hinaus bis Geislingen Mitte wieder einmal "auf der
Kippe". Gemeinderäte der Anliegergemeinden schicken Briefe
nach Stuttgart und Bonn. Das "Schwarze-Peter-Schieben"
geht aber weiter: "Wenn das Land will, ist der Weiterbau über
Eislingen hinaus gesichert" oder "Wenn
der Bund uns genügend Geld gibt, können wir weiterbauen".
Ein neues Kapitel einer unendlichen Geschichte.
Zu Meinungsverschiedenheiten kommt
es über die Anbindung des Sanierungsgebiets der Stadt Süßen an
die B 10. Gingen lehnt eine weitere Belastung seiner Markung ab.
Der Gemeinderat lehnt die Trasse
der Ferngasleitung auf Gingener Markung ab und ist der Meinung
"alle vier Verbandsgemeinden müssen an einem Strang ziehen"
"Unverhältnismäßig viel Natur muss geopfert werden".
Eine Überprüfung der Gemeindebrücken
ergibt keine größeren Schäden. Nur die Brücke am Marrbach in
der Donzdorfer Straße, kurz vor dem Bahn-Durchlass, muss
renoviert werden.
Öffentliche
Einrichtungen, Wirtschaftsförderung
Der Jahrhundertorkan "Lothar"
aus dem Jahr 1999 beschäftigt die Gemeinde weiter. Die
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg führt
ein Projekt "auf dem Schafenberg" zu dessen
Wiederbewaldung durch. Nach einer Schadensmenge von 10.000
Festmetern soll auf geräumten und naturbelassenen Flächen
"die natürliche Wiederbewaldung während 25 Jahren"
untersucht werden.
Sie erinnern sich an die Bilder
vom letzten "Jahrhunderthochwasser"? Mit
einem Pilotprojekt sollen nun "Strategien gegen das
Hochwasser" entwickelt werden. Vermessungen der Universität
Karlsruhe sollen die Grundlagen für eine "Hochwassergefahrenkarte"
schaffen.
Im April stellt die Wasserversorgungsgruppe
Eislingen den Antrag, mehr Wasser aus der Sickergalerie
auf Gemarkung Gingen zu entnehmen. Die 1986 vereinbarte Förderhöchstmenge
von 32 Sekundenlitern soll auf 41 erhöht werden. Der Gemeinderat
befürchtet gravierende Nachteile für die Gemeinde (mehr
Wasserschutzzonen, sinkender Grundwasserspiegel) und lehnt
einstimmig ab.
Eine Episode am Rande:
Weil die unter dem Burren (sehr häufig) vorkommende Silberdistel
gefährdet ist, muss ein "Ruhebänkle", das Otto Kopp
von seinem Schwager, dem Grünenberg-Wirt zum 60. Geburtstag
geschenkt bekommen hat, versetzt werden. Nach aufwändigen
Verhandlungen steht es nun 50 m weiter in Richtung Straße.
Wirtschaftliche Unternehmen, allg.
Grund- und Sondervermögen
"In Gingen zu Hause über
die Grenzen bekannt" lautet der Titel der Adventsausstellung
im Rathaus an der sich 22 Firmen beteiligen. Fast 1500 Besucher
informieren sich über Produkte und Angebote der heimischen
Industrie, des Handels und des Gewerbes. Zur Eröffnung hält
Frau Renate Buchsteiner einen vielbeachteten, äußerst
informativen Vortrag über die Entwicklung der Firma, die mit
unserer Gemeinde, aber auch unsere Gemeinde mit ihr, so stark
verbunden ist.
Nach 1997, 1999, 2001, 2003 erhält
die Firma Schmid Baukunststoffe auch 2004 wieder einen
Innovationspreis des Kreises Göppingen. Diesmal ist der Grund
"eine gewichtsreduzierte und formbare Balkonplatte".
Fischer und Stegmaier feiert das
25jährige Jubiläum der Filiale Eislingen. In Gingen besteht die
Firma 120 Jahre. Zusammen mit insgesamt 4 Filialen werden 35
Angestellte beschäftigt.
Im Industriegebiet "Untere
Schorteile" hat Gerhard Priel seine neue Produktionsstätte
errichtet. Dort stellt er 60 überwiegend selbst entwickelte
Percussionobjekte her, die weltweit ausgeliefert werden.
Anregungen bekommt er aus Arabien, Südamerika, Afrika und Asien.
Zu seinen Kunden gehörten auch Tom Waits, James Last und die
Fantastischen 4.
Äkschn-Tag und Sunday ist
Funday der Interessengemeinschaft Handel, Handwerk und Gewerbe
locken im Juni und im September wieder viele Besucher in die
Gemeinde. Eine neue Idee: Verkauf bis 23.00 Uhr.
Beim Wettbewerb "Lieblingsgaststätte"
des Landkreises ist der Gasthof "Grünenberg" wieder
ganz vorne mit dabei.
Das Jahr 2004 in Stichworten:
Januar:
- 5 Tage Albert-Bader-Gedächtnis-Handballturnier
in der Hohensteinhalle
- 25 Jahre Tennisverein
Bebilderter Rückblick
- Ehrung von Blutspendern
Gerhard Alber, Manfred Recktor, Gerd Abraham waren
50 mal "dabei"
Februar:
- "Gute-Nacht-Kirche"
im evangelischen Gemeindehaus
- Pläne für die Umgestaltung
der Oberen Mühle werden vorgestellt
März:
- Katholischer Dekanatverband
tagt in Gingen
- Ausstellung "Begegnungen"
von Sibylle Bross in der Johanneskirche
- Obst- und Gartenbauverein
pflanzt anlässlich seines 75jährigen Jubiläums eine
Tulpenmagnolie vor dem Rathaus
- Osterbasar beim Kindergarten
Sonnenschein
- Reisebüro mit Sonnenstudio
Hagmann öffnet
- Tag der offenen Tür im
Kindergarten St. Barbara
- Hauptversammlung Kultur- und
Sportkreis
April:
- Bei Schule und
Hohensteinhalle:
"Gehaust wie die Vandalen". Fahrradständer aus
dem Boden gerissen, Schachtdeckel entfernt,
Verkehrszeichen verbogen, Baum beschädigt
- Begegnungskonzert in der St.
Barbara-Kirche: 9 Gruppen mit 250 Mitwirkenden aus
Schulen und Vereinen des gesamten Kreisgebietes
musizieren
- Gemeinschaftskonzert von
Musikverein und katholischem Kirchenchor in der St.
Barbara-Kirche
- "Stimmen Rußlands"
ein Konzert der Volkshochschule in der
Johanneskirche
- Papyros-Reisebüro im
Nahversorgungszentrum öffnet
- Benefizkonzert von "Sparkling
Brass" zugunsten des Fördervereins in der
Johanneskirche
Mai:
- Gingen ist Endpunkt des
Filstal-Skatings. Hunderte von Teilnehmern aus dem ganzen
Kreis
- Maibaum-Aufstellung durch den
Albverein
- Mai-Konzert des Musikvereins
- 10 Jahre "Gasthaus
Hohenstein" mit Kranaktion zugunsten des Fördervereins
zur Erhaltung des Turms der Johanneskirche
Juni:
- Konzert für Orgel und
Posaune in der Johanneskirche
- Kinderfest unter dem Motto
"mir schaffets mir helfet au".
Farbenprächtiger Festzug mit mehr als 600 Teilnehmern.
Vereine übernehmen die
- Bewirtschaftung und stellen
den Erlös dem Förderverein zur Erhaltung des Kirchturms
zur Verfügung.
- Autofreier Sonntag. Albverein
und Arbeitskreis "Schöpfung bewahren" freuen
sich über 50 Teilnehmer
Juli:
- "Heitere Klassik"-Konzert
der Jugendmusikschule Geislingen in der Hohensteinhalle
- "Fest rund um die
Johanneskirche" aus Sicherheitsgründen
diesmal im Gemeindehaus und im Pfarrgarten Erlös
geht an den Förderverein
- Preis-Quiz des evangelischen
Kindergartens
August:
- "Wiesenhock" des
Obst- und Gartenbauvereins zugunsten des Fördervereins
- Waldfest des Liederkranzes
- Gartenfest der Gartenfreunde
- Nachwuchscamp für 50 Fußballtalente
auf dem Sportgelände
- Sommer der "Ver"Führungen
mit Fa. Schmid und Mitarbeiter des Bauhofs
September:
- Treffen und Turnier der
Reitergruppe
- Oldtimertreffen mit 60
Traktoren
Oktober:
- 11. Schnapperball mit mehr
als 350 Besuchern in der Hohensteinhalle
- Filsgauabend des Albvereins
- Mit Beiträgen des Kinder-,
Jungen- und Gemischten Chores feiert der Liederkranz sein
160jähriges Jubiläum mit einem sehr gut besuchten
Konzert in der Hohensteinhalle. Vorstand Eberhardt gibt
einen kurzen Abriss der Geschichte des ältesten Vereins
Gingens. Steffi Bade leitet die Chöre mit großem
Engagement, auch bei vielen zusätzlichen "Trainingsstunden".
Einstimmiges Urteil: "Die Mühen haben sich gelohnt;
es war eine tolle Veranstaltung".
- Vorbereitungen und Auftritt
des Kinderchores leitet Yvonne Windstoßer.
- Landrat: "Die
Kreisumlage für 2005 muss um 3,2 Punkte steigen."
- Hauptübung der Feuerwehr
beim katholischen Kindergarten
- Wilhelm Preßmar und Gerhard
Wüstling gehören dem Gemeinderat seit 20 Jahren an und
werden mit der silbernen Ehrennadel des Gemeindetages
ausgezeichnet
- Geislinger Zeitung "Sommerangebot
(in den Kindergärten) ist begehrt, Ganztagesbetreuung
nicht"
November:
- Hans Wimmer erhält den
Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
- Jahresfeiern von Turnerbund
und Liederkranz in der Hohensteinhalle
- Basar der evangelischen
Kirchengemeinde zugunsten des Fördervereins
- Adventsmarkt vor und
Besinnliche Stunde im Rathaus
Sterbefälle:
Wilhelm Nagel, Ahornweg 8
Hedwig Weiß,Froschgasse 5
Eugen Bausch,Karlstraße 25
Hermann Borlinghaus,Lessingstraße 12
Josef Klaschka, Filsstraße 63
Hildegard Keller, An der Halde 10
Peter Pokorny, Bahnhofstraße 32
Maria Schmidt; Silcherstraße 3
Martha Schnarrenberger, Froschgasse 9
Wolfgang Bohner;Marren 2
Jörn Mollenkopf,Hauffstraße 4
Anna Albrecht, Jahnstraße 25
Wilhelm Schwarz; Friedrichstraße 34
Wilhelm Schaller;Kirchgasse 6
Sigmund Baur; Uhlandstraße 14
Ingo Blank; Grabenstraße 52
Johanna Neuwirth; Grabenstraße 74
Marianne Fallscheer; Bismarckstraße 5/1
Emma Koch; Schillerstraße 6/1
Lydia Schnarrenberger; Birmarckstraße 20
Paul Troidl; Lindenstraße 44
Ingo Schreur; Bahnhofstraße 19
Hans Trausch; Hindenburgstraße 141/2
Lore Schall; Mühlgasse 1
Wilhelm Keller; An der Halde 10
Hildegard Schmidt; Gustav-Schwab-Str. 8
Ida Bernt; Karlstraße 6
Irene Hinderer; Pfarrstraße 5
Gerhard Burr; Wilhelmstraße 48
Roland Forstner; Hindenburgstraße 73
Erwin Liebert; Karlstraße 8
Wilhelm Walter; Pfarrstraße 33
Agnes Borlinghaus; Lessingstraße 12
Elfriede Bächtle; Lärchenweg 10
Hans Banzhaf; Karlstraße 38
Erich Polonyi; Austraße 30
Peter Dudas; Hindenburgstraße 125
Martha Honold; Bismarckstraße 16
Wilhelm Mannweiler; Ebereschenweg 37
Erwin Unnasch; Bahnhofstraße 32
Rosa Hofmann; Bahnhofstraße 42
Martha Leuze; Grünenberger Straße 21
Liebe ehemalige Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
wir hoffen, Ihnen wieder in
Kurzform einen aufschlussreichen Überblick über die Themen und
Ereignisse gegeben zu haben, die uns in den vergangenen 12
Montagen mehr oder weniger "bewegten".
Sicher gab und gibt es auch bei
Ihnen "Bewegendes", das die alte Heimat interessiert.
Wir die Redakteure des Heimatbriefes 2004 und viele
Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen sich über jede Rückmeldung.
Für die bevorstehenden Feiertage
wünschen wir Zeit zum Besinnen und Ausspannen, für das neue
Jahr Glück und Gesundheit.
Lothar Schober und Hans Wimmer
|