Gemeinde Gingen, 28.1.2005
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Lokale Agenda 21


Lokale Agenda 21

Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun,

werden das Gesicht der Welt verändern.

-Afrikanisches Sprichwort-

 

Entstehung der AGENDA 21

Im Juni 1992 fand in Rio de Janeiro die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen statt. Staats- und Regierungsvertreter aus über 170 Staaten hatten sich dort versammelt, um Maßnahmen gegen die zunehmende Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen und die wachsende Kluft zwischen Nord und Süd zu beschließen. Ein wichtiges Ergebnis dieser Konferenz ist die Agenda 21, ein umwelt- und entwicklungspolitisches Aktionsprogramm.

Die Agenda folgt der Einsicht, dass überkommene Lebensweise, einseitiges Streben nach materiellem Wachstum, rücksichtsloses Ausbeuten von Mensch und Natur, unweigerlich die Grundlagen unserer Existenz vernichten und den nachfolgenden Generationen ein lebenswertes Dasein verwehren wird.

Der Agenda 21 geht es darum, Wirtschaft und soziale Belange so zu gestalten, dass sie mit dem dauerhaften Erhalt unserer Lebensgrundlagen in Einklang stehen. Ökologie, Wirtschaft, Kultur und soziale Belange sind als miteinander vernetzte Bereiche zu sehen, eine Verbesserung des einen Ressorts zieht die der anderen nach sich. Eine dauerhaft umweltgerechte Entwicklung kann aber nicht "von oben" verordnet, sondern muss "von unten" getragen werden.

Die Agenda 21 fordert deshalb die Städte und Gemeinden auf, gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern ein Handlungskonzept in ihren Kommunen aufzustellen. Da sich die Probleme mit der Zeit ändern, sollen sich die Kommunen nicht auf die Konzeption und das Abarbeiten eines einzigen Aktionsprogrammes beschränken. Ganz im Gegenteil: die Agenda 21 muss sich als dauerhafter Prozess konzipieren, an dem möglichst viele Menschen beteiligt werden.

 


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