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Aktuelles aus der Gemeinde

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Aus dem Gemeinderat berichtet.....

Autor: Martina Manz
Artikel vom 26.07.2018

Bericht Gemeinderatssitzung vom 03.07.2018

Städtebauliche Erneuerung Ortsmitte/ B10

- Beschluss der Satzung zur förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortsmitte - B10“ gemäß §142 BauGB

Mit Bescheid vom Regierungspräsidium Stuttgart wurde die Erneuerungsmaßnahme „Ortsmitte -  B10“ am 08. Juni 2018 in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. BM Hick eröffnete dem Gemeinderat, es stehe nun ein finanzieller Rahmen vom 800.000 € zur Verfügung. Ende vergangenen Jahres wurde im Auftrag des Gemeinderates die notwendige vorbereitende Untersuchung eingeleitet, um die förmliche Festsetzung des Gebietes auf den Weg bringen zu können. Die daraus resultierenden Erkenntnisse gaben Aufschluss über die Notwendigkeit der Erneuerungsmaßnahmen.  Aus ihnen wurden Ziele und Maßnahmen für die Sanierung abgeleitet. Wolfgang Mielitz von der Landsiedlung Baden-Württemberg berät die Gemeinde Gingen an der Fils hinsichtlich der Sanierungsplanungen. Er erklärte, dass nun noch eine Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortsmitte – B10“ beschlossen werden müsse. Sie sei der Grundstein, der gelegt werden müsse, um die 800.000 € zweckgemäß nutzen zu können.

Herr Mielitz führte aus, dass eine Befragung von Eigentümern der betroffenen Grundstücke durchgeführt worden sei. Pro Grundstück sei ein Fragebogen verschickt worden. Es habe sich ergeben, dass im Sanierungsgebiet ein Ausländeranteil von circa 30% vorliegt. Dieser sei doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt. Der gesamte Ausländeranteil Gingens liege bei rund 11%. Das Gebiet Ortsmitte besitze laut Herrn Mielitz eine sehr günstige Altersstruktur. Es wohnten hauptsächlich jüngere Personen bis 45 Jahre dort. Von allen befragten Eigentümern, die Rückmeldung gegeben haben, hätten 60 % bereits konkrete Aussagen dazu getroffen, wie genau sie ihre Gebäude im Rahmen der Landesförderung modernisieren wollen. Das wären 48 Gebäude, wovon 33 eine Modernisierung mittlerer Kategorie (Sanierungskosten 50.000 bis 80.000 €) und 15 eine Modernisierung großer Kategorie (Sanierungskosten ab 200.000 €) vorgesehen hätten. BM Hick bestätigte dieses Ergebnis. Er wisse von Eigentümern, die am liebsten schon dieses Jahr loslegen wollten. Die Ortsmitte – B10 wurde von den befragten Anwohnern im Hinblick auf Infrastruktur, Erreichbarkeit, die umliegende Landschaft, heimatliche Bindung sowie soziale Infrastruktur positiv bewertet. Bemängelt worden sei die Parkierung im Gebiet. Die Rücklaufquote der Befragung habe bei circa 50% gelegen. Herr Mielitz wies aber darauf hin, dass dabei berücksichtigt werden müsse, dass es Mehrfacheigentümer im Sanierungsgebiet gebe, die das Ergebnis eventuell ungenauer machten. 

Herr Mielitz ermunterte die Bürger der Gemeinde sinnbildlich, die Landesförderung der Sanierungen gut auszuschöpfen. Der gesamte beantragte Förderrahmen liege bei 4,5 Mio €. Für die einzelnen Gemeinden und Städte stehe daraus insgesamt ein Förderrahmen von 1,33 Mio € zur Verfügung. Diese Summe liege aber nur niedriger, um ausmachen zu können, ob die Gemeinden schnell handelten und die verfügbaren Mittel abrufen würden. In der Regel gebe es keine Probleme für Gemeinden, eine Aufstockung der Förderung zu erhalten, solange sie für gute Projekte verwendet würde. Herr Mielitz merkte an, dass bereits im Vorfeld zum Beschluss der Satzung für die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes 30 Beratungen mit Eigentümern stattgefunden hätten. Wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen mit der Satzung geschaffen seien, könne man darum die Verträge anschließend einfacher schließen.  

Es sei wichtig, für den Durchführungszeitraum der Sanierungen eine Frist festzusetzen, betonte der Berater. Die Umbaumaßnahmen sollten möglichst nicht lange verzögert, sondern zügig abgeschlossen werden. Wenn die Frist von den Bauherren übertreten werde, könne deren Projekt nicht weiter finanziert werden.

Im Hinblick auf die Bereiche mit hohem Entwicklungspotenzial sei es von Vorteil, wenn die Gemeinde zukünftig mehr Befugnisse habe. Darum sollten ihre Kompetenzen im klassischen Sanierungsverfahren um die Kaufpreisprüfung  erweitert werden. Im ersten Bereich sei vom Sanierungsgebiet eine Abgrenzung ausgenommen worden. Dort verlaufe ein Fußweg, der als Alternative zur Hindenburg Straße häufig von Schülern oder Senioren genutzt werde. Der Weg sei zwar in einem schlechten Zustand, könne aber auch erneuert werden.

GR Wüstling fragte, ob es von Bewohnern im Rahmen der Befragung gegen die Sanierungen größere Einwände gegeben habe. Herr Mielitz verneinte dies. Außer der Parkierung habe es keine nennenswerten Einwände gegeben. GRin Soukup bat Herrn Mielitz, das klassische Sanierungsverfahren nochmals zu erläutern. Er erklärte, dass es unterschiedliche Bodenwerte gebe und die Gemeinde die Grundstücke zu einem guten Preis erwerben wolle. Wegen dem Abriss von alten Gebäuden werde es voraussichtlich einen Wertsprung im Gebiet geben. Wenn die Summe aller Sanierungsmaßnahmen zu einer Erhöhung des Bodenwertes führe, verbessere sich der Wert des gesamten Gebietes. In kleinen Gemeinden habe diese Werterhöhung allerdings meist geringere Ausmaße und der Verwaltungsaufwand verursache höhere Kosten, als dass es sich lohne.

GR Hoffmann erkundigte sich, wieso die Frosch- und Kirchgasse nicht im Sanierungsgebiet aufgenommen worden seien. BM Hick begründete dies damit, dass die Ortsdurchfahrt und erweiterte Ortsmitte Pfarrstraße zunächst der priorisierte Schwerpunkt seien. Man habe aus Gründen des Zeitfaktors und der Machbarkeit der Sanierung eine räumliche Eingrenzung festlegen müssen. Falls sich im Laufe der Zeit noch für andere Teile der Gemeinde eine Möglichkeit ergebe, ebenfalls Förderungen für Sanierungsarbeiten zu erhalten, käme die Verwaltung erneut damit auf den Gemeinderat zu. Herr Mielitz ergänzte noch, dass es ein formaler Fehler wäre, nach allen Vorbereitungen und der Umfrage nun noch weitere Straßen in das Sanierungsgebiet aufzunehmen. Die Bewohner der Frosch- und Kirchgasse hätten keine Möglichkeit gehabt, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Den Antrag für ein weiteres Sanierungsgebiet könne man in zwei bis drei Jahren stellen.

GR Hoffmann hakte nochmals nach, ob bei der Abschöpfung der Fördergelder die Gemeinde oder Privatpersonen Vorrang hätten. Herr Mielitz erklärte, dass es hierfür keine gesetzliche Regelung gebe. Die Gemeinde koordiniere, wie die Gelder verteilt würden. Solange der kommunale Eigenanteil für die privaten Bauvorhaben und die Privaten Eigenanteile gesichert seien, bekämen sie in der Regel finanzielle Förderung. Er rate der Gemeinde aber ohnehin nicht, die Privatpersonen in ihren Bauvorhaben auszubremsen. GR Hoffmann wollte noch wissen, ob die Anträge auf Förderung durch den Gemeinderat geprüft würden. BM Hick  bestätigte ihm dies. Der Gemeinderat entscheide, wo sich die Gemeinde finanziell engagieren werde. Man müsse nun Anreize für Private schaffen, Investitionen zu machen und ihren Mut bestärken. Die Landsiedlung habe nur eine beratende Funktion in der Angelegenheit.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes „Ortsmitte – B10“ gemäß §142 BauGB und beauftragte die Verwaltung, alles weitere zu veranlassen.

 

Beschluss über die Grundsätze für die Durchführung privater Maßnahmen

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen müssen von der Gemeinde gemäß des Baugesetzbuches und der Städtebauförderungsrichtlinie mit den Eigentümern Vereinbarungen über die Durchführung der Sanierungen geschlossen werden. Die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für die Förderung basieren auf der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft über die Förderung städtebaulicher Erneuerungs- und Entwicklungsmaßnahmen. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

·         Mit dem Eigentümer ist seitens der Gemeinde ein „Modernisierungspaket“ zu vereinbaren. Es sollen dadurch alle Mängel und Missstände des Gebäudes beseitigt und sein Wert nachhaltig erhöht werden.

·         Der Eigentümer hat mit seiner Maßnahme die qualitativen, gestalterischen und städtebaulichen Aspekte zu beachten, die zur Wahrung und Verbesserung des Ortsbildes beitragen.

·         Der Anteil der Förderung an den jeweiligen Kosten staffelt sich nach der Summe der Gesamtkosten des Erneuerungsaufwands. Bei bis zu 100.000 € werden 20 % der Kosten bezuschusst. Zwischen 100.000 € bis 200.000 € sind es 25 % und von 200.000 € bis 400.000 € 10 % Zuschuss.

·         Private Grundstücksneuordnung, also der Abbruch mit anschließender Neubebauung, werden in Form einer Entschädigung in Höhe von 100% der durch Rechnungsvorlage nachzuweisenden Abbruchkosten ausbezahlt. Die Höhe der maximalen Entschädigung ist auf 65.000 € begrenzt. Voraussetzung hierfür ist, dass eine Wiederbebauung der neugeordneten Flächen erfolgt.

·         Unterhalb einer Bagatellgrenze der Herstellungskosten von 30.000 € kommt eine Förderung grundsätzlich nicht in Betracht.

·         Für Modernisierungen, für die aktuell keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, kann vertraglich ein späterer Zeitpunkt für die Auszahlung der Zuschuss-(Teil)-Beträge bzw. der Abbruchentschädigungen vereinbart werden.

Ob die vom Eigentümer geplante Maßnahme jeweils den Vorschriften entspricht, kann auf Nachfrage bei einem Vororttermin durch die Landsiedlung BW GmbH in Abstimmung mit der Gemeinde Gingen an der Fils geklärt werden.

Von der Verwaltung wurde empfohlen, auf eine starre Zuschussobergrenze zu verzichten. Dies beschneide die Förderung von kostenintensiven und umfassenderen Gebäudeerneuerungen. In diesem Zuge sei die Einführung einer degressiven Staffelung erwägenswert. Zudem wurde vorgeschlagen, die Bagatellgrenze zum Ausschluss von Maßnahmen mit zu geringem Wirkungsgrad einzuführen.

GRin Soukup hakte nach, ob der jeweilige Eigentümer nach dem Abbruch seines Altgebäudes verpflichtet sei, anschließend neu zu bauen. Herr Mielitz von der Landsiedlung BW GmbH sagte, dies sei in der Regel so der Fall, außer es sei gewünscht, freie Fläche beispielsweise für Stellplätze oder ein Carport zu schaffen. GRin Soukup war noch interessiert, ob die Anträge der Grundstückseigentümer von der Landsiedlung geprüft würden. Nur wenn der Gemeinderat vorher zustimme, war die Antwort von Herrn Mielitz. BM Hick ergänzte, dass dadurch nichts entstehen könne, was den Zielen der Gemeinde entgegenstehe.

GR Mayer ging davon aus, dass die Anträge auf Förderung der Sanierungen zukünftig häufiger auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehen würden. Er erkundigte sich, ob dem Gemeinderat zur Übersicht eine Liste vorgelegt werde, aus der ersichtlich sei, wie viel Geld investiert wurde. Das Gremium werde informiert, welche Mittel verwendet werden, versicherte BM Hick.

Aus der Fraktion der Freien Wähler kam von GR Steck eine Nachfrage dazu, ob sowohl der Bau, als auch der Abbruch gefördert würden. Ein kompletter Neubau würde nicht gefördert, erklärte Herr Mielitz, aber beispielsweise der Ausbau einer Scheune zu Wohnraum. Daraufhin informierte sich GR Steck darüber, ob es gefördert würde, wenn man einen Teilabriss mit anschließendem Anbau vornehme. Im Einzelfall müsse gegebenenfalls vom Gemeinderat darüber entschieden werden, gab Herr Mielitz an. Die Landsiedlung könne dabei beraten.

GR Staffa wollte wissen, ob die Verfahren bei kleineren Maßnahmen immer vom Gemeinderat oder im Bauausschuss beschlossen würden. BM Hick führte aus, dass bei Formalverfahren grundsätzlich das gesamte Gremium entscheide. Handle es sich hingegen nur um ein reines Bauverfahren, sei der Bauausschuss zuständig. GR Staffa stellte klar, dass er es als wichtig empfinde, dass bei Entscheidungen über städtebauliche Brennpunkte der gesamte Gemeinderat entscheide. BM Hick stimmte dem zu und wies darauf hin, dass die Informationen auf jeden Fall mit dem Gremium geteilt würden.

Es wurde einstimmig beschlossen die Verwaltung dazu zu beauftragen, mit den betreffenden Eigentümern die ihre Gebäude sanieren möchten, Modernisierungsvereinbarungen und Vereinbarungen über die Durchführung von Ordnungsmaßnahmen abzuschließen.

 

Änderung des Bebauungsplans „Marrbachöschle“
Aufhebung von Teilbereichen des Bebauungsplans „Marrbachöschle“
- Entwurfs- und Auslegungsbeschluss

 

Vor Beginn der Besprechungen über den Tagesordnungspunkt nahm GR Mayer wegen Befangenheit im Zuhörerbereich Platz.

Der Bebauungsplan „Marrbachöschle“ deckt das Gebiet zwischen der Donzdorfer Straße und der Dammstraße entlang der Böschung der Bahntrasse sowie der Bahnhofstraße im Süden ab. Ein Teil des Bebauungsplanes wurde im Jahr 2013 an die neuen Planungsvorstellungen angepasst. Der andere Teil gilt noch in der Fassung aus dem Jahr 1983. Aus heutiger Sicht ist dieser verbesserungsfähig und entspricht nicht mehr den städtebaulichen Zielen der Gemeinde. Darum wurden Planungen zur Änderung des Bebauungsplanes ausgearbeitet. Teilbereiche aus dem Bebauungsplan von 1983 sollen ersatzlos aufgehoben werden, da ihr Fortbestehen nicht länger notwendig ist. Eine Bürgerbeteiligung zur Aufhebung  ergab keine Anhaltspunkte, die gegen das Vorhaben sprechen. Am 07. November 2017 fand ein Gesprächstermin mit Grundstückseigentümern statt, die im Bereich des zu ändernden Planes wohnen. Es wurde gemeinsam diskutiert, wie die zukünftige Erschließung des Gebietes, der Grundstückszuschnitt und eine Beteiligung der Eigentümer aussehen könnte. Der neue Entwurf des Bebauungsplanes wurde vom Planungsbüro mquadrat aus Bad Boll erstellt und berücksichtigt die Anregungen der Bürger, soweit sie mit den städtebaulichen Zielsetzungen der Gemeinde vereinbar sind.

GRin Alex äußerte sich positiv über die Gestaltung des Entwurfes. GRin Soukup zeigte sich überrascht. Sie habe nicht damit gerechnet, dass der Plan sich komplett geändert habe. Ihr gefalle die aktuelle Planung aber besser, als der vorherige Entwurf. Auf ihre Frage, ob der Plan für die Betroffenen Anwohner auf der Website einsehbar war, antwortete BM Hick, dass alle Personen formgerecht beteiligt wurden. Er führte aus, dass eine Ringerschließung von den Bürgern nicht gewünscht worden sei. Es hätten in allen Bereichen Kompromisse geschlossen werden müssen, was am aktuellen Plan deutlich werde.

GR W. Preßmar schlug vor, den Eigentümern der Bestandsgrundstücke den neuen Bebauungsplan nochmals vorzulegen, um zu klären, ob noch Unstimmigkeiten bestünden. Auf ein viertel Jahr Verzögerung in dem Fall käme es jetzt auch nicht mehr an. Er stellte aber klar, dass auch er den neuen Plan als gut befinde. Er käme den Anliegen der Bewohner entgegen. BM Hick erwiderte, dass die Wünsche und Kritik der Bürger bereits berücksichtigt und in den Plan eingearbeitet wurden. Er würde keine Rückmeldungen mehr abfragen, da es eine weitere Verzögerung darstellen würde. Der Ausbau der Donzdorfer Straße müsse aber zügig vorangetrieben werden, das sei die Pflicht der Gemeinde. Die vorliegende Gestaltung des Bebauungsplanes sei der beste Kompromiss. Sofern die Bürger nach Beschluss des Planes noch Einwände hätten, könnten Sie dazu noch Stellung nehmen. Herr Metzger vom Planungsbüro mquadrat pflichtete dem bei. Die jetzige Form sei noch nicht endgültig.

GR W. Preßmar versicherte sich nochmals, ob also kleine Änderungen später einfach durchgeführt werden könnten. Herr Metzger bejahte dies. BM Hick erklärte den Ablauf des weiteren Vorgehens. Es werde nun zunächst der Plan beschlossen, dann könnten gegebenenfalls noch Änderungen berücksichtigt werden und anschließend komme der Satzungsbeschluss, wenn alles endgültig korrigiert sei.

GR Groeneveld schloss sich der Aussage von GRin Soukup an. Auch er hatte nicht mit einer so großen Änderung gerechnet. Er fragte, ob es bei einer Umsetzung möglich sei, an der Ecke der Stichstraße zur Donzdorfer Straße zu wenden. Herr Metzger erklärte, das sei kein Problem. Die Anwohner der kleineren Stichstraße müssten ihre Mülltonnen aber am Tag der Abholung nach vorne zum Straßenanfang schieben, da ein Müllfahrzeug nicht Rückwärtsfahren dürfe. Auf diese Aussage hin hakte GRin Soukup nach, ob es ein Problem für die Müllfahrzeuge sei, wenn in der Stichstraße Autos parkten. Laut Herrn Metzger betrage die Breite der Straße 5,50 Meter, ohne den Randstein 5,20 Meter. Bei parkenden PKW wäre eine Restbreite von 3,20 Metern vorhanden. Es dürfe nur nicht in der T-Kreuzung geparkt werden. Auf die Frage von GR Groeneveld, ob auch große, landwirtschaftliche Fahrzeuge dort fahren könnten, entgegnete Herr Metzger, dass eventuell mittels eines teilweisen Parkverbotes der ruhende Verkehr geregelt werden müsse, um dies zu garantieren.

Das Gremium stimmte mehrheitlich, mit einer Enthaltung und einem Befangenen, für die öffentliche Auslegung der aktuellen Entwürfe und die Beteiligung der zuständigen Behörden.

 

Informationen zu laufenden Bauvorhaben

- B10/ Barbarabach

- Hohensteinschule

- Samariter Stift

 

B10/ Barbarabach

BM Hick erinnerte den Gemeinderat, dass am 10. Juli die neue B10 offiziell übergeben und eröffnet werde. Ab dem 11. Juli sei sie dann für den Verkehr freigegeben. An der Eröffnung würden Leitplankenstücke vor dem Feldweg entfernt, damit die Besucher dort auf die Straße zum Veranstaltungsort gelangen könnten. Die Gingener Feuerwehr übernehme den Parkleitdienst.

Im Bereich der Bachquerung in Richtung Süßen müssten laut Herrn Hick noch Gasleitungen verlegt werden, darum wurden noch Abstimmungsgespräche mit  der Energieversorgung Filstal GmbH & Co. KG geführt. Die Ausschreibung für den Rückbau der B10 sollen Ende Juli veröffentlicht werden. Der Bau der neuen Straße sei von der Firma Straback zuverlässig ausgeführt worden, lobte der Bürgermeister. Die Container mit Bauschutt, die am Wanderparkplatz in der Grünenberger Straße stehen, würden in ein paar Wochen entfernt werden. Der Pflanzplan für die Lärmschutzwand wurde bisher noch nicht vorgelegt.

GR Frey bemerkte, dass auf dem zukünftigen Wohnmobilstellplatz ein Wasseranschluss verlegt worden sei und erkundigte sich im Namen von einigen Anliegern, ob es möglich sei, auch in den umliegenden Kleingärten solche Leitungen zu legen. BM Hick erklärte, dass dieses Thema zu einem späteren Zeitpunkt einmal separat besprochen werden könne.

GR S. Preßmar merkte an, dass der Feldwegebau für den landwirtschaftlichen Verkehr nicht vergessen werden dürfe. BM Hick  bestätigte, dass mit dem Bau begonnen werde, sobald die Straße fertiggestellt sei. GR W. Preßmar bemerkte dazu, dass der Feldweg am Binsenbach vor einigen Tagen geschottert worden war. Das Ergebnis sei sehr gut geworden, wenn doch der Weg ein bisschen breiter sei, als andere.

 

Hohensteinschule

BM Hick berichtete, dass es noch einige Kleinigkeiten gebe, die am Neubau der Hohensteinschule möglichst schnell fertiggestellt werden müssten. Das Ziel sei, bis Oktober dieses Jahres endgültig fertig zu werden. Die ausstehenden Arbeiten würden noch einige Gewerke betreffen, der Bürgermeister zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden könne. Am 07. Juli sollte der neue Gemeinschaftsraum erstmals für den Workshop Sportentwicklungskonzept genutzt werden.

Samariterstift

Die Baumaßnahme der neuen Altenhilfeeinrichtung sei bislang sehr gut vorangegangen. Die letzte Decke sei bereits betoniert worden.

 

Bekanntgaben und Anfragen

Am 4. Juli fand die Einweihung des Windparks Tegelberg in Donzdorf statt. Der BM ließ verlauten, dass er an der Veranstaltung nicht teilnehmen werde. Er stünde der Konzeption Energiegewinnung durch Windkraft grundsätzlich aufgeschlossen entgegen, habe aber den Windpark Tegelberg seit Beginn der Planungen kritisch gesehen. Die Gingener Bürger hätten keinerlei Beteiligung erfahren, obwohl dies bei den ersten Gesprächen im Gemeinderat  der Vorhabensträgerin mitgegeben wurde. Der aktuelle Eigentümer habe in seiner Informationsbroschüre mitgeteilt, dass eine Bürgerbeteiligung möglich sei. GR Groeneveld war überrascht, dass die Eröffnung des Windparks um 11 Uhr vormittags stattfinden sollte, da sich eine Teilnahme für Arbeitnehmer zu dieser Zeit vermutlich eher schwierig gestaltete.

GR Groeneveld dankte nachträglich allen Vereinen und Ehrenamtlichen für ihr Engagement während des Kinderfestes und für die wochenlange Vorarbeit in der Zeit bis zum Fest. BM Hick schloss sich seinem Vorredner an. Der ökumenische Gottesdienst sei ebenfalls super gestaltet und dementsprechend auch gut besucht gewesen. Der Bürgermeister bemerkte zudem, es sei gut gewesen, dass für das Fest ein Zelt der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden konnte. Die Atmosphäre sei dadurch heimeliger gewesen und zugleich habe es wertvollen Schatten gespendet. GRin Alex und GR Staffa hätten das Kinderfest genauso als sehr stimmig und gelungen empfunden.

BM Hick ließ den Gemeinderat wissen, dass für den Kultur- und Sportkreis ein neuer Schriftführer gesucht werde und Frau Dorit Pfeiffer als Nachfolgerin von Herrn Mank einstimmig zur neuen Vorsitzenden gewählt worden sei.   

GR S. Preßmar bemerkte, dass ein Grundstück am Ortseingang Gingen als Zwischenlager für die Baustelle der B10 verwendet werde und fragte an, bis wann dieser Zustand noch andauern würde. BM Hick erklärte, dass es wahrscheinlich noch bis kommendes Jahr dauere, bis das Grundstück wieder als Mähwiese zur Verfügung stehe. Genaueres müsse aber erst noch mit der zuständigen Firma geklärt werden.