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Samariterstift Gingen

Autor: Martina Manz
Artikel vom 19.07.2019

Michael Imrich wird neuer Haus- und Pflegedienstleiter im Samariterstift in Gingen

„Mein Herz gehört der Pflege“

Der Bau des neuen Samariterstiftes in Gingen ist gewissermaßen im Endspurt. Im August  soll es soweit sein: die ersten Bewohnerinnen und Bewohner können ihre Einzelzimmer beziehen. Doch bis dahin hat Michael Imrich, der neue Haus – und Pflegedienstleiter  gemeinsam mit Claudia Pulvermüller-Flemming, der neuen Hauswirtschaftsleiterin, alle Hände voll zu tun. Doch der knapp 40jährige nimmt es gelassen. „Wir werden, wenn alles fertig ist, ein Haus haben, das alle begeistert.“ Zusammen mit Bürgermeister Hick wurden übrigens schon die  Namen für die Hausgemeinschaften im neuen Samariterstift ausgesucht: Grünenberg, Filstalperle und Hohenstein.

Michael Imrich ist ein ‚alter Hase‘ was Pflege anbelangt. Schon mit 14 Jahren hat er ein Schulpraktikum in der Pflege absolviert. „Damals haben mich die Schulkameraden belächelt“, erinnert er sich. Während die Kumpels nach der Schule in die Autoindustrie oder ins Handwerk gegangen sind und dort „richtig gutes Geld“ verdient haben, zog es Imrich in die Pflege. „Menschen zu versorgen, die Hilfe nötig haben, das war immer schon mein Ding. Mein Herz gehört der Pflege.“ Der gebürtige Geislinger  ist im Deutschen Alpenverein aktiv. Auch in der Familie war er derjenige, der stützte. Als Ältestem gehörte es zu seinen Aufgaben, sich um die Geschwister zu kümmern  vor allem um die wesentlich jüngere Schwester. „Mich um andere zu kümmern, ist mir noch nie schwer gefallen.“

Das kann der neue Hausleiter jetzt ausgiebig machen und dabei seine gesamte Erfahrung als Pflegedienstleiter und Stellvertretender  Hausleiter in Altenstadt einbringen. Seine Ausbildung hat Imrich 1995 in Dornstadt bei einem andern Träger begonnen und kam 2006 ins Samariterstift nach Geislingen. 2007 folgte der Wechsel nach Altenstadt, wo er zunächst in der Wohnbereichsleiter  tätig war. Von 2008 bis 2010 durchlief er  die Weiterbildung zur Pflegedienstleitung. Seit 2010 ist Michael Imrich im Samariterstift Altenstadt als Pflegedienstleiter tätig. Er nahm an Leitungsschulungsangebote der Samariterstiftung teil und ist somit bestens gerüstet, das neue Haus in Gingen zu führen. „Die Ausbildung und vor allem die stetige Unterstützung durch die Samariterstiftung hat mich auch persönlich bereichert. Ich bin sicher in meinem Tun und freue mich auf meine neue Tätigkeit.“

Imrich setzt auf Offenheit und Vertrauen im Umgang mit seinen künftigen Mitarbeitern. Er will gern die Rahmenbedingungen dafür schaffen und anbieten, dass Menschen gut im neuen Haus versorgt werden können. „Doch die Rahmenbedingungen umsetzen, sie mit gutem Leben füllen, das können wir nur alle gemeinsam bewältigen.“ Imrich findet: „Der Mensch ist keine Nummer, zu keiner Zeit.“ Er freut sich auf die neue Begegnungsstätte im Erdgeschoss des neuen Hauses. „Wir sind ein offenes Haus und wünschen uns Kontakt mit Menschen aller Generationen und Nationalitäten. Ins Ortsgeschehen eingebunden zu sein, ist sehr wichtig.“ Imrich, der privat schon seit vielen Jahren mit Frau und zwei Töchtern in Türkheim  wohnt und lebt, ist gespannt, wie es in Gingen wird. „Es ist ein tolles Ankommen hier“, lobt er. Schon im  Mai wird es ein Treffen geben, bei dem Beteiligte aus Kirchen und Vereinen sich über die Arbeit im Quartier rund um das neue Haus verständigen werden.

Viel, viel Arbeit wartet noch auf den designierten Hausleiter. Er nimmt sie gern an und entspannt zwischen drin, wie in der Faschingszeit, beim Schalmei-Spiel oder bei einer kleinen Tour in die Berge. „Da kann ich richtig auftanken.“  Sich selbst mit Energie füttern – das ist wichtig, damit er später wieder alle Antennen auf Empfang richten kann und spürt, welcher Mensch was genau braucht, damit er würdevoll so gepflegt werden kann, wie er es jetzt gerade braucht und verträgt.

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Im Samariterstift in Gingen gibt es drei Hausgemeinschaften. Eine  mit 10  Zimmern und zwei 15er  Gruppen. Eine Alltagsbegleiterin ist den ganzen Tag in der Gruppe präsent und gestaltet gemeinsam mit den Bewohnern den Alltag. Die Mahlzeiten werden in jeder Gruppe täglich frisch zubereitet. Pflegefachkräfte sorgen dafür, dass der hohe fachliche Anspruch der Stiftung an die Pflege umgesetzt werden kann. Das Gebäude fügt sich gut in die Umgebungsbebauung ein und lässt den Blick auf die Johanneskirche frei. Von der Pfarrstraße aus ist das Haus künftig auch bequem über den ausgebauten Fußweg erreichbar.

Die Fassaden sind so gegliedert, dass das Haus nicht zu mächtig wirkt. Der Architekt hat viel Wert auf helle und lichtdurchflutete Räume gelegt. 25 Bewohner werden von ihrem Gemeinschaftsbereich aus einen direkten Zugang zu einem beschützten Freibereich haben. Die 15 Bewohner im Obergeschoss können einen Balkon  nutzen. Im Erdgeschoss,  mit der Orientierung zum Platz vor dem Haus, entstehen Räume für eine Begegnungsstätte. Auch die Verwaltung des Pflegeheims und Nebenräume sind hier angesiedelt.