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Zukunft MiGy

Autor: Martina Manz
Artikel vom 12.02.2020

Zukunft Migy?

 

Liebe Eltern der aktuellen Migy-Schülerinnen und Schüler,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Die Diskussionen in den letzten Wochen und die Aktivitäten der letzten Tage zeigen, dass eine mögliche Schließung bzw. Aufgabe des Michelbergymnasiums die Menschen in der Raumschaft zurecht sehr beschäftigt. Dabei verdient es Respekt mit welchem Engagement die Menschen in der Region für den Erhalt des Michelberggymnasiums einstehen.

Ausgelöst durch die fehlgeschlagene Sanierung der Stadt Geislingen steht die Schule förmlich ohne Heimat da.

Als Ende letzten Jahres die Diskussion für einen Gymnasiumstandort in Deggingen aufkam nahm die öffentliche Diskussion weiter an Fahrt auf.

Hierbei sei angemerkt, dass es bei den Überlegungen nicht um einen konkurrierenden Standort geht, sondern die Kommunen im oberen Filstal haben sich hier aktiv in einen Lösungsprozess eingebracht haben.  -Denn Geislingen war bereits vor den Weihnachtsfeiertagen bewusst, dass kein genehmigungsfähiger Haushalt dargestellt werden kann.

An dieser Stelle muss deutlich darauf hingewiesen werden, dass ein anderer Gymnasiumstandort selbstverständlich nur möglich ist, wenn Geislingen die Trägerschaft des Michelberggymnasiums aufgeben würde.

Aufgrund der Überlegungen im oberen Filstal haben sich die Umlandbürgermeister im Einzugsgebiet des Migy am 22. Januar 2020 in Gingen getroffen um sich auszutauschen. Dabei wurde auch festgehalten, dass ein Standort in Deggingen für die Schülerinnen und Schüler aus Gingen und Kuchen keine Lösungsalternative darstellen kann. Vielmehr wurde erwartet und eingefordert, dass die Stadt Geislingen und das Regierungspräsidium die Umlandkommunen über die aktuellen Entwicklungen sowie Überlegungen informiert und zu einem dringend notwendigen Gespräch einlädt. -Denn alle Informationen konnten die Verwaltungen der Umlandkommunen nur aus der Zeitung entnehmen. Am 29.01.2020 wurde der Gemeinderat und die Gesamtlehrerkonferenz zeitgleich vom Regierungspräsidium über die schwierige Finanzsituation informiert. Noch am selben Tag wandte sich dann Herr Schulleiter Sämann in einem Elternbrief an die Eltern und Schülerinnen und Schüler des Michelberggymnasiums. Hier hat er fälschlicherweise von einem Progymnasium in Deggingen geschrieben. 

Am 03. Februar wandte sich Bürgermeister Rößner aus Kuchen in einem E-Mail-Schreiben an Oberbürgermeister Dehmer, das Regierungspräsidium, Bürgermeister Weber, Deggingen und Bürgermeister Hick, Gingen. Hierbei wurde die Dringlichkeit für ein Gespräch mit den Umlandbürgermeistern auch im Sinne der Gemeinde Gingen verdeutlicht.

Mehrere besorgte Eltern wandten sich in E-Mailschreiben und Telefonaten an den Bürgermeister und Gemeinderat. Im Rahmen einer Sozialausschusssitzung am Mittwoch, den 05.02.2020 tauschten sich Gemeinderatsvertreter und Fraktionsvorsitzende zur aktuellen Situation aus. Dabei wurde auch informiert, dass ein Gespräch mit den Eltern stattfinden soll und endlich eine Einladung der Umlandbürgermeister zu einem Gespräch am Freitag, den 07.02.2020 in das Rathaus nach Geislingen erfolgt ist.

Am Donnerstag wurde auf Anfrage der Presse mitgeteilt u.a. mitgeteilt:

„Leider können wir die vielen Fragen nicht beantworten und haben auch keine Entscheidungsgrundlage. Wir hoffen nach dem Gespräch morgen mehr sagen zu können. Selbstverständlich muss bei der Lösungssuche das Wohl der Schüler im Mittelpunkt stehen. Das Tälesgymnasium ist eine alternative Teillösung, aber für Gingen und Kuchener Schüler ist Deggingen keine Option.

Die ganze Thematik ist sehr komplex und am Ende des Tages geht es auch um eine tragbare und tragfähige Lösung. Ich darf auch anmerken, dass im oberen Filstal aktuell noch keine weiterführenden Beschlüsse gefasst wurden.

Für Konzepte und Lösungen wird mitunter mehr Zeit benötigt. Daher wäre es u.U. von Vorteil, wenn es gelänge die Nutzung des heutigen Gebäudekomplexes Migy für ein weiteres Jahr verlängern zu können.“

Gespräch in Geislingen am Freitag, den 07.02.2020

Neben den Bürgermeistern der betroffenen Umlandkommunen nahmen Vertreter der Fraktionen des Geislinger Gemeinderats, die Schulleiter der Geislinger Gymnasien Herr Rapp und Her Sämann, als Gast Bürgermeister Schweikert, Gruibingen sowie Vertreter der Verwaltung aus Geislingen und Vertreter des Regierungspräsidiums teil.

Noch während der Sitzung wurde mitgeteilt, dass aufgrund einer erneuten intensiven Brandschutzprüfung wohl eine tragfähige Lösung gefunden wurde um die Nutzung des Schulgebäudes um ein weiteres Jahr zu verlängern. Zudem wurde informiert, dass am Montag, den 10.02.2020 um 19 Uhr im Migy noch ein weiterer Abstimmungstermin mit Fachleuten und in diesen Fragen fachkompetenten Elternvertretern angesetzt wurde.

Während der nun gewonnen Zeit muss intensiv eine zukünftige Lösung erarbeitet werden. Hier führt sicher kein Weg an einer regionalen Schulentwicklungsplanung vorbei. Einer Schulentwicklungsplanung, die von Geislingen in der Vergangenheit nicht für notwendig erachtet wurde.

In allen Beiträgen der Bürgermeister wurde deutlich gemacht dass man nur nach vorne arbeiten kann, wenn dabei auch die Vergangenheit ausreichend reflektiert wird.

Dennoch steht das nach vorne schauen im Vordergrund und es geht um die Lösung für ca.600 Schülerinnen und Schüler.

Es wurde aber auch deutlich gemacht, dass die mangelnde Informationspolitik und das nicht Einbinden der Umlandgemeinden zu einer Verkettung von Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen aber auch zum Unverständnis beigetragen haben.

An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass der in das Gespräch gebrachte gemeinsame Schulverband aus Sicht von Gingen äußerst kritisch betrachtet wird. Die Umlandbürgermeister machten im Gespräch auch deutlich, dass sie das Problem nicht finanziell lösen können. Es wurde auch gefordert, dass das Land in dieser Sondersituation auch Verantwortung übernimmt, ähnlich wie dies in den besonderen Fällen von Staufen und Aulendorf geschehen ist. Sollte keine Lösung gefunden werden ist in der Abfolge des Schulgesetzes auch eine Trägerschaft des Kreises nicht ausgeschlossen.

 

Folgende Fakten wurden angesprochen

 1)      Schulträger ist die Stadt Geislingen

Der Vertrag aus 1987 verpflichtet die Stadt zu Kommunikation mit den Umlandgemeinden und Beteiligung Geislingen steht als Träger in der unmittelbaren Verantwortung

2)      Solange die Stadt die Schulträgerschaft nicht aufgibt oder zurückgibt kann es kein anderes Gymnasium im Einzugsgebiet geben

3)      Auch wenn die Stadt die Trägerschaft zurückgibt ist sie bis zu einer anderen Lösung für die Unterbringung und Gewährleistung des Schulbetriebs zuständig

4)      Grundsätzlich gilt für Schüler an der Schule, dass ein Rechtsanspruch auf eine durchgängige Beschulung besteht und zwar genau nach dem Profil, welches man gewählt hat.
Eine Umverteilung an andere Schulen oder ähnliche Schule ist hier nicht vorgesehen.

5)      Geislingen hatte geäußert, dass man sich zwei Gymnasien nicht mehr leisten kann und dass die Stadt finanziell in der Not ist. Das Migy wurde nicht als Schule selbst sondern finanziell in Frage gestellt.

6)      Im Täle gibt es 350 Schüler. Für das Funktionieren eines Vollgymnasiums mit entsprechendem Profil (2 1/2 Züge) benötigt man 400 Schüler/-innen
Hier müssten dann ggf. aus den Geislinger Rändern ebenfalls Schüler dazukommen.

7)      Bei einer erforderlichen Schülerlenkung durch das RP Stuttgart, welche nicht die freie Schulwahl aushebelt, wären für die Gemeinden Gingen und Böhmenkirch das Gymnasium in Donzdorf eine Alternative. Voraussetzung: Von Gingen nach Donzdorf fährt gibt es eine direkte Busverbindung.

8)      Ein Schulverband kann eine Lösung sein, aber wird von einigen Kommunen insbesondere auch Gingen äußerst kritisch gesehen

 

Stellungnahme von Frau Ministerin Eisenmann

Bei einer Veranstaltung am letzten Sonntag in Böhmenkirch hat Ministerin Eisenmann organisatorische und ggf. auch finanzielle Hilfe für das Problem zugesagt.

In einer aktuellen Pressemitteilung wurde das nach einem Gespräch zwischen der Ministerin Eisenmann, der Landtagsabgeordneten Razavi, dem Amtschef Föll und OB Dehmer wohl konkretisiert.
Weitere Informationen sind den Umlandkommunen weiterhin nur aus der Presse und der Pressemitteilung des Ministeriums bekannt.

 

Verlängerung Schulbetrieb

Der Gemeinderat der Stadt Geislingen muss nun am 20. Februar 2020 entscheiden ob er die weiteren Maßnahmen zur Verlängerung des Schulbetriebs am Michelberggymnasium für ein Jahr beauftragt.

Es bleibt abzuwarten ob damit sogar eine Verlängerung bis zu 2 Jahre möglich wird.

 

Anmeldung zur 5.ten Klasse an den Geislinger Gymnasien

Die Stadt Geislingen hat bekannt gegeben, dass die gemeinsame Informationsveranstaltung für die Anmeldung an den Geislinger Gymnasien am 06. März 2020 um 16 Uhr in der Jahnhalle in Geislingen stattfindet.

 

Gespräch mit Eltern Gingener Schülerinnen und Schüler

Am Freitag, den 14. Februar 2020 werden sich Eltern Gingener Schülerinnen und Schüler des Michelberggymnasiums, Bürgermeister Hick und Gemeinderäte zu einem Gespräch treffen

 

 

Ihr Marius Hick
Bürgermeister