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Gingen erleben
Drei Mühlen und ein Elektrizitätswerk (5)

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Drei Mühlen und ein Elektrizitätswerk

Kurz hinter der Gemarkungsgrenze an der Fils zwischen Gingen und Kuchen begann der Mühlkanal, der zunächst nur die Obere Mühle (Mühlgasse 4-6) mit Wasserkraft versorgte und dann wieder der Fils zufloss. Ab 1540 nutzte man die Wasserkraft des Kanals ein zweites Mal. An seinem Ende entstand bei der heutigen Bahnhofstraße 10 eine Ölmühle. Der auf den großen Gingener Ackerflächen zur Herstellung von Tüchern angebaute Lein lieferte zusätzlich Leinsamen (s. Stele 11 ), aus dem ein begehrtes Öl gepresst wurde. Seit Ende des 16. Jahrhunderts zweigte gleich nach der Ölmühle ein Seitenarm des Mühlkanals zur neuen Unteren Mühle ab. Zuerst wurde dort Getreide gemahlen. Im Laufe der Jahrhunderte konnte in der Öl- und Unteren Mühle durch das Auswechseln der Technik auch noch Gips hergestellt und Bretter gesägt werden. Ein neues technisches Zeitalter begann, als Johannes Bader 1882 die Ölmühle erwarb und die Wasserkraft zur Gewinnung von elektrischem Strom nutzte. Mit der Trockenlegung des Mühlkanals in der Mitte der 1960er Jahre, verlor dann das Gingener Elektrizitätswerk seine Grundlage.