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Gingen erleben
Die alte Amtsscheuer (7)

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Die alte Amtsscheuer

Ursprünglich befand sich das Gingener Verwaltungszentrum bei einem der vier Urhöfe (s. Tafel 8 ). Zur Steigerung ihrer Einnahmen verpachtete die Reichsstadt Ulm diesen Hof und errichtete statt dessen ein neues Zentrum. Spätestens seit 1659 residierte der Ulmer Amtmann auf dem Areal in der Pfarrstraße.

Es umfasste ein Wohnhaus (Pizzeria Sonne) und die Amtsscheuer (Kreissparkasse). Im Wohnhaus war die Amtsstube und ein großer Saal eingebaut. Hier fanden öffentliche Versammlungen und niedergerichtliche Verhandlungen statt. In der Amtsscheuer wurden die Abgaben von Grünenberg, Kuchen, Süßen und Gingen an die Reichsstadt gesammelt und vermarktet. Dazwischen lag ein bewusst angelegter Dreiecksplatz für Wendemanöver der anliefernden Fuhrwerke, unmittelbar hinter dem Amtshaus war eine Schmiede. Im Zuge einer Rationalisierung der Ulmer Verwaltungszentren im Jahre 1774, wurde der Amtssitz nach Süßen verlegt. Seit dieser Zeit ist das ehemalige Amtshaus ein Gasthaus. Dort wurde in den 1860er Jahren die erste funktionierende Wasserleitung im Ort eingebaut.