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Die Urhöfe (8)

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Die Urhöfe

Als die Alamannen ihre Siedlungen anlegten, gründeten sie zunächst meist zwölf Bauernhöfe. Der Status eines Hofes blieb oft über Jahrhunderte erhalten. So bestand bis ins 19. Jahrhundert diese alte Hofgerechtigkeit für drei aneinander angrenzende große Gingener Grundstücke. Das erste Grundstück liegt heute jenseits der Hindenburgstraße (Hotel Chris). Dort fanden Archäologen Beweise für ein Wirtschaftsgebäude aus dem 8.-12. Jahrhundert. Der ehemalige Hof auf dem Gelände der Großen Gasse 1 war die Taverne und der Versammlungsort im Dorf. Deshalb besaß dieser Hof auch ein Braurecht. Im 19. Jahrhundert lautete die Adresse vom Areal Große Gasse 5 „Im Hof“, der Hausname war „Hofbauer“. An diesem Platz lag das alte Verwaltungszentrum des Orts. Von hier aus wurden zeitweilig die Siedlungen Grünenberg und die alten Lorscher Besitzungen bis zum Aasrücken zwischen Hohenstaufen und Rechberg verwaltet. Der Hof in der Bauerngasse 6-10 war der Widdumhof, der der Versorgung des Pfarrers diente. Diese drei Höfe lagen in einer Reihe und bildeten einen strategischen Riegel im Filstal. Auf den mittelalterlichen Höfen lebten jeweils etwa 30-40 Personen.