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Gingen erleben
Johanneskirche (10)

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Die älteste Kircheninschrift im deutschsprachigen Raum: Johanneskirche

Die Anfänge der Pfarrei Gingen

Königin Kunigunde schenkte 915 den Verwaltungsverband Gingen mit sieben zugehörigen Siedlungen dem Reichskloster Lorsch. Dessen Abt Salemannus ließ eine Privatkapelle errichten.

 

Die älteste Kircheninschrift Deutschlands

Am 1. Februar 984 weihte der Konstanzer Bischof Gebhart diese Kapelle. Zur Erinnerung an das Ereignis wurde ein Stein mit Inschrift in das Mauerwerk eingefügt. Diese Inschrift gilt heute wegen ihrer Form der Datierung auf der Grundlage des Geburtsjahres von Jesus Christus als älteste Kircheninschrift im deutschsprachigen Raum.

 

Von der Kapelle zur Wehrkirche

Aus der kleinen Privatkapelle entwickelte sich im Laufe der Zeit eine der größten Dorf- kirchen in der Umgebung. Vor 1280 entstand der Wehrturm, ein Bollwerk mitten im Filstal. Das Gelände rund um die Kirche erhielt eine imposante Wehrmauer mit einer starken Toranlage. 1463 wurde dem Turmsockel der gotische Spitzhelm aufgesetzt und 1512 das Kirchenschiff auf seine heutige Größe erweitert.

 

Abt, Erzbischof, Reichsstadt – die Herren über die Kirche

Das Reichskloster Lorsch an der Berg- straße gründete die Gingener Pfarrei. Gemeinsam mit dem Kloster wurde sie 1232 in das Hochstift Mainz eingegliedert. Bis etwa 1605 blieb das Erzbistum Mainz Gingener Patronatsherr, denn der Mainzer Erzbischof Albrecht von Brandenburg konnte 1531 die Einführung der Ulmer Reformation zunächst teilweise verhindern. Erst 1605 wurde Gingen vollständig evangelisch. Zwischen 1803 und 1810 war der katholische bayerische König Patronatsherr der evangelischen Kirche Gingen. Mit dem Staatsvertrag von 1810 kam die Pfarrei an das Königreich Württemberg und ist seither Teil der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.