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Gingen erleben
Bahnhof Gingen (14)

Hauptbereich

Herzstück der Mobilität: Bahnhof Gingen

Planung und Bau

Seit 1843 baute das Königreich Württemberg seine Haupteisenbahnlinien aus, so auch die Filstalbahn von Cannstatt nach Ulm. Sie entstand von 1845 bis 1850 und verband als erste durchgehende Strecke Neckar, Donau und später den Bodensee. Die notwendigen Grundstücke für die Gingener Trasse wurden 1846 gekauft, der Gingener Abschnitt entstand nach 1847. Schwierig gestaltete sich die Überwindung der 115 Höhenmeter zwischen Süßen und Geislingen. Aus diesem Grund wurde die Trasse ab Süßen (354 m ü NN) auf einem Damm mit gleichmäßiger Steigung an den Abhang des Hohensteins und Tegelbergs herangeführt und weiter in Richtung Geislingen (469 m ü NN) verlängert.

Für den Bau der Bahntrasse benötigte man einen Steinbruch, der oberhalb des neuen Bahnhofsgeländes am Hohenstein eingerichtet wurde. Er lieferte das Material für den Gingener Bahndamm und für alle weiteren Bauten bis Geislingen.

 

Nutzer

Von dem auf 394 Meter Höhe gelegenen Bahnhof pendelten von Anfang an Arbeiter zu den Fabriken im Filstal. Zunächst blieb Gingen die letzte Station bis Geislingen-Kuchen und Geislingen/West wurden später eingerichtet. Von hier aus verschickte man außerdem Eisenerz aus Kuchen und Altenstadt, dann die Waren der 1857 zwischen Kuchen und Gingen gegründeten Textilfabrik Staub und ab 1900 die Produkte der Gingener Holz-, Leder- und Kunststoffindustrie. Dazu war neben dem Bahnhof noch ein Güterbahnhof entstanden. Mit dem Siegeszug des Autos sank die Bedeutung des Gingener Bahnhofs. Zuerst wurde der Güterbahnhof in den 1970er Jahren geschlossen, dann der Bahnhof. Heute besitzt der Ort nur noch eine Haltestation.