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Gingen erleben
Antrieb der Industrie (15)

Hauptbereich

Wasser als Energiespender: Antrieb der Industrie

Wehre und Wasserfälle

Ursprünglich gab es entlang der Gingener Fils vier Wehre bzw. Wasserfälle. Das erste Wehr liegt an der Gemarkungsgrenze zwischen Gingen und Kuchen. Weiter fluss- abwärts gab es den sogenannten Rossgumpen, ein hoher Wasserfall. Ein kleiner Wasserfall befand sich zwischen dem oberen Steg und der Brücke in der Bahnhofstraße. Bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte es noch ein großes Wehr gleich unterhalb dieser Brücke gegeben. Die drei letztgenannten Wasserfälle sind im Laufe der Zeit verschwunden oder in jüngster Zeit aus ökologischen Gründen beseitigt worden.

Energie

Seit dem 10. Jahrhundert wird Wasserkraft auf Gingener Gemarkung genutzt. Zur Herstellung von Kleie für das Kloster Lorsch benötigte man eine Mühle. Die notwendige Wasserkraft für den Antrieb des Mühlrades lieferte ein Mühlkanal (s. Tafel 5 ). In der Mitte des 19. Jahrhunderts wollte der Fabrikant Arnold Staub die Gingener Wasserkraft in einer neuen Fabrik im Ort nutzen. Staub hatte zuvor das Wasserrecht am Gingener Wehr und dem abzweigenden Mühlkanal erworben. Doch der Gemeinderat lehnte 1852 eine Anfrage ab. Deshalb entstand die neue Fabrik direkt oberhalb des Gingener Wehres auf Kuchener Gemarkung. Staub plante noch mehr Fabriken. So sollte eine weitere an der Stelle des heutigen Gingener Rathauses entstehen, denn dort existierte noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls ein Wehr. Weil Staubs Fabriken bankrott gingen, wurden die Pläne nicht mehr umgesetzt.