Gingen an der Fils (Druckversion)
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Aus dem Gemeinderat berichtet: Gemeinderatsitzung vom 27.03.2012

Autor: Martina Manz
Artikel vom 12.04.2012

Gesplittete Abwassergebühr
Gemeinderat ändert Abwassersatzung
Seit einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofes im Jahr 2010 sind die Gemeinden zukünftig verpflichtet, statt der bisher üblichen Abwassergebühr eine getrennte Schmutz- und Niederschlagsgebühr zu erheben. Als Bemessungsgrundlage für die Schmutzwassergebühr dient wie bisher die Menge des Frischwasserbezuges. Zur Ermittlung der Niederschlagswassergebühr ist die Menge des in die Kanalisation eingeleiteten Oberflächenwassers des angeschlossenen Grundstückes unter Berücksichtigung des Versiegelungsgrades maßgeblich. Dies geschah in Gingen an der Fils durch das sogenannte Befliegungsverfahren mit Selbstauskunft der Grundstückseigentümer. Die Kosten und Erträge der Abwasserbeseitigung werden gemäß den Empfehlungen des Gemeindetages auf die beiden Abwassergebühren verteilt und zugeordnet. Um die Höhe der Gebühren möglichst konstant zu halten, wurde bei der Ermittlung der Schmutz- und Niederschlagswassergebühr ein mehrjähriger Zeitraum angewendet. Die größte Unbekannte stellt die Niederschlagswassermenge dar. Ob und in welchem Umfang die Prognosen zutreffend sind, kann nach Auskunft des Kämmerers Herr Kienbacher erst im Laufe des Jahres 2012 festgestellt werden. Eine notwendige Neukalkulation für den Bereich des Niederschlagswassers kann er deshalb nicht ausschließen.
Im Zeitraum 2011 bis 2015 wurden folgende Gebühren kalkuliert:
Schmutzwassergebühr: 1,99 €/m³
Niederschlagswassergebühr: 0,36 €/m²
Zum Vergleich, die bisherige Abwassergebühr: 2,61 €/m³
In der Sitzung gab Kämmerer Kienbacher bekannt, dass auf Wunsch vieler Bürger das Jahr 2010 nicht neuabgerechnet werde. Die Neuerungen wurden in der im April zu erwartende Abrechnung 2011 berücksichtigt. Dies führt dazu, dass die ersten beiden Abschlagszahlungen sehr rasch aufeinander folgen. Gravierende Unterschiede werden nur bei großen versiegelten Flächen zu erwarten sein, erläuterte Kämmerer Kienbacher die Frage von GR Preßmar, welche Auswirkungen zu erwarten seien. Im Durchschnitt werde sich wenig ändern, kann er beruhigen. Auf die im Mitteilungsblatt Nr. 14 (05.04.2012) veröffentlichte Änderungssatzung wird verwiesen.
Ortsbücherei wird saniert
Mit 9 Zustimmungen, einer Enthaltung und 3 Gegenstimmen wurde der Beschluss zur Sanierung der Ortsbücherei gefasst. Bereits im Dezember letzten Jahres wurde die Neukonzeption von Innenarchitektin Frau Stadelmayer im Gremium vorgestellt. Die vorgestellte Umgestaltung wurde damals vom Gemeinderat durchaus positiv gewertet. Die Entscheidung allerdings wurde auf einen Zeitpunkt nach den Haushaltsberatungen verschoben. Im Jahr 2011 wurde eine Summe von 20.000,- € bereitgestellt, die in das Folgejahr übertragen wurde. Im Haushalt 2012 wurden weitere 30.000,- € zur Verfügung gestellt. Ihrer Meinung treu blieben Vertreter der CDU/ FWV, die bereits in den Haushaltsberatungen der Umgestaltung und Sanierung der Ortsbücherei nicht zustimmten. GR Staffa halte diese Investitionsausgabe im Hinblick auf die derzeit zu bewältigenden Aufgaben der Gemeinde für überflüssig. Die finanziellen Mittel seien seiner Ansicht nach derzeit einfach nicht vorhanden. Zur Planung regte er die Überprüfung der angedachten Fenstersitzflächen – so genannte Kukis – an, ob dort Sicherheitsglas verwendet werde. Die Einrichtung einer Online- Medienabfrage könne aus Kostengründen noch nicht realisiert werden, musste BM Hick GR´in Wannenwetsch Wunsch abweisen.
Die Innenarchitektin Frau Stadelmayer wurde mit einer Angebotssumme von 4.081,70 € für die Leistungsphasen 5 bis 8 beauftragt. Die Firma Schulz und Speyer erhielt mit einer Summe in Höhe von 21.055,44 € den Auftrag zur Lieferung des Mobiliars. Mit den Bauarbeiten soll in der KW 24 begonnen werden, so dass pünktlich zu den großen Sommerferien die Bücherei wieder geöffnet werden kann. Für Interessierte hängen die Entwurfsplanungen im Rathaus im 1. OG aus.
Hohensteinhalle
Fassadensanierung am Treppenhaus Sportlereingang
In den letzten Jahren flossen einige Gelder in die aufwendige Sanierung der Hohensteinhalle. Unverkennbar haben sich die Maßnahmen, auch im energetischen Bereich, bezahlt gemacht. Das Gremium stimmte nun einem weiteren noch nicht sanierten Fassadenteil beim Sportlereingang zu. Dort soll die bereits brüchig gewordene Glasbausteinfassade im Treppenhaus, auch aus energetischen Gründen, durch wärmegedämmte Alu- Paneelen ersetzt werden. Damit ausreichend natürliches Licht in das Treppenhaus gelangt, werden in mittlerer Reihe neue Fenster eingebaut, die zur Sicherheit zwar kippbar, aber ausschließlich mit einem Schlüssel ganz zu öffnen sind. Die letzten Holzfenster im UG sollen ebenfalls in Alufenster ausgetauscht werden. Das Vordach über dem Eingangsbereich kann vollständig erhalten bleiben. Mit einstimmigem Beschluss wurde das Architekturbüro Grässle aus Göppingen mit den Architektenleistungen zur Sanierung der Süd- Ost- Fassade mit einer Honorarsumme von 1.921,11 € brutto beauftragt. Die Kostenschätzung für die Maßnahme beläuft sich auf 28.220,85 €.
Wasserverlust im Leitungssystem
Wie bereits mehrfach schon berichtet, kämpft der Bauhof derzeit gemeinsam mit der EVF und unterstützend von Herrn Preßmar mit immer häufiger auftretenden Wasserrohrbrüchen, die voraussichtlich der harten Witterung zu zurechnen sind. Zum Glück erfolgreich - so dass man dem gesteckten Ziel, unter 2 l/s zu kommen, langsam näher kommt.
Kreissparkasse sponsert Außenspielgerät
Mit Freude verkündete BM Hick, dass die Kreissparkasse ein ca. 20.000,- € teures Außenspielgerät „Knax- Schiff“ sponsert, das im Bereich der Hohensteinschule und Hohensteinhalle bis zum Kinderfest aufgebaut wird und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.
Anregungen aus dem Gemeinderat
GR´in Alex machte auf einen auf dem Wanderweg Richtung Hohenstein liegenden Baum aufmerksam. Des Weiteren ist ihr aufgefallen, dass das Ballfangnetz am Kleinspielfeld kaputt gehe. GR Steffen Preßmar bat den Lichtmasten an der Baustelle Ringleitung – Fils zu ersetzen und die abgeschlossene Baustelle neu zu begrünen.
Neubau eines Einfamilienhauses im Barbaragarten
Einstimmig erteilte der Bauausschuss das Einvernehmen zur Befreiung von folgenden Festsetzungen des Bebauungsplanes Barbaragarten I: Überschreitung der Baugrenze mit dem Dachvorsprung an der Nordseite und teilweise an der Westseite um 0,50 m, Überschreitung der Baugrenze durch einen Teil des geplanten Wohnhauses an der Nordwestecke um ca. 1,70m sowie Verwendung von anthrazitfarbenen Ziegeln für die Dacheindeckung.
Wohnhausanbau im Barbaragarten 34
Mit einer Enthaltung und 6 Ja Stimmen wurde das Einvernehmen zur Errichtung eines Wintergartens auf die bestehende Terrasse erteilt. Der geplante Wintergarten wird sowohl die Baugrenze überschreiten als auch in die private Grünfläche mit Pflanzgebot hineinragen. Das Gremium bat um Kontrolle der bereits im Jahr 2000 geforderten Ersatzpflanzung.
Gremium stimmt Errichtung einer Zufahrt zu einem Schafstall im Außenbereich Grünenberg zu
Der Bauausschuss stimmte einstimmig der Anlegung einer Ersatzzufahrt innerhalb des Weilers Grünenberg vor dem Gebäude Grünenberg 3 zu. Die Breite des geschotterten Weges wird 2,50m betragen und 120m lang sein. Aus Sicht des Gremiums ist die Anlegung der Zufahrt unproblematisch.

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