Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
info
Gemeinderat Archiv

Hauptbereich

Aus dem Gemeinderat berichtet Gemeinderatsitzung vom 13.05.2014

Autor: Martina Manz
Artikel vom 10.06.2014

Kompostplatz kann als Sammelplatz für Grüngut erhalten bleiben
Nach Beratungen im Gemeinderat sowohl am 22.10.2013 als auch am 18.02.2014 (wir berichteten) brachte die Gemeinde Gingen gegenüber dem Landratsamt zum Ausdruck, dass man an einer bürgerfreundlichen, ortsnahen Lösung weiterhin festhalten möchte und der erst vor wenigen Jahren mit hohen finanziellen Aufwand errichtete Platz Richtung Grünenberg erhalten bleiben solle. Die nach der Bioabfallverordnung erforderliche, geregelte Entwässerung des Grüngutplatzes in das Kanalnetz würde zu hohen Investitionskosten führen, die für die Gemeinde nicht tragbar wären. Als weitere Bedingung fordert die Verordnung die stetige Aufsicht der Anlieferung durch einen Mitarbeiter. Für letzteres wurde mit Beschluss vom 18.03.2014 vom Umwelt- und Verkehrsausschuss des Kreistages einen jährlichen Personalkostenzuschuss in Höhe von 8.320 € zugesichert.
Der Gingener Grüngutplatz erfüllt weitgehend die Ansprüche an die Lagerung von holzigem Material, problematisch wird lediglich die Lagerung von krautigem Material eingeschätzt. Auf Grund des Gärungsprozesses müsse das Grüngut zeitnah (wöchentlich) abgeführt werden. Bei einem Besichtigungstermin im Ostalbkreis konnten sich die Bürgermeister über eine dort erfolgreich umgesetzte Lösung mittels Sammelcontainer informieren. Bei dieser Lösung könnte man auf einen kostenintensiven Kanalanschluss verzichten. Das Landratsamt ist der Ansicht, dass die Kosten der Container als auch die Kosten der Abfuhr von den Gemeinden getragen werden müssen. Zumindest sicherte auch hier der Umwelt- und Verkehrsausschuss einen finanziellen Beitrag in Höhe der bisher üblichen Abfuhrkosten zu. BM Hick rechnet mit Mietkosten eines Containers in Höhe von ca. 1.300,- € jährlich.
GR W. Preßmar und GR Staffa zeigten sich erfreut über die Lösung, den Grüngutplatz in Gingen erhalten zu können. GR Mayer sieht die Anlieferung mittels Anhänger problematisch, da dieser von Hand entladen werden müsse. Bei geringer Füllhöhe könne der Container zu diesem Zweck auch seitlich geöffnet werden, entgegnete BM Hick. GR´in Soukup dankte den Bürgermeistern für ihre Hartnäckigkeit, eine bürgernahe Lösung zu finden. Die Umsetzung sei in der zweiten Jahreshälfte angedacht, fügte BM Hick den Ausführungen hinzu. GR Hofmann hoffe, dass die bisherigen Öffnungszeiten des Platzes trotz des erforderlichen Personaleinsatzes beibehalten werden können. BM Hick gibt zu bedenken, dass vermehrte Öffnungszeiten zu höheren Personalkosten führen. Das von der Verwaltung noch auszuarbeitende Konzept wird hierzu einen Vorschlag unterbreiten. GR Steck und GR´in Alex hegen Bedenken, wie trotz Aufsicht kein unerwünschtes Material angeliefert wird. Er begrüße die Containerlösung, empfinde diese aber optisch für das Landschaftsbild als störend.
Nach einstimmiger Zustimmung des Gremiums eine Containerlösung vorzusehen, wird die Verwaltung nun die genauen Kosten ermitteln. Das Betriebskonzept einschließlich der Öffnungszeiten wird in einer folgenden Sitzung festgelegt.

Erhöhung der Ehrenamtsentschädigung
Seit 2001 wurden die Entschädigungszahlungen an die Ehrenamtliche nicht mehr angepasst. Im Zuge der Einführung der Ganztagesbetreuung an der Schule und dem dortigen Einsatz von Ehrenamtlichen musste die Satzung mit neuen Sätzen angepasst werden. Dies wurde zum Anlass genommen, die bisherigen Sätze für die Ehrenamtliche Tätigkeit als auch die Entschädigungszahlung der Gemeinderäte zu überdenken. Einstimmig wurde die Festlegung der Entschädigungszahlungen an ehrenamtlich Tätige beschlossen. Es wird auf die Veröffentlichung in dieser Ausgabe hingewiesen.

Einbau eines Sektionaltors im alten Feuerwehrgerätehaus/Bauhof
Das als Fahrzeughalle für den Bauhof genutzte ehemalige Feuerwehrgerätehaus soll aus Gründen der besseren Nutzungsmöglichkeit an der Längsseite ein neues, elektrisch betriebenes Sektionaltor erhalten und ersetzt das außer Betrieb stehende alte Holzgaragentor. In diesem Zug soll auch die seitliche marode Stahl- Eingangstüre ausgewechselt werden. Die Arbeiten wurden beschränkt ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgte einstimmig an die Firma Stahlbau Nägele aus Eislingen zum Preis von 5.977,37 €. Die Einbindung des Architekturbüros Grässle war auf Grund der Erstellung eines Leistungsverzeichnisses und der Berücksichtigung des Themas Brandschutzes unumgänglich, erläuterte BM Hick auf Nachfrage seitens des Gremiums.

Fehlender Prallschutz in der Hohensteinhalle
Die Hohensteinhalle wurde 1965 im Spielbereich mit einer Klinkerwand an der Stirnseite und einer offenen Bühnen erstellt. Diese Ausführung ist nach heutigen Ansprüchen der Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr zulässig und hätte bei einem Unfall Haftungs- und Strafrechtliche Folgen, so dass dringend Abhilfe geschaffen werden muss. Das Gremium folgte nach Beratung der vorgeschlagenen Lösung der Firma Erhard- Sport aus Burgbernheim die auf die Mauerwerkseite bis ca. 3m Höhe eine 2cm starke textile Prallwand aufbringen wird. Die vorhandene Sprossenwand wird demontiert und eine neue schwenkbare auf der Längsseite, in der Nische des ursprünglichen Hallentrennvorhangs, eingebaut. Auf der Bühnenseite wird eine Steckkonstruktion als Prallschutz vorgesehen. An der Längsseite gegenüber der Tribüne muss die vorhandene Unterkonstruktion einschließlich der Holzverkleidung demontiert und ein neuer Aufbau vorgesehen werden, der den Ansprüchen eines Prallschutzes entspricht. Die neue Verkleidung könne sowohl Textil als auch mit Holz erfolgen. Die textile Lösung bringe Einsparungen in Höhe von 1.300 €, sei jedoch deutlich Schmutzempfindlicher. BM Hick würde die Verkleidung durch Holz bevorzugen, da sie für in der Halle stattfindende Veranstaltung hochwertiger wirke. Allerdings würden dadurch für den Aufbau 10cm dem Spielfeld entzogen, so dass zunächst für die Ausgestaltung der Längsseite geklärt werden muss, ob die Spielerlaubnis der Handballspiele nicht gefährdet werde.

Ersatzbeschaffung einer Kaffeemaschine für die Hohensteinhalle
Die Firma WMF bot der Verwaltung die Lieferung einer Ersatzkaffeemaschine für die Hohensteinhalle zum Preis von 4.370,04 € an. Die bisher zur Verfügung stehende Maschine aus dem Jahr 1985 ist defekt und kann nicht mehr repariert werden. Beim diesjährigen Seniorennachmittag konnte ein Leihgerät des Typs 1200F getestet und für gut empfunden werden. GR Staffa fragte an, ob es einen alternativen Anbieter gebe. Da der regionale Hersteller bereits bei dem bisher eingesetzten Modell durch Qualität überzeugte, wurde die Beauftragung an die Firma WMF Geislingen mit 13 Zustimmungen und einer Enthaltung beschlossen.

Hohensteinschule erhält verbesserte Akustik
Als Abschluss der Sanierungsarbeiten im Grundschulgebäude der Hohensteinschule wurden mit 12 Zustimmungen und 2 Enthaltungen zum Preis von 37.366,- € die Anbringung von Akustikplatten an die Firma Krapf aus Heiningen vergeben.
In einer Vor-Ortbesichtigung am 11.03. konnte der Bauausschuss selbst die schlechte Akustiksituation feststellen. Die örtliche Firma Bosig unterstützte die Hohensteinschule mittels einer Akustikmessung, die die erhöhten Nachhallzeiten aufzeigten. Drei unterschiedliche Akustikplatten wurden dem Gremium vorgestellt, die alle dieselbe Leistungsfähigkeit aufwiesen, sich jedoch in Brennstoffklasse und Funktionalität und Oberflächenbeschaffenheit unterschieden. Die zuletzt überzeugende Akustikplatte Ecophone Master SQ punktete im Preis/ Leistungsverhältnis durch die Unempfindlichkeit der Oberfläche und dem nicht brennbaren Material Glasfaser. Eine durchgeführte Abrissprobe bestätigte, dass die mittels Klebeverfahren an der Decke angebrachte Akustikplatte auch an Ort und Stelle bleibt. GR Mayer fragte an, ob die Montage auch durch den örtlichen Bauhof gemacht werden könne, das BM Hick ablehnen musste. Aus zeitlichen Gründen und mangels Erfahrung in diesem Bereich sollte dies der Firma Krapf überlassen werden.

Teilsanierung Friedhofmauer geplant
Die denkmalgeschützte Friedhofsmauer befindet sich in einem sehr schlechten Zustand und soll unter Einbeziehung des Denkmalamtes des Regierungspräsidiums Stuttgarts saniert werden. In einem ersten Sanierungsabschnitt soll die Firma Dengel Bau GmbH aus Schöntal- Berlichingen zum Preis von 20.102,08 € den Eingangsbereich und der nordwestliche Teil der Friedhofsmauer herrichten. Die beschädigten Ziegel der Mauer werden dabei originalgetreu ausgebessert und die Pfeiler am Eingangstor optisch aufgewertet. Der örtliche Bauhof wird die Abdeckung der Mauer erneuern. GR Staffa und GR W. Preßmar betonten, dass der Erhalt des historischen Eingangsbereichs ihnen am Herzen liege.

Alternative Bestattungsformen
Alternative Bestattungsformen sollen noch dieses Jahr Einzug in den Gingener Friedhof finden. Unter der großen Linde sollen Urnenbestattungen ermöglicht werden. Eine Stele mit Namen der Verstorbenen soll an diese erinnern. Zudem sollen Urnen- und Erdgräber ermöglicht werden, die mit einer liegenden Platte einen Gedenkort für die Hinterbliebenen bilden. Damit sollen Bestattungsplätze geschaffen werden, die keine Grabpflege durch Angehörige oder Beauftragte erfordern und somit eine Alternative zur Kolumbarien Bestattung darstellen. Zudem sollen die Waschbetonplatten ausgetauscht und der Ausbau der Kieswege vorangebracht werden. Die neu anzulegenden Wege sollen mit einem Pflasterbelag versehen werden. Darüber hinaus soll eine Ergänzung des Baumbestandes durch Neupflanzung von drei Linden vom Bauhof ausgeführt werden.

Neuer Straßenbelag
Die Gemeindeverbindungsstraße im Marren sowie die Straßen Uhland-, Lessing und Goethestraße weisen einen desolaten Straßenbelag aus. Das Gremium wurde über die von der Firma ssvg angebotene Oberflächenbehandlung informiert. Durch das vorgesehene Verfahren können die aufwendigen und kostenintensiven Sanierungsarbeiten herausgezögert werden. Dem Verfahren konnte W. Preßmar zustimmen. In den Straßenzügen Uhland- Goethe und Lessingstraße könnte eine umfangreiche Sanierung herausgezögert werden, bis das Kanalnetz und die Wasserleitung sanierungsbedürftig seien, betont BM Hick die Vorzüge. Auf Nachfrage von GR Hofmann konnte BM Hick zudem bestätigen, dass für diese Maßnahme die Anwohner nicht zur Kasse gebeten werden. Zum Gesamtpreis von 62.903,40 € wurden einstimmig die Straßensanierungsarbeiten mittels Oberflächenbehandlung an die Firma Straßenbaustoffe Stuttgart Vertriebs GmbH aus Kornwestheim vergeben.

Kurz berichtet
Neuer Zaun am Rathausspielplatz
Der Zaun am Rathausspielplatz wird ausgetauscht. Eine zusätzlich gepflanzte Hecke wird das Grundstück zum Nachbarhaus abgrenzen.