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Aus dem Gemeinderat berichtet Gemeinderatsitzung vom 21.04.2015

Autor: Martina Manz
Artikel vom 05.06.2015

Aus dem Gemeinderat berichtet
Gemeinderatsitzung vom 21.04.2015

Service unter www.gingen.de
Sitzungsvorlagen und Gemeinderatsberichte online lesen
Nutzen Sie die Möglichkeit sich noch vor der Gemeinderatsitzung über die einzelnen Tagesordnungspunkte zu informieren. Den jeweiligen Sachverhalt können Sie den Vorlagen zur Sitzung entnehmen, die rechtzeitig ca. 3 Tage vor der Sitzung auf unserer Homepage unter der Rubrik: Rathaus u. Service– Gemeinderat – Ratsinfosystem eingestellt werden. Dort können Sie zudem Einsicht in die Protokolle der Sitzungen nehmen.


Stellungnahme der Gemeinde Gingen zur geplanten Zusammenlegung der Geschwister- Scholl Realschule mit der Gemeinschaftsschule Süßen
Der Gemeinderat der Stadt Süßen hat am 01.12.2014 beschlossen, die Geschwister Scholl- Realschule Süßen und die Johann – Georg – Fischer Gemeinschaftsschule Süßen zum Schuljahr 2016/2017 als Gemeinschaftsschule zusammenzuführen. Ab dem Schuljahr 2016/2017 würde dann folglich keine 5. Klasse mehr in der Realschule gebildet. Alle nachfolgenden Klassen laufen bis zur 10. Klasse aus.

Die Stadt Süßen bringt folgende Punkte vor, die für die Zusammenlegung der beiden Schulen zur Gemeinschaftsschule sprechen:
- Die Gemeinschaftsschule ist das geeignetere Konzept, in unterschiedlichen Leistungsniveaus zu unterrichten
- Die Gemeinschaftsschule ermöglicht die Erweiterung durch einen Oberstufenzug mit Abitur- Abschluss
- Bevorzugte Förderung durch das Kultusministerium (Lehrerstunden, Klassenteiler, Ausstattung)
- Synergieeffekte durch bessere Auslastung der Fachräume
- Erhöhte Nachfrage an umfangreichen Betreuungsangeboten (auch hinsichtlich Bedarf Ganztagesschule)
- Rückgang der Schülerzahlen (demographisch bedingt)
- Heterogene Klassen nach Wegfall der Grundschulempfehlung

Gemäß den Regelungen im Schulgesetz sind vor Antragstellung im Regierungspräsidium alle davon betroffenen Gemeinden, aus denen Schüler die Realschule in Süßen besuchen, zur geplanten Aufhebung anzuhören.

Zur Vorberatung wurde im letzten Sozialausschuss am Donnerstag, den 16.04.2015 die Elternbeiräte der Süßener Realschule mit Wohnsitz in Gingen sowie die Elternbeiräte der Grundschule in Gingen eingeladen.

Die Meinungen waren einheitlich gegen die Aufhebung einer leistungsstarken Realschule, die landkreisweit auch dank ihrer hervorragenden Kooperationen im Rahmen der Bildungspartnerschaften einen ausgezeichneten Ruf innehat.
Ein Transfer der laufenden Projekte in die Gemeinschaftsschule wurde in der Kürze der Zeit als fraglich angesehen. Die kooperierenden Unternehmen äußerten wohl bereits ihre Bedenken, ob das Qualitätsversprechen der Schule gehalten werden könne. In Konsequenz könnten die Bildungspartner ihr Engagement zurückziehen. Regional sichergestellte Ausbildungsplätze könnten in Zukunft wegfallen.
Die Eltern zweifeln zudem am Erhalt des Niveaus der Wissensbildung, da die Gemeinschaftsschule als unbekanntes Schulsystem noch in der „Erprobungsphase“ sei. So könne derzeit kein Vergleich des Bildungsniveaus der beiden Realschulabschlüsse der Gemeinschaft- und Realschule herangezogen werden. Die Eltern empfinden die Schließung der Realschule als zu verfrüht und möchten nicht Teil eines „Schulexperimentes“ sein. Mit einer endgültigen Entscheidung zur Schließung der Realschule gäbe es kein Zurück mehr, wurde bedauert.
Deutlich wurde sich auch gegen die dann verbindliche Ganztagesschule ausgesprochen, die in einer Gemeinschaftsschule von allen Schülern verpflichtend besucht werden müsse.
Eine Aufhebung der Realschule in Süßen würde nicht zum Besuch der Gemeinschaftsschule in Süßen, sondern vermehrt zur Anmeldung in der Realschule in Geislingen führen, kündigten die Elternvertreter an. Ein Wegfall der Gingener Schüler in Süßen wäre dann zu verzeichnen. Bisher wurden, auch auf Grund der Nähe zum Standort Süßen als auch auf Grund ihres hervorragenden Profils die Gingener Schüler eher in der Geschwister- Scholl Realschule angemeldet.

Viele Gemeinderäte schlossen sich den Äußerungen der Eltern an. GR Groeneveld konnte die Verunsicherung der Eltern verstehen. Bewährtes sollte vorerst erhalten bleiben, bis die Gemeinschaftsschule sich bewährt habe. Im Sinne der Eltern, sollte das Gremium sich für den Erhalt der Realschule aussprechen. Auch GR Hofmann empfand den Zeitpunkt der Zusammenführung auch im Hinblick auf die anstehende Landtagswahl nächstes Jahr für zu verfrüht. Seiner Kenntnis nach stiegen die Anmeldezahlen in der Realschule für das kommende Schuljahr. Dies sei ein klares Zeichen der Eltern. GR Staffa lehnt persönlich die Schulveränderungen des Landes ab. Er sprach sich für den Erhalt aus. GR W. Preßmar befürchtet, dass das Bildungsniveau nicht gehalten werden könne. Dem schloss sich auch GR Wüstling an. BM Hick betonte, dass der Erhalt der Realschule wichtig für die Sicherung der politisch zugesagten Wahlfreiheit der Eltern diene. GR Mayer konnte es ebenfalls nicht nachvollziehen, warum auf der einen Seite die Grundschulempfehlung abgeschafft und gleichzeitig Schularten, die zur Wahl stehen, abgeschafft werden sollen. GR´in Soukup kündigte an, dem Wunsch der Eltern zu folgen.

GR Gunzenhauser fragte sich, welche weiteren Gründe das Gremium in Süßen zu einer derartigen Entscheidung bewegt habe. Er vermutete, dass es noch andere Gründe gäbe, die den Eltern nicht bekannt seien.
Einstimmig sprach sich das Gremium für den Erhalt der Realschule in Süßen aus. Die Stellungnahme an die Stadt Süßen wird alle vorgebrachten Punkte mit aufnehmen.
BM Hick dankte dem Gremium für die konstruktive Meinungsäußerung ohne eine politische Diskussion daraus entstehen zu lassen. Es ginge rein um das Kindswohl und den Blick auf die Bildungschancen der Kinder.

Modifizierte Satzung für den Gewerbepark Lautertal
Nach eingehender Überprüfung der aufgestellten Satzung für den Zweckverband Gewerbepark Lautertal, das gemeinsam mit Donzdorf, Lauterstein und Süßen entstehen soll wurden formelle Anpassungen notwendig. Einstimmig wurde die modifizierte Satzung beschlossen.



Vertreter der Gemeinde in den Interkommunalen Gewerbegebiete „Auen“ und „Gewerbepark Lautertal“
Einstimmig wurden die folgenden Vertreter für die Zweckverbände bestellt:

Interkommunales Gewerbegebiet „Auen“

Fraktion Ordentliche Vertreter Stellvertreter/in
UWG-FW Bernd Groeneveld Christian Hofmann
  André Steck Gudrun Soukup
CDU/FWV Steffen Preßmar Wilhelm Preßmar
  Staffa Klaus Frey, Friedrich
SPD Mayer, Ludwig Alex, Heidi




Bauhof erhält neuen Rasentraktor
Der Bauhof benötigt für seine Mäharbeiten auf den Friedhof, den öffentlichen Anlagen, Kinderspielplätzen und straßenbegleitendes Grün einen neuen Rasentraktor. Das wirtschaftlichste Angebot für einen Frontmäher mit Hochentleerung, der automatisch das Schnittgut auch gleich aufsammelt hat die Firma Schwarz aus Aspach für 21.500 € abgegeben. Einstimmig wurde der Beschaffung eines solchen Mähers der Marke Ferrari GTS 220 zugestimmt.

Kurz berichtet
Ein neuer Flyer führt durch den Gingener Obstlehrpfad. Erhältlich ist dieser im Rathaus und soll zukünftig auch in der örtlichen Gastronomie ausgelegt werden. Auf der Gemeindehomepage sind weitere Informationen um den Obstlehrpfad hinterlegt.

Neubauvorhaben im Barbaragarten 50
Einstimmig stimmte das Gremium dem Neubau eines Wohnhauses mit Carport zu

Neubauvorhaben im Marrbacher Öschle 32
Auch dem Bauvorhaben im Marrbacher Öschle 32, Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen erteilt.